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Alle Rezensionen zu Hafliði Hallgrímsson
(Genre »Klassik«, Land »Island«)

 

Truls Mørk plays Hallgrímsson – Cello Concerto · Herma
(2010, Ondine/Naxos 1133-2)

Hallgrímsson begann selbst als Cellist, und so geht man sicher nicht zu weit, wenn man seine beiden Cellokonzerte (auch) autobiografisch liest. Die lebenslange Kenntnis des Instruments ist in diesen Werken exzellent herauszuhören. In den dreißig Minuten des Truls Mørk gewidmeten und 2003 beim Ultima Festival in Oslo uraufgeführten Cellokonzerts schöpft der Komponist effektvoll den gesamten Orchesterkörper aus, während er, angeregt von Griegs »Berceuse«, ein Wiegenlied in sinfonischer Form schrieb. Eine surreale Qualität, vom Melancholischen ins Düstere wandelnd, reich an komplexen Stimmungen und sensiblen Schattierungen, immer wieder alptraumhaft und beruhigend im Wechsel. Schlagzeug und Percussion sind ein wesentliches Element in diesem grandios detailreichen Klangrausch.

»Herma« dagegen, eine knappe halbe Stunde lang und 1994/95 entstanden, ist ruhiger, introspektiver, das Cello viel mehr in den Vordergrund gestellt als im verschlungenen Dialog zwischen Solist und Orchester des neuen Werks. Cello und Ensemble bleiben vorwiegend im lyrischen Tonfall. In beiden Fällen handelt es sich um erstklassige Referenzeinspielungen mit Musikern in Bestform und um wertvolle Beiträge zur zeitgenössichen Celloliteratur, die man sehr gerne häufiger auf den Spielplänen der Konzerthäuser wiederfinden dürfte. (ijb)



Siehe auch:
John Storgårds, Lapland-Kammerorchester: Nordgren u.a.
Storgårds dirigiert Nørgård
Storgårds & Avanti!: Hämeenniemi

Hafliði Hallgrímsson: Truls Mørk plays Hallgrímsson – Cello Concerto · Herma

Offizielle Website

Offizielle Website      www.hallgrimsson.org.uk



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