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Alle Rezensionen zu BJ Nilsen
(Genre »Avantgarde«, Land »Schweden«)

 

Eye of the Microphone
(2013, Touch/Cargo TO:95)

Vielseitige Collagen aus »Field Recordings« (gesammelten Tonaufnahmen von Geräuschen und Alltagsklängen) bilden den Großteil der Diskografie des Schweden Benny Nilsen (*1975). Beim jüngst dreißig Jahre alt gewordenen Label Touch befindet er sich in bester Gesellschaft mit einigen der besten in diesem Genre, den Norwegern Jana Winderen oder Geir »Biosphere« Jenssen etwa, dem Exil-Deutschen Thomas Köner oder dem britischen Altmeister Chris Watson. Im Grenzbereich zwischen Musique Concrète und flirrendem Ambient bewegt sich Nilsens London-Album »EYE OF THE MICROPHONE«, mit drei langen, komplex geschichteten Kompositionen über 45 Minuten.

Einerseits lädt Nilsen uns hier ein zu Spaziergängen durch die Großstadt, Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, Wind und Wetter, vereinzelte Vögel am Wasser und multilinguale Einwohner inklusive. Andererseits aber gewinnen die Klangelemente ein neues Eigenleben als Motive und Material innerhalb surrealer Reisen in eine Art Parallelwelt, die Nilsen »Londonium« nennt. Denn natürlich belässt er es nicht dabei, die (Um-)Welt originalgetreu nachzubauen, sondern setzt die Aufnahmen in unerwartete Beziehungen und in die Nachbarschaft synthetischer Sounds. Die stärksten Momente gelingen BJ Nilsen immer dann, wenn sich scheinbar unvereinbare Klänge zu einem Drone-Fluss verbinden und man eingeladen wird, sehr genau hinzuhören — natürlich am besten über Kopfhörer, es sei denn, man lebt selbst in einem Tonstudio. (ijb)



Siehe auch:
BJ Nilsen & Chris Watson
Simon Phillips with BJ Nilsen
Thomas Köner
Jana Winderen

BJ Nilsen: Eye of the Microphone

Offizielle Website

Offizielle Website      www.bjnilsen.com



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