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Alle Rezensionen zu The Crash
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Melodrama
(2004, WEA 50504671828-2)

Flashdance mit The Crash. In Finnland längst Chartsbesetzer, hört man sie hier vorerst mit ihrem Hit »Star« in der Ebay-Fernsehwerbung. Ist der Song schon auf dem Vorgängeralbum »WILDLIFE« zu finden, so macht er sich als marketingstrategischer Bonustrack erneut hörbar auf dem dritten Werk »MELODRAMA«.

Ein Album, wie ein Musical. Mit einleitendem Prolog, opulenten Hörbildern und jenem charmantem textlichen Witz, der den Finnen seit jeher ihre musikalische Berechtigung gibt. So zerren sie ihre scharlachroten Liebeslieder ins Reich der Neonlicht-Musik, ihre 80er Synthies und E-Gitarren direkt ins Rampenlicht des flackernden Discofloors. Wem diese Stücke zu dick aufgetragen erscheinen, möge sich die jungen Finnen tanzend in ihrem Liedertheater vorstellen. Aufgedonnert wie einst John Travolta, und alles mit einer großen Portion Humor nehmen! Coolness zählt nicht, Rocklust schon. (lic)



Siehe auch:
Rajaton
Magenta Skycode
Verschiedene: Hyvää Ja Kaunista – Radiomafia-live Vol. I


Zum Artikel über The Crash

The Crash: Melodrama

Offizielle Website

Offizielle Website      www.thecrash.com

   

Pony Ride
(2007 007)

Es ist traurig. Etwas Entscheidendes ist verlorengegangen. Wie konnte es geschehen, dass dem überaus talentierten Popsongwriter Teemu Brunila die Ideen ausgehen und die Meister des Kitschpops beliebige Dutzendware abliefern? Und beim Preis für die peinlichstem Lyrics auf eine Spitzenposition drängen? Leider ist »PONY RIDE«, die vierte Veröffentlichung des Quartetts aus Turku, in weiten Teilen ebenso uninspiriert geraten wie das unsägliche Albumcover. Die Grenze zum Dudelschlager rückt bedenklich in Sichtnähe. Da nützen auch die Backing Vocals der wunderbaren Nicole Willis nichts.

Nur in Momenten finden The Crash zu früherer Größe und dem beherzten Bekenntnis zu großen Melodramen in Cinemascope – wie etwa in der Herzschmerzballade »Thorn In My Side« oder dem fröhlichen »Reasons To Sing«. Aber das reicht nicht. Was fehlt? Die naive Unschuld vielleicht? (emv)



Siehe auch:
Nicole Willis

   

Selected Songs 1999 – 2005
(2005, Warner)

The Crash verlangen ihren Freunden eine Menge Geduld ab. Seit der wunderbar kitschigen Pop-Perle »MELODRAMA« ist die Band um Teemu Brunila zum Trio geschrumpft. Neues Material: Fehlanzeige. Und nach nur drei Alben ein Best-Of-Album vorzulegen – das ist vermessen. Die Suche nach einer neuen Plattenfirma, der Abschied von der alten: Reines Kommerzdenken steht, so scheint's, hinter der Veröffentlichung von »SELECTED SONGS 1999 – 2005«.

Die gute Nachricht: Von den drei neuen Songs stehen die dick auftragene Schmacht-Ballade »Thorn In My Side« und das fröhliche »Big Ass Love« in guter Crash-Tradition. Puristen werden hier kleine Meisterwerke wie »Phoebe« oder »Trouble« vermissen, doch Videos und ein Interview runden die Compilation ab, und 2006 soll es ein »richtiges« Album geben. Geben wir The Crash also noch eine Chance. (emv)

   

Wildlife
(2001, Warner 0927403825)

Sie stellen es mit ihrem zweiten Album und der sprichwörtlichen Schokoladenseite unter Beweis: The Crash haben sich ihre Hingabe zum Schmachtpop behalten. Dabei zeigt sich ihr instrumentelles Repertoire von Harfe bis Stromgitarre umfangreicher als erwartet.

Es ist zudem nicht zuletzt der sehnsuchtsvolle Gesang Teemus, der »WILDLIFE« den grundlegenden Schmacht-Tenor gibt. Diskorhythmen, Vocoder und Synthies stehen in Konkurrenz zu jenen halbakustisch arrangierten Songs, die ihren Charme aus molligen Tönen beziehen. Einzig »New York« versucht sich am Rock und damit leider auch am Grotesken. (lic)

   

Comfort Deluxe
(1999, Warner 3984-27897-2)

Wenn das Land der wilden Namen Musik exportiert, dann spätestens seit ihrem Debüt »COMFORT DELUXE« auch Pop, der vielmehr britisch orientiert und so ganz und gar nicht nach Finnland klingt.

Sich nach Liebe verzehrende Streicherarrangements, schmerzverzerrte Gitarren, ein nachdrücklicher Bass und jede Menge süßliche Pianos und Synthesizer ebnen den Weg für The Crashs schöpferischen Werdegang. Sie spielen in Bildersprache, kristallisieren jeden Ton derart heraus, dass das Gesamtwerk auf einen großen musikalischen Hintergrund schließen lässt - sowie auch auf das Können, dieses im Studio umzusetzen. (lic)



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