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Alle Rezensionen zu Kampfar
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Djevelmakt
(2014, Indie Recordings INDIE111CD)

Nach Glittertinds »DJEVELSVART« folgt eine weitere Teufels-Scheibe aus dem Hause Indie Recording: »DJEVELMAKT« von Kampfar. Fast vier Jahre nach dem Vorgänger »MARE« speit das Quartett erneut bitterböse, pechschwarze Stücke aus, ergänzt wiederum gekonnt rohen Black Metal durch nordische Folklore. Apropos (sich) ergänzen: Dies tun auch Hauptsänger Dolk und Mitsänger / Schlagzeuger Ask Arctander perfekt, wenn in diversen Duetten grimmiges Knurren und etwas freundlichere Beschwörungen alternieren.

Extrem facettenreich in Sachen Geschwindigkeit ist das »Blod, Eder Og Galle«, mit seiner gedrosselter Einstimmung, einem anschließend furiosen Grundtempo, unterbrochen durch doomige Einschüben und getragene Passagen. Das sechste Studioalbum überzeugt auf ganzer Linie: vom Opener »Mylder« bis zum finalen, einzigen englisch eingesungenen Ausreißer »Our Hounds, Our Legion«. Fazit: Die Norweger setzen hiermit ihrem ein fettes Ausrufezeichen zum 20-jährigen Bandjubiläum. (nat)

 Kampfar: Djevelmakt

Offizielle Website

Offizielle Website      www.kampfar.com

   

Profan
(2015, Indie Recordings/Soulfood INDIE165CD)

Etwas »PROFAN«er als der Vorgänger »DJEVELMAKT« klingt die neuste Scheibe von Kampfar. Die Macht des Teufels scheint im direkten Vergleich auf dem »weltlichen« Album der norwegischen Black Metaller schwächer geworden zu sein. Nichtsdestotrotz hat das Studiowerk Nummer Sieben Potenzial.

Zwischen beklemmend und brachial donnert das Quartett durch seine sieben Stücke, mal nackenbrecherisch wie in »Profanum« oder »Daimon«, mal mit überraschender Melodieführung wie in » Skavank, mal mit lässig-schleppendem Groove wie im finalen »Tornekratt«, aber allesamt im genialen Klang- und Produktionsgewand – und von Fronter Dolk wie immer unverkennbar intoniert. Fazit: Kein Ausfall dabei – allerdings auch kein Megakracher. (nat)

   

Mare
(2011, Napalm NPR 366)

Endlich! Kampfar sind zurück – mit einer der besten, authentischsten Black Metal-Scheiben, die wir dieses Jahr hören werden. »MARE« startet mit dem von dunklen Riffs geprägten Titeltrack, stößt den Hörer zu dramatischen Keyboardklängen in einen schaurigen Abgrund namens »Ildstemmer«, vereint norwegisch gesprochenen Passagen und Dolks Fauchen zu monoton hämmerndem Schlagwerk in »Huldreland«.

Fast tribelartig startet Schlagzeuger II13 »Volverers«, treibt den Song zusammen mit Bass und Gitarre in einen fetten, an Immortal erinnernden Groove. Womit wir auch schon beim herausragendsten Merkmal des Dreiviertelstünders sind: Das Drumming dominiert die zehn Songs; deutlicher als der nun verstärkte, aber immer passende Keyboardeinsatz. Das »MARE«-Fazit: Melodisch, frostig, böse – und eine ernsthafte Konkurrenz für »KVASS«. (nat)



Siehe auch:
Immortal

   

Heimgang
(2008, Napalm/SPV NPR 257)

Kampfar gehen heim – und zwar nicht zurück zu ihren Wurzeln (denen sie ohnehin bis heute durchgehend treu blieben), sondern vom Diesseits in die Unterwelt, entsprechend der nordischen Legenden und Mythen. Damit genug zu den Texten auf »HEIMGANG«. Musikalisch folgt die nahtlose Fortsetzung von »KVASS«, allerdings ohne Folk-Anleihen. Dolk faucht und keift wie gehabt, Gitarrist Thomas, Basser Jon plus Schlagzeuger II13 feuern aus allen Black/Pagan Metalrohren. Karg, nordisch, schnörkellos.

Einzelne Stücke wie »Skogens Dyp« haben durchaus Hymnencharakter, dennoch jagt das Nordquartett keinen Single-Hits nach, sondern versteht die 47 Minuten vielmehr als Gesamtkunstwerk. Die Produktion unterstützt Monotonie und Rohheit der neun Songs samt obligatorischem Intro, könnte jedoch vor allem im Schlagzeugbereich etwas ausgefeilter sein. Ergo: »KVASS« bleibt ungeschlagen. (nat)

   

Kvass
(2006, Napalm NPR-187)

Nach sieben Jahren Schweigen im norwegischen Wald röcheln Kampfar wieder aus dem Gehölz. Als wären sie nie weg gewesen, so knüpfen sie mit ihrem dritten Longplayer stärker an das Debüt »MELLOM SKOGKLEDDE AASER« als an den Nachfolger an. Die Nordmänner um die Gründer Dolk (Gesang) und Thomas (Gitarre) zelebrieren frostklaren Black Metal mit starkem Folkeinschlag auf hohem Niveau.

Obwohl sich auf 46 Minuten Gesamtspielzeit gerade mal sechs Stücke verteilen, artet keines aus oder langweilt gar. Das gelingt dem Quartett ohne überflüssigen Pomp oder zügellose Tempowechsel: Black Metal-Schlagzeugspiel, folklastige Melodien und das typische Krächzen Dolks charakterisieren »KVASS«. Sparsam eingesetzte Keyboards betonen lediglich einzelne Passagen. Eine Premiere gibt es allerdings: Der Hit-Anwärter »Ravenheart« ist der bis dato einzige Song auf Englisch. Eine wirklich starke Scheibe. Anspieltipps? Alle. (nat)

   

Fra Underverdenen + Norse
(2006, Napalm NPR-190)

Zeitgleich mit dem Drittling veröffentlicht Napalm die beiden ersten Studioalben neu. Auf den Zweitling »FRA UNDERVERDENEN« packt das Label überdies die ehemalige EP »NORSE«, beide erschienen ursprünglich 1999. Im Gegensatz zur »echten« Neuveröffentlichung im gleichen Jahr agiert die Truppe noch als Duo: Dolk schwingt sich höchstpersönlich hinters Drumkit, Thomas spielt sämtliche Klampfen.

Black Metal mit norwegisch gekreischten Texten, versetzt mit einfallsreichen Melodien – so lautet die Devise. Auch hier gießt Sänger Dolk das schwarze Fundament, welchem Bandkollege Thomas klassischen Folk beimengt: Paradebeispiel »Norse«. (nat)



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