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Alle Rezensionen zu Kraja
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Brusand Hav
(2011, Westpark/Indigo WP 87199)

Ja – es hätte längst sein müssen. Schon die erste CD hätte CD des Monats werden müssen, spätestens die zweite! Es ist unverzichtbar, dass erst der dritten CD dieses schwedische Mädchenquartetts diese Ehre zuteil komt, aber das hängt eben auch immer mit der sonstigen Konkurrenz im aktuellen Monat zusammen und mit unserem Bemühen, alle Genres möglichst gerecht zu bedenken. Sei's drum: Obwohl »Brusand Hav« also nicht ganz die Faszination der beiden Vorgänger erreicht, so wird man doch abermals verzaubert von den authentischen, unschuldigen Stimmen und dem norrländischen Sprachklang der vier Grazien.

Eva Lestander, Linnea Nilsson, Frida Johansson und Lisa Lestander begeistern gerade deswegen, weil sie so rein, geradlinig und völlig ohne Manierismus ihre Lieder zelebrieren, als gäbe es nur sie und ihre Musik auf dieser Welt. Wenn diese vier, auch live durch und durch liebenswerten Sängerinnen aus Umeå ein Lied anstimmen wie »Ich komme aus der stürmischen See zum Strand der Glückseligkeit«, dann mag manch einer Kitsch vermuten, doch nein: Die jungen Frauen meinen das genau so, und man glaubt ihnen das bedingungslos. Ihre traditionellen Texte, verpackt in selbst komponierte A-cappella-Melodien, lassen sie nur ab und an und ganz dezent begleiten durch Jonas Knutssons Sax oder Nano Sterns Gitarre. Gut so, denn es ist fraglich, ob die glockenhellen Stimmen im Umfeld vieler Instrumente noch ebenso hell strahlen würden. So endet die angenehm minimalistische CD dann auch ganz und gar wahrhaft(ig) mit einem Lied namens »Der Weg zum Glück«. (peb)

 Kraja: Brusand Hav

Offizielle Website

Die CD »Brusand Hav« war »CD des Monats« im Monat 2 / 2011.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Ich find's auch toll, oder besser: herzallerliebst! So sympathisch klingt selten wer. Und wenn es die ersten beiden CDs nicht gäbe, wäre diese trotzdem CD des Monats. Eigentlich bleibt nur noch ein Wunsch: vier Schwedinnen nach Oberschwaben!
Tim Jonathan Kleinecke

Ich kannte Kraja bisher gar nicht - unglaublich, oder? Denn wie unglaublich gut die Ladies singen, ist ebenfalls kaum zu glauben. Spricht der Chorsänger und erblasst vor Neid.
Sebastian Pantel

Die Sängerinnen von Kraja kommen mit stimmlicher Perfektion, wunderbarem Wohlklang und einer solch souveränen Naivität daher, dass man fünf Minuten lang wieder an das Gute im Menschen glaubt. Eigensinniges Festhalten an altmodischen Werten könnte sich zum Trend entwickeln, wer weiß? Und euch drei Männer so über die schwedischen Nachtigallen schwärmen zu hören, köstlich! ;)
Eva-Maria Vochazer

Nicht nur das, Eva-Maria. Man fühlt sich tatsächlich zurück erinnert an eine Zeit, als das andere Geschlecht noch gänzlich unerforscht und fast unerreichbar war, als die Welt noch einfach und das Gute weiß und das Böse schwarz war. Nur Musik haben wir damlas andere als Kraja gehört, eher Deep Purple und Led Zeppelin und so. Die Mädels dagegen: Barclay James Harvest.
Leif Haugjord

Offizielle Website      http://www.kraja.nu/

   

Isen Sjunger
(2016, Westpark Music 07535)

Die schwedischen Nachtigallen tönen wieder, und wie! Es ist schlichtweg unglaublich, wie Kraja das jedes Mal schaffen: Eine geradezu unfassbare Reinheit der Stimmen, die – sorry! – harmonischste Harmonie in den Stimmen, den wahrscheinlich weltweit wohligsten Wohlklang, und das alles völlig kitschfrei. Man kann gar nicht so viele Hüte tragen, wie man ziehen möchte.

Jetzt machen sie eben eine Winter-CD, gar nicht mal so arg weihnachtlich. Die Songs sind einerseits traditionelle Lieder aus Schweden oder Europa, einige Lieder haben die vier Sängerinnen aus Umeå auch selbst geschrieben und arrangiert. An den Tasteninstrumenten half gelegentlich Mats Öberg, auch er stammt aus derselben Stadt. Eine einzigartige Ruhe und Souveränität strahlt die Musik dieses Quartetts aus, die Stimmen sind perfekt aufeinander abgestimmt. Jetzt können Schnee und Eis kommen, die Teekanne ist auch schon vorgewärmt und die Kerze angezündet. (tjk)

Achtung: Veröffentlichung erst am 13.1.2017

   

Under Himmelens Fäste
(2008, Drone DROCD045)

Die Bilderbuch-Idylle, Teil 2. Eigentlich muss da ein Haken sein, wenn die vier nordschwedischen Mädels ausgelassen über Blumenwissen tollen, mit Oma-Fahrrädern an Schotterstraßen posieren oder am iydllischen Bach sitzen und dabei immer herzensgut naiv und unbeschwert wirken, wenn sie außerdem ihre vierstimmigen Volkslieder mit einer vokalen Präzision und unverbrauchten Ausdruckskraft singen, als gäbe es keine bösen Menschen auf der Welt.

Doch ich bin mir sicher: All das ist nicht aufgesetzt. Linnea Nilsson, Eva und Lisa Lestander und Frida Johansson sind einfach so – herzerfrischend liebenswert. Sie singen die alten Lieder mit einer grenzenlosen Reinheit und Klarheit, so das man wie gebannt an ihren Lippen hängt. Lasst uns hoffen, dass das Fortbestehen dieser zauberhaften »Folk-Girlgroup« nicht bald durch Heirat, Schwangerschaft oder ähnliche »Dummheiten« gefährdet wird ... (peb)

   

Vackert Väder
(2005, Drone DROCD040)

Wie im Bilderbuch: Vier hübsche Mädels sitzen Karten spielend in der Wohnstube eines alten schwedischen Bauernhauses – Blumensträuße, geblümte Kleidchen, Folklore-Schmuck inklusive. Dann wird zusammen gesungen, alte Volkslieder, oder wenn selbst komponiert, dann den alten Traditionen folgend aus Tornedal, Hälsingland, Småland, Lappland, Ångermanland. Und das alles selbst arrangiert und ohne Instrumente, nur die reinen, klaren Stimmen der jungen Frauen, die sich wie selbstverständlich und ohne Manieriertheit wie zu einem einzigen Instrument verbinden.

Im Vergleich etwa zu Värttinä oder Lena Willemarks Sangeskunst bleiben Kraja stets harmoniebetont und vermeiden Verzierungen ebenso wie spannungsgeladene Reibungen, ohne dadurch brav im naiven oder gar biederen Sinne zu klingen. Die Schwestern Eva und Lisa Lestander sowie ihre Freundinnen Frida Johansson und Linnea Nilsson fanden im nordischen Umeå zusammen und benannten sich nach dem samischen Wort für »den Platz, nach dem man sich sehnt«: Kraja. Ihre Musik ist so ein Platz, wenn man sie einmal gehört hat. Wirklich bezaubernd. (peb)



Siehe auch:
Värttinä
Lena Willemark



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