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Alle Rezensionen zu I Was A Teenage Satan Worshipper
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Bees And Honey
(2006, Indie Jones Records INDI004)

Die Lieblingsfarben: Pink und schwarz. Die Lieblingswörter: Kitsch und Morbides. Liebstes musikalisches Zitat: Kraftwerk, unter akuter Haribo-Vergiftung ächzend. Die Ex-Satansjünger aus Tampere wagen sich tief in die Höhlen des kajalbeschmierten Synthie-Wunderlandes und landen mit »BEES AND HONEY« zu Beginn der 80er Jahre. Visage und Ultravox lassen grüßen. Das Trio ist hemmungslos in das Zeitalter des arroganten Elektropop verliebt. Aber ist dabei sympathisch unbekümmert. Das Ergebnis ist nicht sonderlich originell, aber – Rettung naht! – sehr tanzbar, sehr leicht und bewirkt auf wundersame Weise, dass sich die Mundwinkel nach oben ziehen.

Die Bandmitglieder nennen sich Nekrokitten, My Lovin' Martian und Blacky Loveless und zeigen allein durch die Namenswahl, dass Musikmachen für sie keine todernste Angelegenheit ist. Den Nachwuchs-Popkompositionspreis werden die Drei nicht abräumen, aber Songs wie »She's With The DJ« oder »Candy Candy« sind so dick aufgetragen, dass allein das Auflecken des an den Kuchenseiten heruntergelaufenen rosa Puderzuckers eine freche Freude ist. (emv)

 I Was A Teenage Satan Worshipper: Bees And Honey

Offizielle Website

Offizielle Website      www.iwatsw.com

   

The Lemonade Ocean
(2008, GAEA Records GAEACD004)

Anfangspassagen des zweiten Liedes »OMG, Techno Chicks!!!« erinnern mich, warum auch immer, an »7« der norwegischen Apoptygma Berzerk. Dieser Eindruck verflüchtigt sich aber spätestens beim Einsatz der Gastsängerin Cute Pint – sonst Tamburinschüttlerin/ Zweitstimme der Band Pintandwefall – welche die Satansanhänger bei einigen Liedern verstärkt.

Hinter dem Schlagzeug sitzt, wie bereits auf »WHATEVERNIGHTS«, Sigmund Droid. Das Quartett schwimmt entsprechend den Vorgängern auch in »THE LEMONADE OCEAN« immer noch mehr oder minder nervös zwischen dem Kreuzfeuer von Kraftwerk und Ultravox. Was von der neusten Scheibe zu halten ist, sagen die Tamperianer treffend mit ihrem Titel »Pop (H)ate(s) Itself«. Noch Fragen? (nat)



Siehe auch:
Apoptygma Berzerk
Pintandwefall

   

Whatevernights
(2007, Indie Jones Records INDI005)

Die Maschinen haben die Macht ergriffen. Und haben den jugendlichen Satansanbetern die Frechheit ausgetrieben und dafür das böse Mainstream-Coolness-Gen implantiert. Denn wo sind auf »WHATEVERNIGHTS« die plüschige Anarchie und das grellpinkfarbene Blubbergemisch geblieben, die die Vorgänger-EP zu einem zuckvergiftungsgefährdenden Abenteuer machten? Was Nekrokitten und seine Freunde hier präsentieren, sind nette Spielereien auf annehmbaren Niveau. Aber vergnügliche Höhepunkte, die Tanzlust machen? Nur sporadisch vorhanden, etwa beim rockig treibenden »Hands Off The Wheel«. Von den 14 Songs aber sind etwa fünf ganz eindeutig belanglos.

Nur auf die guten alten Spielekonsolen-Ästhetik zu setzen und die Synthies zu Höchstleistungen zu zu peitschen – soll das schon alles gewesen sein? Fragen über Fragen. Und eine mögliche Antwort: Vielleicht reicht die Substanz der Satanisten nicht zu weiteren kreativen Höhenflügen. Den Gegenbeweis muss die Truppe aus Tampere erst noch antreten. (emv)



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