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Alle Rezensionen zu Shogun Kunitoki
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Vinonaamakasio
(2009, Fonal Records FR-62)

Orgelmeditation. Laut darf man es nicht sagen, aber dieser Begriff fasst sehr schön zusammen, was Shogun Kunitoki auf ihrem Zweitling »VINONAAMAKASIO« hauptsächlich betreiben: Eine glückliche Verbindung von psychedelischer Experimentierlust und sakraler Ästhetik. Das Instrumentalquartett aus Helsinki, bestens beheimatet beim Fonal-Label, der ultimativen finnischen Adresse für alle schrägen und verqueren Töne, pflegt eine Underground-Affinität zur experimentellen Innerlichkeit. Mit Postrock hat das nicht viel zu tun, trotz der endlos ausufernden Songstrukturen. Eher mit einer klassischen Pilgerfahrt mit ungewissem Ausgang.

Die Orgel. Sie schreit, sie fleht, sie ist aggressiv, sie ist zärtlich, sie ist einfühlsam, sie ist bekifft, sie wütet, sie holt tief Atem, sie denkt laut nach. Das reicht,dass sich die bei aufmerksamen Hörern die Haare auf dem Unterarm unversehens aufmerksam aufstellen. Weil diese Mischung aus vor sich hin mäandernden chemisch initiierten Tagträumen und handfeste-traditionalístischem Handwerk solche unerwarteten Nebenwirkungen erzeugt. Aber, um ein wenig zu mäkeln: Die letzte Leidenschaft fehlt hier. Die Bereitschaft, tatsächlich dauerhaft vom Weg abzuirren. Trotzdem bleibt das Album beunruhigend genug. Um wirklich Angst zu machen, müssen Shogun Kunitoki aber noch ein paar Scheite auf den Scheiterhaufen auflegen. (emv)

 Shogun Kunitoki: Vinonaamakasio

Offizielle Website

Offizielle Website      www.shogunkunitoki.com



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