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Alle Rezensionen zu Thorbjørn Risager
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

From The Heart
(2006, Gateway Music GW1019)

Bei den Commitments dürfte Thorbjǿrn Risager sofort mitmachen. Roger Chapman würde mit dem Dänen Brüderschaft trinken und Joe Cocker sich dazusetzen. Mit dieser kraftvollen, erdigen Bluesstimme ist er bei diesen Künstlern in bester Gesellschaft. Risagers Musik passt in eine Kellerbar mit kleiner Bühne, wo der Zigarettenrauch bereits die Sicht vernebelt und selbst die Biergläser schwitzen. Kein Wunder: Der Herr mit Hut und seine bestens aufgelegte Band leisten Schwerstabeit, vor allem die Bläser-Sektion. Da swingen wir gerne mit und schnippsen mit den Fingern dazu.

Von Thorbjǿrn Risager dürfen wir nach seiner ersten Veröffentlichung »FROM THE HEART« viel Gutes erwarten. Aber eines nicht: neue Impulse, die uns überrascht die Ohren spitzen lassen. Der Mann ist ein Traditionalist, der die Stilmitttel von Blues und Soul so souverän beherrscht, als sei er in Chicago aufgewachsen. Aber seinen eigenen Fußabdruck hat er auf diesem reichlich ausgetrampelten Terrain noch nicht hinterlassen. Kann ja noch kommen. Und wenn nicht, können wir gut damit leben, dass Gewissheiten zu den großen Freuden des Alltags gehören. (emv)

Thorbjørn Risager: From The Heart

Offizielle Website

Offizielle Website      www.risager.info

   

Songs From The Road
(CD+DVD, 2015, Ruf Records Ruf129)

Einer der Lieblingsorte des dänischen Bluesgitarristen Thorbjørn Risager und seiner famosen Begleitband ist ein ehemaliges Kino in einer deutschen Provinzmetropole: Das Harmonie in Bonn! Klar, dass der historische Filmpalast die erste Wahl war, als es um die Aufnahmen für ein stimmungsvolles Live-Album ging! Auf »SONGS FROM THE ROAD« zeigen sich Risager und seine Black Tornados in blendender Bühnenlaune: Die Dänen stehen als zehnköpfiges Ensemble auf der Bühne. Vor allem die Bläsergruppe läuft hier neben Meister Risager zu Hochform auf!

Hundert Minuten Konzert, ergänzt durch eine DVD: Langweilig wird es hier jedenfalls nicht! Risager unternimmt eine Tour de Force durch die Stile, vom erdigen Blues über den üppigen Funk bis zum schweißtreibenden Rock. Das ist Old School auf höchstem Niveau, das ist in der Fußballersprache eine geschlossene Mannschaftsleistung, das ist eine anregende Reise, kopfüber in die Nacht. Dass die beiden Backing-Sängerinnen Lisa Lystam und Ida Bang zum Niederknien sind, versteht sich wohl von selbst! (emv)

   

Here I Am
(2008, Cope Records/Edel COPECD138)

Du sollst nicht so viel mäkeln, schimpfte meine Großtante immer, wenn ich mal wieder lustlos im Essen herumstocherte. Das mit dem Stochern hat sich gebessert, das mit dem Mäkeln nicht. Denn an Thorbjørn Risagers dritten Album »HERE I AM« gibt es eigentlich nichts zu herumzumäkeln. Diese supermannstarke, gleichwohl facettenreiche Bluesstimme! Diese Arrangements mit Köpfchen! Diese zu Hochform auflaufende Begleitband! Jetzt aber Schluss mit Mäkeln!

Geht aber nicht: Denn nach wie vor scheut der junge Däne mit der großen Stimme davor zurück, künstlerische Risiken einzugehen. Da wird keiner der selbst komponierten Songs wirklich gegen den Strich gebürstet. Da gibt es keine überraschenden Kapriolen. Da wird keinen Schritt vom breiten Weg des Mainstream abgewichen. Deshalb ist das Album zwar ein Genuss für jeden Blues-Fan mit einem offenen Herzen für Ausflüge Richtung Rhythm'n'Blues und sogar Funk. Aber gleichzeitig ist der Drittling schon fast zu perfekt produziert ausgefallen. Und leider auch so überraschungsfrei wie ein bayerischer Balkonblumenkasten voller roter und weißer Geranien. (emv)



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