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Alle Rezensionen zu EF
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Give Me Beauty ... Or Give Me Death
(2006, And The Sound Records ATSR001)

Das Streben nach Schönheit war schon für Platon Voraussetzung für die Erlangung der Glückseligkeit. Die fünf Göteborger Musiker von EF haben vom griechischen Philosophen mit einiger Sicherheit noch niemals gehört, aber das tut nichts zur Sache, Diese empfindsamen jungen Männer öffnen den (fast rein instrumentalen) Postrock der Zartheit und dem Zorn. Sie machen dies sehr sinnlich und sehr ernsthaft und tun nichts anderes, als Herzen auf die allerschönste Weise brechen. Sie lassen sich Zeit und schwelgen, und das Cello von Jonatan Hammar ist die Seele und das Herz des Ganzen. Und am schönsten ist es vielleicht beim Song »Hello Scotland«, wenn sich die Stimme von Gastsängerin Karin Gren das zärtlichste Duell mit Sänger Tomas Torsson liefert.

Die üblichen Postrock- und Sternenfänger-Protagonisten von Mogwai bis Sigur Ros haben bei »GIVE ME BEAUTY» Pate gestanden. Wer mag, hört sanfte Echos der Göteborger Nachbarinnen Audrey und das durchdringende Flüstern von Loghs Mattias Friberg. Vergessen wir's. EF stehen am Anfang, und sie sind mutig, und sie sind intensiv, und sie gehen über Grenzen und trauen sich, in endlosen, leicht veränderten Wiederholungen ganz sie selbst zu sein. Sehr wunderbar. (emv)



Siehe auch:
Convoj

 EF: Give Me Beauty ... Or Give Me Death

Offizielle Website

Offizielle Website      www.efmusic.nu

   

Mourning Golden Morning
(2010, And The Sound Records ATSR006)

Erwachsen werden heißt Rückschläge verkraften und trotzdem weitermachen. EF sind zum Trio geschrumpft. Leiser, behutsamer, bedachter präsentieren sie sich auf ihrem dritten Album »MOURNING GOLDEN MORNING«, ohne auf die leidenschaftlichen, kathartischen Ausbrüche zu verzichten, die das emotionale Zentrum des Postrock sind. Oder liegt dessen Essenz nicht doch in der romantische Empfindsamkeit, dem endlose Suchen und Verirren in ausufernden Soundstrukturen? Im Niemals-Ankommen-Wollen?

EF sinnen in sieben quellwasserklaren, unschuldigen Songs den flüchtigen Gefühlen und den großen Fragen nach. Mit viel Bedacht und Zärtlichkeit. Überschreiten mutig, mitg großen Augen, immer wieder die Grenzen: Zur symphonischen Filmmusik, zur Leichtigkeit des Pop, zur taubengrauen Melancholie der »Gymnopédies«. Ob diese Jungspunde jemals von Erik Satie gehört haben oder einfach instinktive Geistesverwandte sind? Eine träumerische Frauenstimme blitzt auf wie eine Sternschnuppe, verschmilzt mit Tomas Torssons Gesang, verglüht. Gitarren, Drums und die Hilfe einiger Freunde an den Streichinstrumenten. EF erschaffen mit geringen Mitteln eine weite symphonische Landschaft von nahezu erhabener Größe und üben sich gleichzeitig in bewusster Bescheidenheit. Eigenartig. Großartig. (emv)

   

I Am Responsible
(2008, And The Sound Records ATSR 004)

Einen Schritt zurücktreten. Nachfühlen, nachdenken, sich entscheiden. Für die zurückgenommene Interpretation. Für das Fragezeichen statt des Ausrufezeichens. EF zeigen auf ihrem Zweitling »I AM RESPONSIBLE«, dass sie auch auf stille Art hochemotional sein können. Die Stimmen treten in den Hintergrund und lassen Cello, Trompete und verhaltenen Electronica den Vorrang. Meditativ ausschweifend und romantisch sinnsuchend können die sechs Postrock-orientierten Songs ohne sich zu vertändeln die 15-Minuten-Grenze überschreiten. Passt schon. Vor allem bei »Bear«, dem empfindsamen Herzstück des Albums.

Irgendwie fehlt aber die unbedingte Dringlichkeit des Erstlings. Ein Kammerspiel wird hier gegeben, kein Drama gespielt. Auch wenn die Gitarren zwischendurch wütend ausbrechen. Deshalb enttäuschend? Nein. Einfach anders, erwachsener? Wie einen guten Freund fest umarmen möchte man die fünf Überzeugungsträumer aus Göteborg auch weiterhin. (emv)



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