Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Under Byen
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Det Er Mig Der Holder Traerne Sammen
(2002, Plade Selskabet/SPV 539430.2)

Liebe Björk,
du wirst bestimmt neidisch sein, solltest du einmal Under Byen und besonders deren Sängerin Henriette Sennenvaldt lauschen. Oder zumindest hättest du plötzlich das Gefühl eines Deja vu. Denn mit einem Mal ist da wieder dieser Sound, der sofort eine Gänsehaut verursacht. Es ist diese spröde, zerbrechliche Stimme, wie sie beim Ein- und Ausatmen knistert und fast bricht. Es sind diese vermeintlich unfertigen Songs, die so viel Raum eröffnen und nicht zu Ende sind, auch wenn sie zu Ende sind. Und es ist da wieder das Tasten der Instrumente, während Sennenvaldts Stimme sich Orientierung verschafft.

Nichts gegen deinen späten artifiziellen Kammerpop, liebe Björk, wirklich nicht. Der geht in Ordnung und würde uns fehlen, wäre er nicht mehr da. Aber seit wir einmal Under Byen gehört haben, haben wir deren CD nicht wieder richtig weggeräumt. Irgendwie ist da mehr Herz. Sorry. (frk)



Siehe auch:
Björk
Sofus Forsberg


Zum Artikel über Under Byen

 Under Byen: Det Er Mig Der Holder Traerne Sammen

Offizielle Website

Offizielle Website      underbyen.dk

   

Samme Stof Som Stof
(2006, PIAS 556.4746.020)

Es lebt. Das ist das wichtigste Markenzeichen dieses famosen Albums. Waren die Vorgänger noch Instant-Packungen für Momente, wo man gerne Elfen im Zimmer entdecken mochte, klingt »SAMME STOF SOM STOF« noch lebendiger, tiefgründiger und düsterer. Das Oktett aus Aarhus erhebt sich mit obskuren Instrumentarium zu einem dringlichen Vortrag, irgendwo zwischen Fiona Apple, Björk und der Seeräuber Jenny.

In der Larmoyanz singender Sägen, in der balladesken Art, wie das Holzxylophon geschlagen wird, und im kehligen Timbre von Sängerin Henriette Sennenvaldt spiegeln sich sämtliche emotionalen Extreme und erhalten gleichzeitig eine geheimnisvolle Verschlossenheit, die den Hörer fesselt und fordert. So schräg, so ungestüm, so organisch kann Popmusik sein! (maw)



Siehe auch:
Murder

   

Live At Haldern Pop 2003
(EP, 2004, Haldern Pop Recordings 0021454)

Flirrender Feenstaub umhüllt dämonisch die acht Individualisten. Und dort, wo der schwebende Schleier aufreißt, gibt er den Blick frei auf eine verhuschte Inszenierung. Das bizarre, behutsam eingesetzte Instrumentarium macht aus den vier Elegien wunderbar verlockende, aber auch intrigierende Landschaften.

Geheimnisvolle Lärmkaskaden auf abwegigem Geröll, verängstigte Dissonanzen auf gleißenden Gletscherbahnen und atmosphärisch-näselnde Gesangsmalerei auf zerfahrenen Gras-Inseln. Alles überpudert mit lavierender Entrücktheit und befreiender Ausstrahlung. Kein Wunder also, wenn man beim nächsten Skandinavien-Urlaub in brausenden Wasserfällen Gesichter und Erscheinungen zu sehen vermag und hinter jedem moosüberwucherten Stein eine entlegene Elfenbehausung vermutet. (maw)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel