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Alle Rezensionen zu Lowlife Rock'n'Roll Philosophers
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Violent Calm
(2006, Seeker Seeker 4)

Pori. Postrock-Metropole. Stoner-Rock-Hochburg. Außerhalb Finnlands weitgehend unbekannte Hauptstadt experimenteller, anarchischer, unberechenbarer rockmusikalischer Kollektive, die untereinander in fast inzestuöser Weise vernetzt sind. Die Philosophers bringen auf ihrer zweiten Veröffentlichung mit dem überaus treffenden Titel »VIOLENT CALM« neue Komponenenten in die dunkleren Gefilde der Genres: Leichtigkeit. Sinn für die Eingängigkeit von Popharmonien. Jazziges. Verspielheit. Und vor allem die Stimme von Noora Tommila. Die hier eine ebenso kraftvoll-verträumte Mädchenhaftigkeit entwickelt wie die ähnlich wunderbare Harriet Wheeler von den End-80er-Indiepopheroen The Sundays.

Von wegen inzestuös: Bei den Philosophers sind Mitglieder von Magyar Posse, Moon Fog Prophet, Starflower und Eleanoora Rosenholm aktiv. Erstaunliche Banddichte für eine Kleinstadt von knapp über 70.000 Einwohnern, wobei noch nicht mal die Heroen von Circle mit eingeschlossen sind. Die Philosophers pflegen das lichte Schwarz, lieben den sanften grauen Regen, kultivieren süchtig machende repetitive Klangmuster. Entdecken die Stärke von Naivität. »VIOLENT CALM« ist eine innerhalb und außerhalb Finnlands völlig zu Unrecht untergegangene Veröffentlichung, die eine zur Kapitulation zwingende Sogwirkung entwickelt. Zum Immer-Wieder-Hören. Und Staunen. (emv)



Siehe auch:
Magyar Posse
Moon Fog Prophet
Starflower
Eleanoora Rosenholm

 Lowlife Rock

Offizielle Website

Offizielle Website      www.lowlifemusic.net

   

Welcome To The Dawn Of A New Time
(2009, Solmu Records OLOCD002)

Nach der Sturm- und Drang-Periode des Vorgängeralbums »VIOLENT CALM« wenden sich die Philosophers der Romantik zu. Bloß nicht zu verwechseln mit blöder Gefühlsduselei, sondern mit dem bewussten Nachspüren verästelter Seelenregungen abseits breiter Wege. Auf der Suche nach der Welt jenseits der Rationalität, nach den verschwommen erahnten Emotionen. Ohne Absicht sich treiben zu lassen, vielleicht am Ende etwas finden, aber vor allem: Unterwegssein! Mit Unterstützung eines bewusst empfindsamen Pianos, das Schumann ebenso nahesteht wie den Heroen des Jazzklaviers. Was Wunder, ist doch Pori, die Heimbasis der Philosophers, die finnische Sommer-Jazzhochburg!

Darüber liegt die mädchenhaft-kraftvolle Stimme von Noora Tommila. Sie allein ein definitiver Grund für den Kauf dieses Albums. Nie wirklich zu fassen, irgendwo changierend zwischen zurückgenommener Popharmonie und verhaltenem Experimentalismus. Nie eskapistisch, immer geheimnisvoll. Immer wieder vertraut anders. Die Philosophers sehen sich als »Wölfe der Nacht«, dem Titel eines der am nachdrücklichsten wirkenden Songs. Wir hören ihren Ruf, wir haben irgendwie Angst, ihm zu folgen, und müssen doch, unbedingt. (emv)



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