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Alle Rezensionen zu Backyard Babies
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Stockholm Syndrome
(2003, Supersonic/BMG 82876.58061.2)

Endgültig Schluss mit den dreckigen »TOTAL 13«-Punkrock-Zeiten – oder doch nicht? »On Your Marks – Get Set« brüllt Nicke gleich zur Einstimmung ins Mikro, und tatsächlich: »Everybody Ready« geht ab wie Nachbars Lumpi. Das nachfolgende »Earn The Crown« dagegen ist mehr Füller denn Knüller – was bei elf Songs und knapp 38 Minuten(!) Spielzeit an Beleidigung grenzt. Gut, es existiert auch eine »STOCKHOLM SYNDROME«-Version mit zwei Bonus-Tracks.

Welch Wohltat dagegen »Pigs For Swine«, das gewaltig aus den Boxen donnert oder »Minus Celsius«. Auch nicht von schlechten Eltern – sondern mit befreundeten Musikern – ist »Friends«, welchen die Babies auf Tour einen Dat-Recorder unter die Nase hielten: Neben Danko Jones, Michael Monroe, L7 und Cardigans, singt auch Joey Ramone – was dieses Stück nach seinem Tod in eine Art JR-Tribut wandelte. (nat)



Siehe auch:
Dregen
Hanoi Rocks
The Soundtrack Of Our Lives
The Cardigans


Zum Artikel über Backyard Babies


Zur Konzertkritik über Backyard Babies

 Backyard Babies: Stockholm Syndrome

Offizielle Website

Offizielle Website      www.backyardbabies.com

   

Four By Four
(2015, Gain Music -)

Nach siebenjähriger (Album-)Pause kehren Nicke, Dregen, Johan und Peder zurück, um den Rock’n’Roll zu retten: »I'm On My Way to Save Your Rock’n‘Roll« betiteln sie demzufolge ein Singalong-Stück auf Album Nummer Sieben.

Ferner leben die Backyard Babies auch auf »FOUR BY FOUR« ihre Fixierung auf die Dreizehn aus: Mit der Single-Auskopplung »Th1rt3en or Nothing« eröffnen die Schwedenrocker den 34-Minüter. Die Palette reicht von (verzichtbaren) Balladen (»Bloody Tears«) bis zu schnellen Rockern (siehe oben). In puncto Durchschlagskraft und Feuer verpassen sie jedoch Granaten wie »Bombed (Out of My Mindestens)« auf »TOTAL 13« um Lichtjahre – oder Ohrwürmer à la »Brand New Hate« auf »MAKING ENEMIES IS GOOD«. War dafür eine Rückkehr wirklich nötig? (nat)

   

People Like People Like People Like Us
(2006, Century Media/SPV 77562-2)

Hellacopters Mastermind Nicke Andersson produziert den Studio-Fünftling und verhilft ihm zu einem anderen Sound. »PEOPLE LIKE PEOPLE LIKE PEOPLE LIKE US« spaltet die Hörerschaft unvermeidlich in jene, die zu »Cockblocker Blues« im übelsten amerikanischen Achtziger-Stil ihre Wohnungseinrichtung zertrümmern oder die, die gerade diesen Song als zeitlos hochjubeln und das gemäßigte Album als Erwachsenwerden der Truppe deuten.

Zum Einstieg rockt der Titeltrack, »Heroes & Heroines« knallt herrlich rein, und Nicke Borg versetzt dem Hörer einen sauberen Kinnhaken namens »Dysfunctional Professional«. Aber spätestens bei der ersten Single-Auskopplung »The Mess Age (How Could I Be So Wrong)« beschließen Punkrocker frustriert, ihr »TOTAL 13«-Tattoo unkenntlich zu machen. Über weite Strecken der Scheibe fehlt der Biss, langweilen Melodien oder phantasielose Texte. Mutieren die Schweden zu »Backyard Oldies«? (nat)



Siehe auch:
The Hellacopters

   

Diesel And Power
(2006, Billion Doll BDB-001)

»DIESEL AND POWER« ist das Debüt der Backyard Babies – nur würden es ihnen wohl die Wenigsten nach Hören von »Bad To The Bone« zuschreiben: So amerikanisch-sleazig klingt der auf ein Intro im Western-Stil folgende erste Song. »Strange Kind Of Attitude« startet dagegen mit einem BBabies-typischen Riff, der später auf »MAKING ENEMIES ...« in ähnlicher Form »Heaven« eröffnet.

Noch weitgehend unpunkig wühlt sich das Quartett eine Stunde irgendwo zwischen amerikanischer Inspiration à la Faster Pussycat und Guns'n'Roses mit skandinavischer Interpretation durch den schlammigen Hinterhof. Ein Großteil der Songs stammt übrigens aus den Demotagen (siehe »FROM DEMOS TO DEMONS«) anno '89-'92, etwa der Titeltrack, »Should I Be Damned« oder Nickes Mikro-Premiere »Strange Kind Of Attitude«. (nat)

   

Tinnitus + Live Live In Paris
(2 CDs, 2005, Abacus/Century Media DCD 33001-2)

Eine zwiespältige Sache, dieses über 90minütige Doppelalbum der Hinterhofbabies: Die erste Scheibe bündelt diverse Hits von »TOTAL 13«, »MAKING ENEMIES IS GOOD« sowie »STOCKHOLM SYNDROM«. Jeder Fan, der eben jene besitzt, kann den ersten Teil getrost als Bieruntersetzer benutzen; zumal die Schweden zehn der zwölf Stücke nochmals auf dem zweiten Silberling live in Paris mitschneiden und dem Hörer somit zu einem akustischen Déjà-vu-Erlebnis verhelfen.

Deutsch mit französischem Akzent mag als erotisch gelten, doch die englische Anmoderation dieser Französin sicher nicht. Zum Glück rockt das Quartett gleich mit dem obligatorischen Gassenhauer »Look At You« los; Nicke streut beständig ein herzhaftes »Fuck« in seine Ansagen, die Fans kreischen. Obwohl der Fronter authentisch rüberkommt, klingen die Instrumente irgendwie um Klassen besser als im Vorprogramm der Social Distortion-Tour 2005. Hut ab – falls es keine Nachhilfe im Studio gab. (nat)

   

From Demos To Demons 1989 - 1992
(2 CDs, 2002, Powerline Records PLRCD007)

Das ist keine Musikgeschichte (oder vielleicht doch), aber hier habt ihr alles: »FROM DEMOS TO DEMONS« - die Teenager-Jahre der Backyard Babies. Amüsiert euch. Wir hatten jedenfalls Spaß, als wir die alten Tapes zusammengestellt haben, so die Schwedenrocker, die als »Tyrant« (Tyrann) mit Tobias Fischer am Mikro begannen.

Aus dieser Ära gibt es nur ein erwähnwertes Stück: »Downtown«, das einen kleinen lokalen Nassjö-Hit darstellte. 1990 wechselte Nicke vom Backgroundsänger zum Frontmann, und die Backyard Babies mit ihrem typischen Sound waren geboren: »Should I Be Damned« von (91) ist sehr repräsentativ dafür, wie wir unsere Songs schreiben und arrangieren, sogar noch heute. (nat)

   

Making Enemies Is Good
(2001, Supersonic/BMG 74321.85958)

Endlich bringen die Backyard Babies das langersehnte Nachfolgewerk von »TOTAL 13« auf den Markt! Im Gegensatz zum Vorgänger klingt »MAKING ENEMIES IS GOOD« etwas gemäßigter, klarer – und leider auch kommerzieller. Feinde machen sich Nicke (Gesang), Dregen (Gitarre), Johan (Bass) und Peder (Drums) damit jedoch keine.

Schon »I love to roll« beweist, dass die vier Jungs aus Nassjö ihre Wurzeln nicht vergessen haben: Über weite Strecken spielen sie harten Rock'n'Roll (»Payback«, »Brand New Hate«, »Too Tough To Make Some Friends«). In balladenartigen Songs wie »Colours« und »Ex-files« gelingt es Nicke seine Reibeisen-Stimme in den Vordergrund zu rücken. Sehr gelungen: Die Wegfahr-Hymne »Heaven«. (nat)



Siehe auch:
Mary's Kids

   

Independent Days
(2 CDs, 2001, MVG Records MVG145)

Mit »Look At You« legen die Babies mächtig los – wie auch bei fast jedem ihrer Gigs. Weiter geht's mit noch mehr Stoff vom legendären »TOTAL 13«-Album, dazwischen ein paar EP-Stücke, Single B-Seiten, das »Babylon«-Cover der kalifornischen Faster Pussycat, »Rocker«, featuring Michael Monroe und auf der zweiten CD rocken die Schweden live ab, ursprünglich auf der »SAFETY PIN & LEOPARD SKIN«-Compilation veröffentlicht.

Wer also bisher alle Scheiben des Quartetts angehäuft hat, findet auf »INDEPENDANT DAYS« fast nichts Neues. Sogar die beiden Videos zu »Look At You« und »Highlights« kann man sich auch auf der bandeigenen Website anschauen. Fazit: Nur lohnend für alle, die erst ab »MAKING ENEMIES« gekauft haben, oder für bedingungslose Sammler. (nat)



Siehe auch:
Michael Monroe

   

Total 13
(1998, Aani MVGCD135)

Seit sich Gitarrist, Oberposer und Hellacopters-Gründer Dregen wieder voll und ganz den Backyard Babies widmet, geht dort mächtig die Post ab. Wer auf kompromisslosen Rock'n'Roll abfährt, wird das zweite Album der vier Schweden lieben. Gitarre, Bass und Schlagzeug brennen sich unbarmherzig in die Hörmuscheln ein – nicht nur bei den Songs »Look At You« und »Bombed (Out Of My Mind)«, den beiden härtesten auf »TOTAL 13«.

Der Albumtitel ist Programm: Nicke und seine Mannen halten ihr Niveau von der ersten bis zur letzten Sekunde der dreizehn einmaligen Stücke. (nat)



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