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Alle Rezensionen zu Magenta Skycode
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

IIIII
(2006, Solina Records SOL002)

Die Stimmung ist düster. Aber es ist ein helles, ein leichtes, ein funkelndes Schwarz, mit dem Magenta Skycode auf ihrem Debütalbum »IIIII« eine Erkundungstour durch melancholische Gemütszustände ausmalen. Seine urbanen Hymnen spielt das Quintett aus Turku ohne wehleidiges Weltschmerz-Gejammer, sondern mit einer sehr eigenwilligen Art ernster Verträumheit. Das ist Dark-Pop für Genießer, mit vielen Querverweisen auf die üblichen Verdächtigen wie Joy Division, The Cure oder Interpol und einer guten Prise Prog.

Songschreiber und Sänger Jori Sjöroos, mit This Empty Flow bereits auf ähnlichem Terrain unterwegs, kann beides: eine dynamisch-treibende Nummer wie »People« abliefern, eine unwiderstehliche Mischung aus Doors-Orgeln und Clash-Gitarren. Und elegische Balladen wie »Go Outside Again« genussvoll leidend zelebrieren. Sjöroos Vocals sind erstaunlich souverän. Geprägt wird der Sound auch durch die ausdrucksstarken Keyboards von Tomi Mäkilä, ehemals Tastenmann bei den Kitschpop-Helden The Crash. Cool sein, ohne überheblich zu wirken: Magenta Skycode bringen dieses Kunststück fertig! (emv)



Siehe auch:
This Empty Flow
The Crash

 Magenta Skycode: IIIII

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/pages/Magenta-Skycode/13981243915

   

We Will Be Warm EP
(EP, 2013, Solina Records SOL178)

Jori Sjöroos ist eher Jeff Lynne als Johnny Rotten. Wie das ehemalige ELO-Superhirn strebt er nach Perfektion, macht vor Pathos nicht halt und schrammt manchmal haarscharf am Kitsch vorbei. Hinter der großen Geste entdeckt man jedoch unwiderstehliche Melodien, in denen jede Menge Herzblut steckt. Aus seinen Ideen hat Sjöroos alles herausgekitzelt und unzählige Tonspuren übereinander geschichtet, so dass Magenta Skycode eigentlich schon längst nicht mehr das Indie-Etikett anhaften sollte.

Doch wer aus dem beschaulichen Turku stammt, kann nicht damit rechnen, gleich auf eine Stufe mit Weltstars wie Coldplay gestellt zu werden, obwohl sich ein Vergleich nahezu aufdrängt. Schließlich haben beide Bands ein Händchen für eingängige Lieder, die trotz ihrer glattpolierten Fassade hörenswert bleiben und als Gegenpol sowohl zu seelenloser Chartsmusik als auch zu Nischenprodukten durchaus eine Daseinsberechtigung haben. Außerdem sind die Texte auf der »WE WILL BE WARM EP« ähnlich schwachbrüstig wie Chris Martins lyrische Ergüsse. (mau)

   

Relief
(2010, Sony BMG/Solina Records 88697801752)

Verwirrende Schönheit. Unberechenbare Schwelgerei. Samtpfötige Intensität. »RELIEF«, das zweite Album von Magenta Skycode, ist ein heftig von Katzen-Eigenschaften inspiriertes Album. Die Felltiere dominieren das Artwork. Die zum Trio rund um Mastermind Jori Sjöroos geschrumpfte Band posiert mit Katzenmasken. Klingt noch nicht wunderlich genug? Gut, setzen wir noch eins drauf: Der Zweitling der hippen Schöngeister aus Turku klingt so, als hielten die The Cure und Barclay James Harvest Hochzeit, mit der Pompösität und dem Melodrama als Trauzeugen.

Das klingt gruselig? Falsch gedacht! Denn die Abkehr vom treibenden Darkwave hin zum sehnsüchigen Balladenpop unter tätiger Unterstützung gefühliger Synthies lässt Songs wie das hymnische »We Are Going To Climb« oder das melancholische »Sometime« abheben wie frisch mit Helium gefüllte Luftballons. Ja, das ist Emotions-Overkill! Und nein, das ist nicht banal! Es ist im besten Sinne romantisch und geht mitten ins Herz. (emv)



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