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Alle Rezensionen zu Jienat
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Mira
(2010, Eigenverlag JNCD002)

Andreas Fliflets Projekt »Jienat« muss im geografischen Kontext gesehen werden: Seine neue CD entstand im eigenen Studio in Hammerferst, 100 Meter vom arktischen Ozean entfernt, in einer Gegend, wo sich vor 5000 Jahren nur Fischer und Jäger mit einem gewissen »klimatischen Masochismus« niederließen. Die ruhigen Passagen musste er aufnehmen, wenn mal kein Sturm tobte oder keine Propellermaschine startete. Überwiegend gibt es Percussion und samische Joiks zu hören, ab und zu gesellt sich auch ein Bass dazu.

Mit traditioneller Musik hat das Ganze recht wenig zu tun: Der Multiinstrumentalist transformiert wie Wimme oder Johan Sara Jr. samische Eigenheiten in einen modernen Kontext; gesungen wird in Schwedisch, Spanisch, Nordsamisch, Kildin-samisch und Inari-samisch. Und: Die CD dürfte wohl die erste Weltmusik-CD sein, die in klanglich hervorragendem 5.1-Surround aufgenommen wurde und zusätzlich noch als Blue-Ray-Disc beiliegt, verpackt iom typisch blauen Blueray-Hülle. Und das Ganze noch im Eigenverlag erschienen – Respekt! (peb)



Siehe auch:
Wimme
Johan Sara Jr
Väsen
Mari Boine

 Jienat: Mira

Offizielle Website

Die CD »Mira« war »CD des Monats« im Monat 5 / 2010.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Oh, mir als Joik-Neuling werden die Ohren hier gehörig durchgepustet, schön! Leidenschaftlich, temperamentvoll, experimentierfreudig und überaus lebendig, was Jienat hier bieten! Ich würde die Truppe liebend gerne einmal live erleben, aber dafür müsste ich mich wohl in Richtung Hammerfest auf den Weg machen ...
Eva-Maria Vochazer

Ein Musikwissenschaftler hat anno dazumal geäußert, die Samen seien das einzige Volk der Welt, das keine Musik habe. Er hat den Joik wohl nicht kapiert. Nachdem der Gesang dann so gut wie ausgestorben war, ist er heute vorbildlich reanimiert - dank Veröffentlichungen wie dieser. Toller Einsatz für eine noch tollere Musikform!
Sebastian Pantel

Mit dem Surround-Sound hockt man quasi mittendrin im Schamanen-Zelt, und die Trommeln dröhnen sakrisch! Aber stellt's Euch vor, Ihr wärt im »Mutanten-Stadl«, und statt den Joiks quäkten Hansi Hinterseer, Florian Silbereisen, Marianne und Michael oder Andy Borg aus den vielen kleinen Boxen - das wär'erst ein Graus! Dann doch lieber dieser Tanzflur-Joik.
Tim Jonathan Kleinecke

Beachtenswert empfinde ich, dass sich da ein Typ weit oben am Eismeer aufmacht, eine Bluray/Surround/CD, die ja doch eine hochwertige Technik benötigt, fast im Alleingang selbst herauszubringen. Klar: Das Mastering und den Mix hat er vom Osloer Klassik-Label 2L machen lassen, die sehr viel Erfahrung damit haben. Trotzdem: Hut ab!
Leif Haugjord

Offizielle Website      www.jienat.com

   

Daja
(2000, Eigenverlag JNCD0001)

Mari Boine ist weder die einzige noch die beste samische Sängerin, die Tradition mit neuzeitlichen Rock-, Jazz- und Folk-Klängen verknüpft. Auch Marit Hætta Øverli, die auf ihrer eigenen CD hart am Kitsch vorbeischifft, leistet als Stimme von Jienat Meisterliches: Ihre kraftvollen und angenehm melodischen Joiks fungieren als prachtvolles Zugpferd für das rhythmusbetonte Treiben der Restband.

Andreas Fliflet aus Hammerfest – als Bassist, Zweitsänger und derjenige, der immer darauf achtet, dass die Mitglieder ihre Flugzeuge nicht verpassen, wohl der eigentliche Chef der Band – schrieb die meisten der Songs, in denen bisweilen der nachbarliche Rasenmäher eine wichtige Rolle spielt. Und gleich drei Perkussionisten, u.a. bereits tätig für Northern Voices und Väsen, fabrizieren im Verbund mit Andreas' pantherartig pirschendem Bass prachtvoll synkopische Grooves. Ein musikalischer Leckerbissen, der – man glaubt es kaum – ganz ohne Keyboards und Sampler auskommt. (peb)



Siehe auch:
Marit Hætta Øverli
Northern Voices



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