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Alle Rezensionen zu Insomnium
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Across The Dark
(2009, Candlelight CANDLE256CD)

Zum Glück steckt inmitten der Fülle alljährlicher Neuerscheinungen auch mal ein Album vom Kaliber »ACROSS THE DARK«. Wie ein Fels ragt der Viertling von Insomnium aus den Steinchen des gleichen Jahrgangs. Ihr Grundgerüst haben die Finnen um Niilo Sevänen nicht geändert, wohl aber perfektioniert: Noch majestätischere Melodien verbinden sich mit Niilos kratziger Stimme, fiesem Röcheln oder ergänzendem Klargesang von Jules Näveri. Außer der neuen Zweitstimme unterscheidet sich die Scheibe ferner durch das dominantere Keyboard vom Vorgänger.

Die Deather streifen in ihren acht Stücken gekonnt von ruhigen, instrumentalen Passagen – sehr schön im folkig angeflöteten »The Harrowing Years« – zu Hochgeschwindigkeitsattacken á la »Against The Stream«, bleiben aber meist im Midtempobereich. Ein hochkarätiges Werk, das selbst im XXL-Song »The Lay Of Autumn« keine Sekunde langweilt – und in den letzten Takten von »Weighted Down With Sorrow« an Amorphis' »Black Winter Day« erinnert.

Übrigens ist »ACROSS THE DARK« auch als limitierte Ausgabe mit zwei Bonustracks und DVD erhältlich. (nat)



Siehe auch:
Amorphis

 Insomnium: Across The Dark

Offizielle Website

Offizielle Website      www.insomnium.net

 

Shadows Of The Dying Sun
(2014, Century Media -)

Mit »SHADOWS OF THE DYING SUN« knüpfen Insomnium drei Jahre später mühelos an den Vorgänger »ONE FOR SORROW« an. Für den 2011 ausgestiegenen, langjährigen Gitarristen Ville Vänni haben die Finnen in Markus Vanhala (Omnium Gatherum) einen würdigen Nachfolger gefunden, der auf dem Sechstling auch songwriterisch in Erscheinung tritt. Musikalisch bleibt also alles beim Alten, irgendwo zwischen Dark Tranquillity, Sentenced und Amorphis, wo sich der Vierer um Nilo Sevänen seit Jahren seine Nische erobert hat.

Auf dem aktuellen Album sind die stilistischen Ausschläge allerdings noch eine Spur ausgeprägter als gewohnt, so knallen sie das Black Metal-inspirierte »Black Heart Rebellion« direkt vor die Ballade »Lose To Night« … und schieben den nächsten (melodischen) Brecher gleich hinterher. Gekonnt vereint das Quintett schöne Melodien und aggressive Rhythmen zu Liedern mit einer großen emotionalen Bandbreite: Trauer und Kraft, Verzweiflung und Hoffnung liegen hier nur einen Fingerbreit auseinander. PS: Um alle Feinheiten des melancholisch-düsteren Melodic Death-Albums zu entdecken, sollte der 57-Minüter unbedingt mehrere Runden im Player drehen. (nat)



Siehe auch:
Dark Tranquillity
Sentenced
Amorphis

 Insomnium: Shadows Of The Dying Sun

Offizielle Website

Offizielle Website      www.insomnium.net

   

One For Sorrow
(2011, Century Media ?)

Mit »ONE FOR THE SORROW« geben Insomnium um Niilo Sevänen ihr Labeldebüt bei Century Media. Eins vorweg: Der 53-Minüter erschließt sich nicht im ersten Anlauf, er braucht mehrere Durchgänge um seine Kraft zu entfalten. Im Gegensatz zum Vorgänger »ACROSS THE DARK« kommt er ohne Keyboard aus.

Die Scheibe bietet eine Mischung aus schwedischem Melodic Death der Göteborger Schule á la Dark Tranquillity und finnischer Melancholie, vom instrumentalen Opener »Inertia« über das brutale »Every Hour Wounds«, das melodische »Through The Shadows« mit Klargesang Ville Frimans, das folklastige »Unsung« bis zum finalen epischen Titelstück. Fazit: Genre-Highlight. PS: Der Albumname stammt übrigens laut Band »von einem traditionellen Kinderlied, in dem es zehn verschiedene Szenarien gibt. Analog dazu gibt es auch zehn verschiedene Songs und Geschichten auf unserem Album«. (nat)



Siehe auch:
Dark Tranquillity

   

Above The Weeping World
(2006, Candlelight CANDLE147CD)

»ABOVE THE WEEPING WORLD« lässt sich mit exakt zwei Worten beschreiben: Brutal schwermütig. Mehr Informationen gefällig? Wenn Hölderlin, Bourdillon, Poe und Leino finnische Todesmetaller inspiriert, kann das Ergebnis wie der Opener des Drittlings klingen: Regentropfen fallen, ein einsames Klavier klimpert, Gitarren heulen, eine verzweifelte Seele klagt. Bassist Niilo Sevänen setzt seine Stimme zu den düsteren neun Songs nahezu gleichförmig ein, wogegen die Instrumentlisten immer wieder Akustikpassagen in den finsteren Death mogeln.

Dabei wirken sowohl die gedämpften wie grimmigen Tonläufe unheimlich intensiv. Die joensuuschen Insomnium säen unentwegt kleine, teils progressive Details, die auch bei Opeth-Fans auf fruchtbaren Boden fallen dürften. Zum eindringlichen, bösen Sound von Sevänen, Schlagzeuger Markus Hirvonen sowie das Gitarrinduo Ville Friman / Ville Vänni können bekümmerte Gemüter starke 50 Minuten mühelos ihren Katzenjammer pflegen. (nat)



Siehe auch:
Opeth



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