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Alle Rezensionen zu Månegarm
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Dödsfärd
(2015, Black Lodge/Sound Pollution BLOD099CD)

Dieses war der zweite Streich, doch der dritte folgt sogleich: »DÖDSFÄRD« heißt er und stammt im Original aus dem Jahr 2003. Das remasterte Album wurde seinerzeit von Kritikern und Fans gefeiert – zu Recht. Es vereint die folkigere Ausrichtung des Debüts vollendet mit den brachialeren Tönen des Nachfolgers. Gleich mit dem Opener »I Evig Tid« legen Månegarm einen eindrucksvollen Start hin, der sich melodisch und harsch zugleich mit einer Kombination aus markanter Geige und schweren Gitarrenriffs in die Gehörgänge einbrennt.

Deutlich brutaler donnert dagegen das Titellied aus den Boxen, doch lässt es auch eine ruhige Passage zu. Das derbste Stück ist jedoch »Vrede«, in dem der Violinist seine klagenden Melodien meisterhaft der Hochgeschwindigkeitsraserei des Schlagzeugs und der Saitenfraktion entgegensetzt. Insgesamt deckt das Werk das komplette Spannungsfeld zwischen fröhlich und düster, zwischen hymnisch und barsch, ab. Ein Muss für Pagan/Viking Metal-Liebhaber.

PS: Zwei bisher unveröffentlichte Stücke machen den einstigen 32-Minüter nach dem offiziellen akustischen, gläserklirrenden Ausklang (»Gillesvisan«) zum 40-Minüter: »Nyarlathotep« erinnert vom Aufbau an »Vrede«, das rasante »Chapter III - The Harbor« bietet über weite Strecken Schlachtenhymnencharakter und ergänzt das Spektrum der Truppe angemessen. (nat)

 Månegarm: Dödsfärd

Offizielle Website

Offizielle Website      www.manegarmsweden.com

   

Nordstjärnans Tidsålder
(2015, Black Lodge/Sound Pollution BLOD097CD)

Nichts (wirklich) Neues von Månegarm: »NORDSTJÄRNANS TIDSÅLDER« 2015 ist die remasterte Neuauflage des Debüts der schwedischen Black Metaller. Gemeinsam mit ihrer Plattenfirma Black Lodge verfolgen sie das hehre Ziel, alle Frühwerke einer (klanglichen) Frischzellenkur zu unterziehen und mit zusätzlichen Liner Notes aufzupeppen. Den Anfang macht – logischerweise – der anno 1998 erschienene Erstling.

Nachdem sowohl Sänger eins, Svenne Rosendal, als auch Sänger zwei, Jonny Wranning, ausgestiegen waren, nahm Viktor Hemgren hier den Mikroposten ein. In bester Black Metal-Manier intoniert er die allesamt schwedischen Texte, wechselt zwischen kehligem Fauchen und heiseres Krächzen. Die Instrumentalisten verpassen den Songs ordentliche Drive und Groove, doch knüppeln nicht stur durch, sondern bieten vielfältige Geschwindigkeitsvariationen. Wohldosiertes Geigenspiel sorgt für eine dezente Folknote: ob es den weiblichen, sehr hohen Gesang braucht, ist Geschmackssache. Das kurze folkige Zwischenspiel »Ymer« wird von dieser Kombination (plus Maultrommel) getragen, die schnellen schwarzmetallenen Stücke wären auch ohne Frauenstimme stark genug. Egal, ein starker Einstand – hören! (nat)

   

Havets Vargar
(2015, Black Lodge/Sound Pollution BLOD098CD)

… und weiter geht’s: Die Plattenfirma Black Lodge und die Schwarzmetaller Månegarm verfolgen vereint das hehre Ziel, alle Altwerke neu zu veröffentlichen. »HAVETS VARGAR« (»SEEWÖLFE«) erschien im Original anno 2000 und ist das zweite Album der Schweden um Sänger und Schlagzeuger Erik Grawsiö. Die remasterte Scheibe bietet eine lässige Mischung aus viel Black Metal und einigen folkigen Einlagen. Dabei punkten Månegarm mit unterhaltsamen Songwriting zwischen lässigem Black Metal-Groove und diabolischer Raserei – wie im wunderbar mitreißenden »Gryningstimma«, das sogar mit akustischen Passagen aufwartet.

Über weite Passagen des 40-Minüters zelebriert das Quartett typisch nordischen, frostigen Schwarz Metal der alten Schule. Doch auch Liebhaber ruhiger Passagen kommen in »Vargtörne« auf ihre Kosten, Schunkelfreunde erfreuen sich dagegen am finalen »Vinternattskväde«. Im Vergleich zum Debüt sind die harten Parts eine Spur härter und die melodischen noch melodischer. Für die folkige beziehungsweise weibliche Note sorgen die gleichen Gäste wie auf dem Erstling: Sängerin Ymer (Umer Mossige-Norheim), Ola »Ulla« Lustig (Keyboard) und Janne Liljequist (Violine, Flöte). (nat)

   

Vargaresa - The Beginning
(2015, Black Lodge BLOD100CD)

Boarding, pardon remastering, completed? Die Debüt-Demos des Riesenwolfs gibt’s nun auch via Black Lodge als re-remasterten Doppelpack. Im Original entstanden die Werke anno 1996 (»VARGARESA«) und 1997 (»UR NATTVINDAR«), wurden 2004 unter dem Namen »VARGARESA – THE BEGINNING« gebündelt und zum ersten Mal remastert. Diese Kompilation wurde jetzt, elf Jahre später, von Black Lodge erneut … etc. – nun zur Musik: Beide Ex-Demos zeugen rau und ungeschliffen bereits vom inspiriertem Songwriting Månegarms, wenngleich der erste Teil noch sehr viel schwarzmetallischer als heutzutage aus den Boxen holpert. Das Ganze garnieren die Schweden mit einer Fingerspitze Thrash und viel Atmosphäre – und fast unverständlichen Texten. Teil zwei gibt sich deutlich detailverliebter, mit vielen akustischen Zwischenspielen und melodiösen Einschüben, leicht angefolkt und mit Geige akzentuiert.

Für die Statistik: Am Sangesposten reichten sich die Jungs im nahezu jährlichen Turnus das Mikro weiter: Svenne »Duva« Rosendal (1995-1996), Georgios Karalis (1996), Johnny Wranning (1996-1997) und Viktor Hemgren (1997-1999). Der Verschleiß stoppte erst 2000, als Schlagzeuger Erik Grawsiö endgültig den Posten übernahm, auch auf »VARGARESA – THE BEGINNING«. (nat)

   

Vredens Tid
(2015, Black Lodge BLOD101CD)

… und weiter geht’s mit Re-Mastered zum Vierten. Das von der Viking Metal-Fangemeinde sehnsüchtig erwartete Original von »VREDENS TID« (»ZEIT DES ZORNS«) erschien anno 2005. Und beglückt nach einem kurzen Intro mit dem Hymnenanwärter »Sigrblot«, das einen eingängigen Refrain, schöne Melodien und wilde Knüppelpassagen vereint. Gastgeiger Janne Liljeqvist setzt hier ebenso Akzente wie die Mischung aus gefauchtem und klarem, teils choralem Gesang.

Im leicht verspielt-verträumten »Kologa Trolltand« greift dann, wie auf den vorherigen Scheiben, Gastsängerin Ymer (Umer Mossige-Norheim) erstmals zum Mikro. Die immer wieder eingestreute, ergänzende Frauenstimme, Streicher (Geige, Cello), diverse Samples sowie Akustikpassagen bereichern den 51-Minüter enorm, Paradebeispiel: das majestätische, erhabene »Hemfard« an.
Fazit: Fulminante (nie zu) pathetische elf Black- Folk-Viking Metal-Stücke – ein Muss für Genrefans. (nat)

   

Urminnes Hävd - The Forest Sessions
(EP, 2015, Black Lodge BLOD102CD)

Auch die EP »URMINNES HÄVD – THE FOREST SESSIONS« wird dem geneigten Hörer via Black Lodge in remasterter Version zugeführt. Entstanden ist das Minialbum anno 2006 mit tatkräftiger Unterstützung der Folk-Kapelle Två Fisk Och En Fläsk, bei der Janne Liljeqvist (Geige, Cello, Flöte) Mitglied ist.

Knapp 27 Minuten währt das puristische, rein akustische Spektakel, fernab jeglichen metallischen Charakters. Zurückhaltend, fast introvertiert, intonieren die Schweden um Mastermind Erik Grawsiö die sieben Lieder. Es dominieren klare Männer- und Frauenstimme (Umer Mossige-Norheim), ergänzt durch Männerchöre, untermalt von getragenen Gitarren- sowie Geigenmelodien und dezentem, spärlichem Schlagzeugeinsatz. (nat)



Siehe auch:
Två Fisk Och En Fläsk

   

Månegarm
(2015, Napalm NPR634)

Zum 20-jährigen Bestehen schenken sich Månegarm das erste selbstbetitelte Album – und kehren zu ihrer Muttersprache zurück: lediglich zwei Stücke haben englische Texte. Beginnt der Opener »Blodörn« zunächst verhalten-akustisch, so entwickelt er sich im Laufe seiner acht Minuten Spieldauer zu einer wuchtigen Midtempo-Nummer.

Binnen 51 Minuten bewegen sich die Nordmänner um Sänger Erik Grawsiö auf gewohnt hohem Niveau zwischen folkigem und angeschwärztem Viking Metal, unterstützt von diversen Gastsänger(inne)n und (Folk-)Instrumentalisten. Ein starkes Album, das mit tollen Melodien aufwarten kann, nicht nur in den akustisch-folkigen Stücken wie » Bärsärkarna Från Svitjod« und »Vigverk - Del II« (Fortsetzung von »Vigverk« auf dem 2013er Vorgänger). Weitere Höhepunkte sind das Black Metal-pointierte »Call Of The Runes« und der galoppierende Ohrwurm »Odin Owns Ye All«. (nat)

   

Legions Of The North
(2013, Napalm NPR486)

Pochendes Schlagzeug, Donnerschlag und blitzende Riffs, die langsam in militärische Marschier-Rhythmen übergehen, stimmen auf »LEGIONS OF THE NORTH« ein. Mit dem Titelstück legen Månegarm auf ihrem erstmals englisch betitelten Siebtling gleich los: Ein ungewohnt aggressives, brachiales Stück, das eindeutig in die Kategorie Black Metal gehört, lediglich einige Passagen weisen folkloristische Züge auf. Deutlich mehr Viking / Pagan Metal-Elemente sowie einige hymnische Chöre biete das anschließende »Eternity Awaits«, zweimal schiebt das Quartett Folk-Zwischenspiele ein.

Schade ist die Zuwendung zu (fast) komplett englischen Texten, waren die Songs in Muttersprache doch eine der Charakteristika Månegarms. Musikalisch punkten die Jungs um Erik Grawsiö mit den schon erwähnten Stücken, dem wunderbar groovigen »Hordes Of Hel« und »Sons Of War«. Die Mischung aus aggressiven Strophen und partytauglichen (Mitsing)Refrains, aus Folk und Schwarzmetall, aus heroisch gelassen und infernalisch rasend, funktioniert auch auf »LEGIONS OF THE NORTH«. Mit dem akustischen, atmosphärischen »Raadh« beschließen sie das Album. Ein gelungenes Genrewerk für Fans und Neulinge – wir sehen die Schweden hoffentlich auf dem nächsten Pagan- oder Heidenfest!

PS: Für die Statistik: Geiger Janne Liljeqvist ist nicht mehr an Bord. (nat)

   

Nattväsen
(2009, Regain Records RR159)

Es geht doch nichts über Zuverlässigkeit: Im schönen Zwei-Jahres-Rhythmus veröffentlichen Månegarm seit 2003 beständig Alben. Gute Alben wohlgemerkt. Auch mit »NATTVÄSEN« schmiedeten die Schweden ein ordentliches Stück Viking Metal, auf dem sich Tempo und Unbeschwertheit, Folkelemente mit Schwarzmetall vereinen.

Geige, rauer Gesang, Schunkelrhythmen und »Hey Ho«-Chöre versprechen zünftige Wikingerstimmung. Zudem schafft es der Fünfer um Erik Grawsiö Variationen in die neun Stücke zu bringen: Sei es durch Death/Black Metal-Anleihen wie im Opener »Mina Fäders Hall«, das folklastige, eingängige »Nattsjäl, Drömsjäl« oder den rockigen, beflügelten Titelsong. Mit »NACHTWESEN«, dem Studioalbum Nummer sechs beweisen Månegarm erneut, das sie in der Ersten Liga dieses Genres spielen. (nat)

   

Vargstenen
(2007, Black Lodge/Rough Trade BLOD045)

Seit Pierre, Jonas und Svenne ihre 1995 in Norrtälje gegründete Gruppe »Antikrist« im Folgejahr in Månegarm änderten, gewannen sie in der Pagan / Viking Metal-Szene etliche Fans. Auf dem fünften Album sind Gitarrist Jonas Almquist sowie Bassist Pierre Wilhelmsson immer noch dabei; schon länger singt/trommelt allerdings Erik Grawsiö, dessen kratzigheisere Stimme vor allem im schwarzmetallenen Bereich glänzt.

Månegarm verschmelzen Black mit Viking, Death sowie traditionellem Metal, dem sie Folkelemente in Hülle und Fülle untermengen. Nach einem Gitarrenintro à la Ensiferum, startet »Ur Själslig Död« mit kräftigen Riffs und Doublebass, die Folklorepassagen und Janne Liljekvists Geige im Hintergrund auflockern. Immer wieder entschärfen Tempowechsel, akustische Zwischenspiele, Flöte, Geige, Frauengesang das knallharte Dutzend Songs. »VARGSTENEN« verzaubert durch ansehnliche (Gitarren)Melodien, anstachelnde Rhythmen und Eriks Leistung am Mikro. Für Fans von Thyrfing, Ensiferum – und offene Black-/ Death Metaler. (nat)



Siehe auch:
Ensiferum



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