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Alle Rezensionen zu Klakki
(Genre »Folk«, Land »Island«)

 

Lemon River
(2001, Tutl SHD 52)

Die beiden Klakki-Köpfe Nina Björk Eliasson (Gesang und Harmonium) sowie Hasse Poulsen (Gitarre) nehmen mit Kontrabassist Henrik Simon Simonsen und Drummer Lars Juul ein ausgiebiges Bad in ihrem »Zitronenfluss« und schippern dann den Strom hinunter auf einem selbst gebauten, surreal-fantasievollen Hausboot, mit zahlreichen Türmchen und Giebeln und Aussichts-Plattformen. Dabei bleibt die Poesie bestimmend in Klakkis Musik. Auf dem drittten Album haben sie sich chinesischer Lyrik angenommen und diese ins Englische übersetzt.

Die Musik startet zunächst Pop-lastiger (was auch an der veränderten Besetzung liegen könnte), wobei sie sich schnell wieder in angeschrägten Folk- und Jazzverästelungen verliert, die für erfrischende Irritationen sorgen. Leichtfüßiger und eingängiger als das Debüt wirkt »LEMON RIVER« daher nur zu Beginn; die Komplexität schimmert verborgen in der zweiten Reihe. Sie offenbart sich vor allem in instrumentalen Zwischenspielen, bei denen nicht selten das Harmonium in Minimal-artige Wiederholungen stolpert und einen ganz magischen Sog erzeugt. Und Ninas isländischer Akzent klingt im Englischen einfach noch putziger als bei Björk. (peb)



Siehe auch:
Björk

 Klakki: Lemon River

   

Sortner Du Sky
(1995, Avart Records AACD 1002)

Am Anfang war die Poesie: Auf ihrem Debüt vertonen die in Dänemark lebenden Isländer alte und zeitgenössische isländische Gedichte. Die CD erntete in Island, Schweden und Dänemark begeisterte Kritiken, und in der Tat gehen Klakki mit einem neuen Ansatz an ihr lyrisches Tagewerk. Nina Björk Eliasson singt mit unsicher-zerbrechlicher Stimme, und Hasse Poulsen geleitet sie mit unkonventionellen Wendungen seiner akustischen Gitarre durch die komplexen, teils dänischen, teils isländischen Lieder.

Manchmal dringt folkoristisch vertrautes Melodiegut ans Ohr (»Tre Islandske Sange«), aber eben nur bei den Traditionals. Wenn Eliasson und Poulsen – assistiert von einer ernsten Maria Bisgaard am Cello und einem einfallsreichen Martin Bregnhøi am Schlagwerk – ihre eigenen Kompositionen umsetzen, ist das Ergebnis ein sperriges, von Brüchen durchsetztes Konglomerat, dem man gern lauscht, das man aber kaum mitträllern wird. (peb)



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