Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Stam1na
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Nocebo
(2012, Sakara Records SKR-035)

Wer sich schon immer fragte, was hinter dem Zahn steckt, den Stam1na als Logo nutzen, hier die Lösung der Band: »When the symbol was introduced (EP »VÄKIVALTAKUNTA« 2003) the band had only 3 members. We are the root of the tooth. The tooth photographed for the cover of the EP was actually my wisdom tooth (…) The tooth is the hardest part of human body = heavy shit. It has been also pulled/kicked out of its original place = violence and unnatural thing.« Soviel dazu, nun zum Fünftling »NOCEBO«.

Er beginnt ebenfalls mit dem altbekannten melodischen »aaaaahaaaaa« Hyyrynens (siehe »UUDET KYMMENEN KÄSKYÄ«) und schon brettern die Instrumentalisten los, speit der Fronter seine finnischen Schnellfeuer-Texte ins Mikro; mit einigen gekonnt gesetzte Pausen und einer sich theatralisch empor schraubende Passage verpassen die Finnen »Pirunpaska« einen Wiedererkennungswert. Beflügelt brettert der Fünfer durch die insgesamt zehn Songs, die vor allem dank der markanten Mikroarbeit und bandtypischen Wechseln zwischen wuchtigem, basslastigem Fundament und in die Höhe strebende Gitarren/Keyboards eindeutig Stam1na sowie den herrlich galoppierende Abschnitten eindeutig Stam1na zuzuschreiben sind. Überraschende Akzente – huch Country?! – wie in »Puolikas Ihminen« sorgen für Sekundenschmunzeln beim Hörern und schon hetzen die Finnen weiter. Wer Bands mit eigenem Stil und gehaltvollen Alben mag: Hören – und weiter empfehlen!

PS: Die Digipak Version enthält ein ausführlicheres Booklet und eine DVD mit einer halbstündigen Making-Of Doku, gefilmt von Stam1nas Bassist Kai-Pekka Kangasmäki. (nat)

 Stam1na: Nocebo

Offizielle Website

Offizielle Website      www.stam1na.com

   

SLK
(2014, Sakara Records -)

Wow, selten ging eine Dreiviertelstunde so schnell vorbei, wie mit »SLK« von Stam1na. In regelmäßigen zweijährigen Turnus bringen die Finnen ihre Scheiben auf den Markt, inzwischen sind sie beidem Sechstling angekommen, – und sind in Deutschland trotzdem noch ziemlich unbekannt. Vielleicht liegt es an den finnischen Texten, vielleicht daran, dass sie weder mainstream- noch schubladentaugliche Metal spielen.

Dafür punktet der fünfer um Antti »Hyrde« Hyyrynen mit hohem Wiedererkennungswert, sowohl was den Gesang als auch die Melodieführung betrifft. Dennoch ist »SLK« erstaunlich facettenreich: (melodischer) Thrash, Heavy Elemente, Black Metal-Anleihen, ein Kirchenorgel-Placebo (»Panzerfaust«) und das instrumentale »Kolmen Minuutin Hiljaisuus« (»3 Minuten Ruhe«) sorgen dafür, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Bleiben nur die Fragen: Wieso nennen sie sich Stam1na und nicht »sisu«, und: Wofür steht »SLK«? (nat)

   

Raja
(2008, Golden Core/ZYX GCR20034-2)

Ohne Vorgeplänkel rotzen Stam1na direkt mit »Hammasratas« (=Zahnrad) los – mit etwas Phantasie erklärt dieser Titel auch das Coverbild. Bis zum epischen, fünfminütigen Monumentaltrack »Vartijaton« (frei übersetzt »wächterlos«) halten die Thrasher die Höchstgeschwindigkeit durch; ungeachtet des gedrosselten Tempos kommt die »Thrash-Ballade«, äußerst wuchtig daher – dann brettern die Finnen wieder los.

Im Vorprogramm von Apocalypticas »WORLDS COLLIDE« Tour 2007 heizte das Quartett den Hörern genauso ein wie auf »RAJA«. Der Drittling »GRENZE« übertrumpft den Vorgänger; das ein gehörige Schwergewicht, katapultierte die Jungs in ihrer Heimat zu Recht sofort auf Platz eins der Albumcharts: An den verdammt geilen zehn Songs – und dem lässigen Video zu »Lääke« – gibt's absolut nichts zu bemängeln. Anhören! (nat)



Siehe auch:
Apocalyptica

   

Uudet Kymmenen Käskyä
(2006, Sakara Records SKR-009)

And the winner is: Stam1na. Für das Metal-Album des Jahres 2006 gab's die »Emma«, pikanterweise veröffentlicht auf dem Label ihrer Konkurrenten Mokoma. Aber vielleicht ahnten Mokoma schon derartiges: Das selbstbetitelte Debüt »STAM1NAS« anno 2005, ebenfalls auf Sakara Records, hielt sich acht Wochen in den heimischen Album-Charts. Das Quartett aus Lemi, einem kleinen Städtchen in Südkarelien, produziert eine ungestüme Mischung aus peitschendem Schlagzeug, Speed Metal Riffs und luftigen Melodien, aufgelockert durch progressive Elemente.

Eben noch stimmt Antti »Hyrde« Hyyrynen ein melodisches »aaaaahaaaaa« an, da jagen die Instrumentalisten los; schon feuert er in atemberauschender Zungenakrobatik die »NEUEN ZEHN GEBOTE« hinterher – so die deutsche Übersetzung des Openers und Titelsongs. Das Wechselspiel zwischen schweren Bassläufen plus Grunzen, Schreien à la Kotiteollisuus und leichten, fast poppigen Passagen plus Klargesang betreibt die Band elf Lieder lang in Vollendung. Und wenn nach fast 50 Minuten »UUDET KYMMENEN KÄSKYÄ« verhallt, dann dämmert, wieso Stam1na als »Vorzeigeband« oder »Zukunft des finnischen Metals« gilt. (nat)



Siehe auch:
Mokoma
Kotiteollisuus



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2016, Design & Programmierung: Polarpixel