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Alle Rezensionen zu Kvelertak
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Kvelertak
(2010, Indie Recordings INDIE049CD)

Frühe Satyricon treffen Hellacopters. Wie bitte? Genauso klingt der Opener »Ulvetid« der Norweger Kvelertak (deutsch: Würgegriff): Punk'n'Roll-Gitarren des Saiten-Trios Bjarte Lund Rolland / Maciek Ofstad / Vidar Landa vermengen sich mit dem infernalischen Fauchen des Fronters Erlend Hjelvik während Bassist Marvin Nygaard und Schlagzeuger Kjetil Gjermundrød fröhlich durchs Gehölz rumpeln. Im anschließenden »Mjød« packt das Sextett ein paar Chöre á la Viking Metal und eine winzige Folkmelodie dazu, »Fossegrim« ist ein brachialer Schwarzmetall-Stampfer.

Überhaupt groovt das komplette Debüt »KVELERTAK« der 2007 gegründeten Kapelle aus Stavanger / Rogaland wie die Sau. In perfekter Symbiose krachen dreckiger Punk und frostiger Black Metal mit norwegischen Texten aus den Boxen. Als Gäste mit dabei: Hoest (Taake), Andreas Tylden (JR Ewing / Altaar), Ivar Nikolaisen (Silver). Kompliment: Selten hatte ich so einen Ohrwurm wie von »Sjøhyenar (Havets Herrer)«. Schnell ein paar Pentagramme auf den Petticoat gestickt und die Höllenparty kann steigen. Mehr davon! (nat)



Siehe auch:
Satyricon
Hellacopters
Altaar
Taake

 Kvelertak: Kvelertak

Offizielle Website

Offizielle Website      kvelertak.com

   

Nattesferd
(2016, Roadrunner -)

Kvelertak sind nicht nur eine verdammt geile Liveband, deren Fronter Erlend Hjelvik immer noch Spaß dran hat sich regelmäßig von der Bühne in die Menge zu stürzen, sondern bringen diese Spielfreude auch auf ihren Alben rüber. »NATTESFERD« lautet der dritte Black-Punk-Roll-Prog-Streich der Norweger, der noch eine Spur experimenteller klingt als die beiden Vorgänger – und laut Band live eingespielt wurde.

Wer nach der ersten Single-Auskopplung »1985« - mit hypnotisch-wiederholten Riffs, die dem entsprechenden Jahrzehnt huldigen – ähnliches von der restlichen Scheibe erwartete, dem ruft das Sextett bereits mit dem Opener ein lautes »Verarscht!« zu: In »Dendrofil For Yggdrasil« kombinieren Kvelertak in bewährter Manier schwarzmetallisch angehauchte Gitarren und Drums mit finsteren Screams, unterbrochen von ruhigeren, instrumentalen Einschüben. Im Titelstück dagegen zieht die Truppe dagegen ordentlich groovend durch die benachbarte Schwedenrock-Landschaft. Im weiteren Verlauf streifen die Norweger neben den erwähnten Genres auch Hardrock (»Ondskapens Galakse«) und psychedelischen Doom (»Nekrodamus«). Ein starkes Album, bis dato das differenzierteste – und das erste mit einigen unnötigen Längen. (nat)

   

Meir
(2013, Roadrunner M22553)

Wahnsinn… ist Kvelertaks selbstbetiteltes Debüt tatsächlich schon drei Jahre alt? Höchste Zeit, dass die zweifach mit dem Spellemannsprisen ausgezeichneten Norweger (beste Newcomer und beste Rock Band) nachlegen.

Und welch »Überraschung«: »MEIR« reicht definitiv nicht an das Paukenschlag-Debüt ran. Das Sextett aus Stavanger hat einen unglücklichen Opener gewählt, »Åpenbaring«, der nur drei Minuten dauert – und nach knapp zweien erst richtig anfängt. Es folgt »Spring Fra Livet«, dominiert von wildem Geschrei, »Trepan« das sehr schwarzmetallisch beginnt, bis Kvelertak schließlich mit »Bruane Brenn« endlich den ersten richtigen Groover auffahren. Eine Beinah-Ballade (»Evig Vandrar«) und einen leichten Groover (»Snilepisk«) später, kommen die Jungs endlich in Fahrt: »Månelyst« ist der erste geile Song. In »Nekrokosmos« sind sie zunächst noch wach, dann wird’s langatmig … er dauert knapp sieben Minuten. »Undertro« klingt mir zu sehr nach AC/DC, »Tordenbrak« ist ganz nett und das finale »Kvelertak« reißt das Ruder auch nicht mehr rum.

Fazit: Leider ein nur überdurchschnittliches Album – da helfen auch die drei Gitarren nichts. (nat)



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