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Alle Rezensionen zu Tore Bruvoll & Jon Anders Halvorsen
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Nattsang
(2004, Grappa/Nordpool HCD 7194)

Vorsichtig, wie ein scheuer Mensch, der sich in einem neuen Raum erst orientieren muss, meldet sich Tore Bruvolls akustische Gitarre mit kristallklarem Klang zu Wort, an Knut Reiersrud folkloristische Pracht erinnernd. Dann folgt majestätisch Jon Anders Halvorsens naturbelassener Tenor. Immer wieder haucht Arve Henriksens Trompete dazu mit heiserem Ton.

Auch Perkussion (Per Oddvar Johansen) und Bratsche (Gjermund Larsen) heben ab und zu die Hand; ansonsten wirkt dieser »Nachtgesang« ganz durch die Charakterstärke von Halvorsen/Bruvoll, die in Norwegen unter Bruvoll/Halvorsen bekannt sind. Die Telemarker Volkslieder und mittelalterlichen Balladen inszenieren sie pointiert, poetisch, kraftvoll und gleichzeitig zärtlich: introvertierte Folklore, die mit ihrer bescheidenen Eleganz eher in die Kirche als in die Kneipe passt und die allerbesten Momente eines Angelo Branduardi übertrifft. (peb)



Siehe auch:
Arve Henriksen
Knut Reiersrud
Vigleik Storaas Trio
Gjermund Larsen Trio

Tore Bruvoll: Nattsang

   

Trillar For To
(2007, Heilo/Galileo HCD 7217)

Mittelalterliche Balladen, die nach Blues, Bluegrass, Country und Pop klingen? Das soll zusammen passen? Wenn Jon Anders Halvorsen und Tore Bruvoll ihre begabten Finger im Spiel haben, kann man sich kaum vorstellen, dass die Songs einmal anders geklungen haben. Die üblicherweise nur aus Gesang bestehenden Lieder werden ausgebaut mit modernen Band-Arrangements und unterlegt mit feinen Melodien, zeitgenössischen Folk mit einem Bein in der Vergangenheit.

»Svend I Rosengård« und »Kongsdøtrene« sind solcherart elegante Folksongs, bei denen man nur am traditionellen Singstil von Halvorsen ihr betagtes Alter erkennt. Über vierzig Musiker waren an den aufwändigen Aufnahmen beteiligt und sorgten unter anderem dafür, dass aus »Møllardottera«, ein lupenreiner Country-Schunkler à la Calexico wurde. Schön zu wissen, dass das musikalische Erbe Norwegens weiterlebt. (jew)



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