Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Pust
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Julero
(2011, Kirkelig Kulturverksted)

Andächtig und auf angenehme Art zurückgenommen. Verspielt und verträumt: So will das A-Capella-Sextett Pust aus Oslo den Geist der Weihnacht auf eine sehr sinnliche Art in die Gegenwart zurückholen. Unverkitscht und konkret. Scheinbar unzeitgemäße Werte wie Besinnung und Demut stehen im Zentrum von »JULERO« (Weihnachtsstille), aber die Sechs machen mühelos mit der Kraft ihrer Stimmen klar, dass hier keine sentimentalen alten Zöpfe geflochten werden. Vergleiche mit den großen skandinavischen A-Capella-Größen wie The Real Group oder Rajaton brauchen die Norweger übrigens nicht zu scheuen, so frisch, selbstbewusst und von souveräner Leichtigkeit kommen sie hier daher.

»JULERO« versammelt eine fein ausgewählte Mischung traditioneller (skandinavischer) Weihnachtslieder und eigenen Kompositionen. Gerade letztere flirten ausgiebig mit dem Pop, ohne dabei jemals ins Süßlich-Sentimentale abzugleiten. Kleine Höhepunkte sind hier »Romjulsdrdrøm« über ein Mädchen-Junge-Feiertagsabenteuer mit dem Besuch der Großmutter oder »I Et Litte Hus« (das kleine Haus) und der Rückkehr der Großstadt-Yuppies ins kleine Heimatdorf. Augezwinkernd voller Heiterkeit. Weihnachten ist doch ein Grund zur Fröhlichkeit! Sagt sogar der Papst! Pust singen den Soundtrack für die lange Zeitspanne, wenn die blaue Dämmerung hereinbricht und die Kerzen am Baum angezündet werden. (emv)



Siehe auch:
The Real Group
Rajaton

 Pust: Julero

Offizielle Website

Offizielle Website      www.pust.org/

   

Fryktløs
(2014, Grappa GRCD 4417)

Mit ihrer Weihnachts-CD hatten sie durchschlagenden Erfolg, aber zum Glück ist nicht ganzjährig Weihnachten, so können sich Pust (und wir auch) anderen Aspekten zuwenden. Das Vokalsextett hat sich zum zehnjährigen Bestehen eine aparte Melange aus Folk und Pop zu eigen gemacht, hier und da swingen sie auch (»Alt Eg Kann«). Die Songs sind recht verschieden: Hier klingen Pust eher verspielt, dort fast ein wenig streng.

Das gesangliche Niveau ist hoch, sie intonieren sehr sauber und schreiben ihre Arrangements mit viel Gespür für Harmonien und gelegentliche herrliche Dissonanzen. Die Stücke stammen großteils von den Mitgliedern selbst. Alle haben ihre Solo-Passagen und meistern diese problemlos. Im Ohr bleiben der Titelsong und »Plass I Hjertet«, auch die Ballade »Fred« überzeugt. Ganz toll ist »Slitt Pyjamas« mit einem funky Rhythmus und Rap-ähnlichen Passagen. Kurz vor Schluss überraschen sie sogar mit einem feinen Cover von Nik Kershaws »The Riddle«, wobei sie dem Klassiker einen neuen Text samt Titel bescheren: »Vandring«. Als Fazit ein schlimmer Kalauer: All das ist keineswegs fruchtlos, aber aus der Puste kommt man beim Hören auch nicht. (tjk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel