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Alle Rezensionen zu Marduk
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Serpent Sermon
(2012, Century Media ?)

Mit ihrem zwölften Studioalbum debütieren Marduk bei Century Media Records und knüppeln sich auf »SERPENT SERMON« konsequent durch gut 44 Minuten blasphemischen (Old School) Black Metal. Eine halbe Minute »meditatives« Getrommel mit anschließender Midtempo-Einleitung gönnen die Schweden dem Hörer, bevor Fronter Mortuus mit infernalem Fauchen den Titelsong eröffnet: die Schlangen Predigt hat begonnen. Infernalisches Rasen, Ruhepause, infernalisches Rasen, … das Stück wechselt permanent zwischen diabolischen Blastbeats und ruhigen, aber nicht weniger bösen Passagen hin und her. Ähnlich gelagert ist das noch bösartigere »Souls For Belial«, wogegen »Into Second Death« mit seinem mächtigen Groove punktet, beides absolute Anspieltipps.

Etwas gemäßigter agieren Mortuus, Gitarrist (und letztes verbliebenes Gründungsmitglied) Morgan Håkansson, Devo und Schlagzeuger Lars Broddesson im doomigen »Temple Of Decay«, bevor sie bis zum finalen »World of Blades« gepflegt durch die Hölle preschen. Aufgenommen und produziert hat das Quartett die Scheibe übrigens selbst, in den Endarker Studios von Bassist Devo, um frei von fremden Einflüssen ein ursprüngliches, schwarzmetallisches Zeichen zu setzen. Bösartiger, bitterkalter, blasphemischer Black Metal pur – die perfekte Antwort auf die aktuellen 30°C Außentemperatur.

Sammler aufgepasst: Auf der limitierten Ausgabe gibt's den achtminütigen Bonustrack »Coram Satanae«. (nat)



Siehe auch:
Death Wolf

 Marduk: Serpent Sermon

Offizielle Website

Offizielle Website      www.marduk.nu

   

Frontschwein
(2015, Century Media -)

Junge, Junge, wie die Zeit vergeht: Marduk schreiben mittlerweile 25 Jahre Bandgeschichte – und spielen nach »PANZER DIVISION MARDUK« (1999) mal wieder Krieg. Unter dem provokativen Titel »FRONTSCHWEIN« ziehen die Schweden nicht nur durch »Afrika«.

Holzt der eröffnende Titeltrack schon mächtig durch die pechschwarze Landschaft, so kann das folgende, Black’n’Roll gesprenkelte »The Blond Beast« noch einen drauf setzen: Lässiger Groove (à la Khold / Satyricon), verdammt eingängige Melodie und vollendet gekeifter Text von Fronter Mortuus. Killer-Nummer. Doch auch in den restlichen neun Stücken lässt’s die Kapelle um den 41-jährigen Bandkopf Morgan »Evil« Steinmeyer Håkansson mächtig krachen. Marduk zerren die Hörer durch dämonisch-finstere 53 Minuten, mal in Hochgeschwindigkeit (»Rope Of Regret«), mal schleppend (»Nebelwerfer«). Ist das schon ein Anwärter für die Charts 2015? Mal sehen was die Konkurrenz zu bieten hat. (nat)



Siehe auch:
Khold
Satyricon
The Ugly

   

Dark Endless
(2012, Century Media 9982462)

Anno 1992 veröffentlichten Marduk ihr Debüt »DARK ENDLESS«, das nur eine halbe Stunde dauerte. 20 Jahre später bringt es die klanglich aufgehübschte Wiederveröffentlichung dank neuen Intros (»The Eye Of Funeral«) plus diverser Bonustracks auf knapp 53 Minuten. Das anschließende, eigentliche Debüt hat gesanglich, instrumentalistisch und produktionstechnisch eine leichte Death-Schlagseite; am Mikro steht hier Dread, den später der deutlich »keifigere« noch-Schlagzeuger Af Gravf ablöst. Dagegen könnten die ersten Takte von »Within The Abyss« auch von einer Thrash-Kapelle stammen.

Selbst wenn in vielen Songs, Geschwindigkeits-Ausbrüche vorkommen, wie in »Still Fucking Dead (Here's No Peace)« oder »The Sun Turns Black As Night«, bewegt sich die Scheibe häufig im Midtempo – im Gegensatz zu den Nachfolgern. Die eisige, bösartige Stimmung dagegen, verbreiten die Schweden schon hier, Paradebeispiele: »The Funeral Seemed To Be Endless« und das Titelstück.

Nach »Holy Inquisition« (mit Gitarrensolo!) folgen sechs Bonustracks: Vier Live-Songs aus dem Jahr 1991 in ziemlich rauer, rauschiger Klangqualität sowie zwei unterirdisch aufgenommene Proberaum-Aufnahmen von 1990 (»Dark Council / Departure From The Mortals«, »Within The Abyss«.). Ein Fall für Die-Hard-Fans – oder für alle, die »DARK ENDLESS« nicht besitzen. (nat)

   

Iron Dawn
(EP, 2011, Regain Records RR ???)

13 Minuten »Panzer Black Metal« aus dem Hause Marduk. Mit der »IRON DAWN«-EP im fröhlich schwarz-gelben Cover huldigen die Schweden sich selbst, genauer ihren »PANZER DIVISION MARDUK«-Zeiten. Fliegeralarm und los geht's mit »Warschau« in Höchstgeschwindigkeit. Die gleichen Stakkato-Rhythmen dominieren »Wacht am Rhein: Drumbeats of Death« – das »Wacht am Rhein«-Original erklingt übrigens erst als Abspann.

Das finale »Prochorovka: Blood And Sunflowers« ist dagegen ein langsamer, kranker Song, der quasi die Ruhe nach der Schlacht vertont. In diesem Tempo kommt der kratzige Gesang Mortuus' besonders fies und giftig rüber. Wenngleich die Produktion an »WORMWOOD« angelehnt ist, hätten die Stücke nicht auf das 2009er Werk gepasst; die Auslagerung auf diese limitierte EP somit die einzig sinnvolle Möglichkeit. Fans sollten zugreifen. (nat)

   

Wormwood
(2009, Regain Records BLOOD044)

»WORMWOOD« überrascht mit Marduk-atypischen Kompositionen: Dissonante Gitarren durchbrechen das schleppende »Funeral Dawn«, in manchen Stücken übernimmt der Bass sporadisch die Führung, die schaurigen Riffs in »Whorecrown« lassen dem Hörer gar die Haare zu Berg stehen.

Natürlich gibt es auf dem 47-Minüter auch »klassische« Marduk-Knüppelnummern, wie »The Fleshly Void« oder die erste Hälfte von »Chorus Of Cracking Necks«. Diesen bremst das Quartett allerdings inmitten des Infernos plötzlich aus, unerwartet hämmert nur noch der einsame Schlagzeuger monoton auf die Felle, bis die Hölle erneut losbricht. Eine hervorragende, bleischwere und in jeder Hinsicht abwechslungsreiche Scheibe. Hören. (nat)

   

Obedience
(EP, 2008, Regain Records Blood031)

Die EP »OBEDIENCE« erschien anno 2000 nur in geringer Stückzahl, wer sie nicht besitzt, kann sich die Wiederveröffentlichung via Regain Records zulegen. Das weniger provokative Cover macht die Plattenfirma durch zwei zusätzliche Songs wieder wett. Das ehemalige Covergirl, eine Halbnackte im SM-Kostüm, illustriert den Albumtitel »GEHORSAM« und zugehörige Texte wie »Funeral Bitch«.

Während der eröffnende Titeltrack sich am furiosen Vorgänger »PANZER DIVISION MARDUK« orientiert, ist bei der erwähnten »Beerdigungs-Nutte« die Luft raus. Dabei ist nicht die Geschwindigkeit (Midtempo) das Problem, sondern das saftlose, belanglose Songwriting. Mit dem akzeptablen Celtic Frost-Cover »Into the Crypts of Rays« endet die offizielle Mini-Scheibe. Zwei Bonus-Coversongs verlängern die Neuauflage auf insgesamt 17 Minuten: Das überraschend gute – und viel schwärzere – »Paint It Black« der Rolling Stones sowie das völlig chaotisch interpretierte »Earth A.D.« der Misfits. (nat)

   

Rom 5:12
(2007, Regain Records BLOOD034)

Hoppla – das ist die neue Marduk? Statt mit derbstem Gebolze startet sie mit dem groovenden Midtempo-Stampfer »The Levelling Dust« – und Schlagzeuger Emil Dragutinovic demonstriert in allen langsameren Parts: Er kann mehr als nur Blastbeats abfeuern. Das nachfolgende Stück, ergänzt durch Ex-Mitglied Joakim Göthberg am Mikro, bolzen die Schweden in altbewährter Manier durch. Obwohl das Quartett immer wieder ein gehöriges Black Metal-Gewitter wie »Through The Belly Of Damnation« auf den Hörer herunter prasseln lässt, ist »ROM 5:12« insgesamt deutlich langsamer und vielfältiger als gewohnt.

Das Album gipfelt in »Accuser/Opposer«: Nach ein paar einleitenden lateinischen (Gebets-)Worten fließt der Song wie Lava zäh den Zehntling entlang. Sparsam setzt Morgan Steinmeyer Håkansson seine Riffs ein, Devo Anderssons Bass wummert, Mortuus röchelt – und Gast Alan (Primordial) hält seinen Klargesang dagegen; mit einem Männerchor verhallt das Glanzstück. Auf nach Rom – mit Marduk. (nat)

   

Heaven Shall Burn... When We Are Gathered
(2006, Blooddawn Productions/Regain BLOOD028)

Ja, nach DIESEM Album hat sich die deutsche Metalcore-Band Heaven Shall Burn (alias Ex-Before The Fall, alias Ex-Consense) aus dem thüringischen Saalfeld/Saale benannt. Marduk wiederum haben sich durch eine Passage aus Bathorys »BLOOD FIRE DEATH«-Album zu dem Titel des Viertlings anregen lassen. Alles klar? Dann zur Musik: Das Original »HEAVEN SHALL BURN …« erschien anno 1996 via Osmose. Es ist das erste Werk mit Legion am Mikro und Fredrik Andersson am Schlagzeug – und bösartig pechschwarz.

An- und abschwellende Gitarrentöne leiten das (satanistische) Black Metal-Inferno ein, das 36 Minuten kreischt, knüppelt, alles gnadenlos zermalmt: Vom Opener über das fulminante »The Black Tormentor Of Satan« mit dem Killerriff sowie die untypisch langsame, dennoch unglaublich finstere Ruhepause »Dracul Va Domni Din Nou In Transilavia« bis zum höllischen Schlusspunkt »Legion«.

Die klanglich aufgepeppte Digipack-Ausgabe 2006 bietet außerdem vier thrashige Bonus-Aufnahmen vom Juni 1995: »Beyond The Grace Of God, »Glorification«, »Black Tormentor / Shadow Of Our Infernal King«, »Infernal Eternal / Towards The Land Of The Damned«. Wer's braucht ... (nat)

   

Opus Nocturne
(1994, Osmose Productions OPCD028)

Vom Schlagzeug ans Mikro: Joakim Af Gravf übernimmt auf »OPUS NOCTURNE« den Posten des Sängers, der technisch sattelfestere Fredrik Anderssonden des (Blastbeat-)Drummers. Dennoch ist Langspieler Numero Drei keine pure Knüppelorgie: Abwechslungsreiche Midtempo-Passagen und stilvolle Melodien lassen in »Sulphur Souls« oder dem halbinstrumentalen Titelsong aufhorchen.

Noch bedächtiger die potentielle Band-Hymne »Materialized In Stone«, mit expressiven Riffs und kreativem Drumming. Hochgeschwindigkeits-Freunde werden dagegen mit »Untrodden Paths (Wolves Part II)« glücklich. Allerdings reicht der 43-Minüter nicht an die Killer-Veröffentlichungen nordischen Black Metals desselben Jahres heran, wie Emperors »IN The Nightside Eclipse« oder Mayhems »DE MYSTERIIS DOM SATHANAS«. (nat)



Siehe auch:
Emperor
Mayhem



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