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Alle Rezensionen zu Nightwish
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Imaginaerum (The Score)
(2012, Nuclear Blast NB 2993)

Tuomas Holopainens Leidenschaft gilt seit jeher der Filmmusik – et volià: Hier ist er, der Soundtrack zum Film »IMAGINAERUM (THE SCORE)«. Wobei ich mich frage, wieso dieser unter Nightwish läuft: Die 13 Lieder basieren auf Holopainens »IMAGINAERUM« (2011), auf seinen Ideen und Visionen, sind aber allesamt bis dato unveröffentlichte Neuinterpretationen des Flötisten Petri Alanko.

Der Nightwish-Mastermind blieb während des Entstehungsprozesses zwar in ständigem Kontakt mit Alanko, doch ließ ihm freie Hand: »Go ahead and fool around with the songs. Make them all alive in your own way«. Das Ergebnis begeistert ihn: »That was just overwhelming and breathtaking«. Mächtige, bombastische Klanglandschaften dominieren, es gibt kaum Gesang (nur in »Deeper Down«, sowie kurz in »Orphanage Airlines« und »Undertow«). Wichtig war Tuomas, dass die Musik auf den Film fokussiert ist: jedes Stück bezieht sich auf eine Filmszene; dennoch soll jedes einzelne auch für sich selbst funktionieren.

»IMAGINAERUM« ist ein emotionales Fantasy-Abenteuer, dessen Handlung auf zwölf Ideen Holopainens basiert, die der Regisseur Stobe Harju zu diesem Film verarbeitet hat. Es erzählt die Geschichte des betagten Komponisten Tom, der unter schwerer Demenz leidet. Geistig findet er sich in der Vorstellung eines zehnjährigen Jungen wieder, fällt schließlich ins Koma. Währenddessen versucht seine Tochter Gem in der realen Welt, die Verbindung zu ihrem Vater wiederherzustellen. Oder mit Holopainens Worten: »It's all about praising life and life's beauty, imagination and all the strife and the bad stuff we have to face«. Der in Kanada gedrehte Film soll am 10. November 2012 seine Premiere in der Helsinkier Hartwall Arena feiern, begleitet von einem Konzert Nightwishs. (nat)


Zur DVD-Rezension über Nightwish


Zum Artikel über Nightwish

 Nightwish: Imaginaerum (The Score)

Offizielle Website

Offizielle Website      www.nightwish.com

   

Endless Forms Most Beautiful
(2015, Nuclear Blast -)

Ein 79-minütiges (!) Spektakel lassen Nightwish auf die Fans los, am Mikro debütiert Fronterin Nummer Drei, Floor Jansen. Beim Opener gehen die Finnen um Mastermind Tuomas Holopainen auf Nummer sicher, und beginnen mit »Shudder Before the Beautiful«, das die Niederländerin bereits im Rahmen der »IMAGINAERUM«-Tour auf der Bühne intonierte. Holopainen wäre nicht Holopainen, wenn es ihm nicht erneut gelänge, der Sängerin sämtliche Stücke auf den Leib, pardon die Stimme, maßzuschneidern. Drumherum errichtet er die Nightwisch-typischen komplexen Bombast-Soundwände und sorgt dafür, dass Nightwish im Symphonic Metal-Genre weiterhin in der ersten Liga bleiben, gemessen an sich selbst allerdings … (siehe Rezension zu »SHOWTIME, STORYTIME« und »IMAGINAERUM«).

PS: Erinnert noch jemand die Art und Weise wie Jansen etwa die Textpassagen »Lust for Fantasy« in »Weak Fantasy« intoniert an ein schnellere Version des Billy Idol Refrains »Flesh for Fantasy«? (nat)

   

Showtime, Storytime
(2 CDs, 2013, Nuclear Blast NB3206)

Aller guten Dinge sind drei? Auf dem Live-Mitschnitt von Wacken 2013 steht die offiziell dritte Nightwish-Fronterin am Mikro: Die Niederländerin Floor Jansen (After Forever) feiert mit dem 95-minütigen »SHOWTIME, STORYTIME« ihren Einstand auf Doppel-Album plus Doppel-DVD inklusive der Dokumentation »Please Learn The Setlist in 48 Hours«). Die Setlist bietet einen kleinen Querschnitt durch die Bandgeschichte der Finnen, mit Schwerpunkt auf dem aktuellen Studiowerk »IMAGINAERUM« sowie »ONCE«.

Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, Anette Olzon, liegt Floor Jansen stimmlich sehr viel näher an der Ur-Sängerin Tarja Turunen – und tut sich hörbar leichter mit Stücken wie »She Is My Sin« von »WISHMASTER« oder »Ever Dream« von »CENTURY CHILD«. Dies ist einerseits gut, sowohl für die Musiker als auch ihre Fans, die nun die Frühwerke angemessen live präsentieren bzw. hören können. Andrerseits muss Floor sich dem schärferen Vergleich mit Tarja stellen – und der besagt: Je höher die Töne, desto weniger Kraft hat Floors Gesang im direkten Vergleich mit Fast-drei-Oktaven-Stimmumfang-Tarja. Außerdem prononciert sie die einzelnen Wörter / Buchstaben undeutlicher als Tarja, was bei den Fans auf geteilte Resonanz treffen wird. Ebenfalls ganz anders die Bühnenpräsenz der Beiden: Jansen wirkt nahbarer als die Diva Turunen – doch ich persönlich finde, die Diva passt(e) besser zu Nightwishs bombastisch-theatralischer Musik. (nat)



Siehe auch:
Tarja Turunen

   

Imaginaerum
(2011, Nuclear Blast NB 2789-2)

… vielleicht fällt mir bis zum Ende der Rezension ein, zu welchem ABBA-Stück die ersten gesungenen Takte von »Storytime« passen; und auch wohin in der Musikgeschichte die eröffnenden Riffs im anschließenden »Ghost River« gehören. Nun von vorne: »IMAGINAERUM« eröffnet mit dem an ein Schlaflied erinnernden »Taikatalvi«, gesungen von Marco Hietala. Von Anfang an zeigt sich der Filmmusik-Charakter des Albums, das Tuomas Holopainen auch für den 2012 geplanten, gleichnamigen Film komponiert hat. In punkto Arrangement / Komposition hat sich Mastermind Holopainen hier vollkommen ausgetobt: Dudelsack in »I Want My Tears Back«, Jazz in »Slow Love Slow«, Gedichte in »Song of Myself«, Märchen-mit-böser-Hexe-Touch in »Scaretale«, zwei Instrumentals.

Das Album ist gigantisch (über)produziert (überladen) mit Orchesterpassagen – und funktioniert nur als Einheit, als Konzeptalbum, als Gesamtpaket, aber ist als solches definitiv ein Meisterwerk. Daraus folgt sein Manko: Es gibt keinen Hit, keinen Ohrwurm, wie annodazumal »Wishmaster« oder »The Kinslayer«. Ja, man sollte so langsam aufhören, die »alten« Nightwish mit den »neuen« vergleichen – und tut es doch immer och. Vor allem wenn Anette Olzon in den höheren / kraftvollen / opernartigen Passagen (völlig) überfordert ist. Fazit: Gemessen an anderen Veröffentlichungen mehr als überdurchschnittlich – doch zu Tarjas Zeiten waren Nightwish überragend.

PS: Es ist mir noch nicht eingefallen. (nat)



Siehe auch:
ABBA

   

Dark Passion Play
(2007, Nuclear Blast 1923-2)

Mit Spannung erwartet: das erste Album mit Tarjas Nachfolgerin. »DARK PASSION PLAY« hat Mastermind Tuomas Holopainen auf Anette Olzon zugeschnitten. Mit mal kristallklarem, mal rockigem Gesang bläst die Schwedin fernab von Opern-Arien frischen Wind ins Hause Nightwish. Als Soundtrack zu »den neuen Nightwish« erschallt der epische Gänsehaut-Opener »The Poet And The Pendulum«: Dort bringt Anette über dreizehn Minuten die gesamten Facetten ihrer Stimme ins Spiel, untermalt von einem ausgefeilten Aufgebot an Orchesterklängen, Chören, hymnischen Harmonien – und dem böse röchelnden Gegenspieler alias Bassist Marco.

Neben gewohnt detailverliebten Bombast-(Metal)-Hymnen liefern die Finnen auf ihrem Siebtling überdies einen echten Thrasher namens »Master Passion Greed« mit Marco am Mikro. Einzig zwei Balladen schwächen den grandiosen Gesamteindrucks des – erneut vom London Symphony Orchester unterstützten – Albums: »Eva« und »Amaranth« erscheinen eine Spur zu phantasielos. Wie wohltuend wirkt dagegen »The Islander«, nur mit Akustikinstrumenten; Marco zeigt sich von seiner sensiblen Seite, Geige und Flöte lassen irische Momente aufblitzen, die ins folgende Lied überfließen. Ja, Nightwish können ihre Hörer noch verzaubern. Bleibt nur die Frage, wie Anette die auf Tarja zugeschnittenen Klassiker live rüberbringt – doch das ist ein anderes Kapitel. (nat)



Siehe auch:
Tarja Turunen
For My Pain
Sethian
Silentivm

   

End Of An Era
(2 CDs, 2006, Spinefarm SPI300SP)

Die gleichnamige DVD ergänzt Spinefarm mit dem Doppelalbum »END OF AN ERA«. Wer Nightwishs Abschiedskonzert ungestört von den »zügellosen Zooms, Schwenks und Schnitten« der DVD genießen will, greife zu. 18 Songs reihen sich aneinander, davon stammen die meisten aus Tuomas Holopainens Feder.

Ausnahmen bilden Gary Moores »Over The Hills And Far Away«, John Two-Hawks' »Stone People« oder Lloyd Webbers »Phantom Of The Opera«, das längst zu Nightwishs Liverepertoire gehört. Ein Muss für alle Fans, die ein letztes Mal die Finnen in ihrer alten, weltbekannten Besetzung zumindest passiv live erleben wollen. (nat)



Siehe auch:
Erja Lyytinen

   

Highest Hopes – The Best Of Nightwish
(2005, Vertigo/Universal 06024.9873958)

Weihnachten rückt näher. Jede Band die genug Material beisammen hat, schmeißt noch schnell eine Best-Of auf den Markt. Und Material haben die Finnen mehr als genug – das dachte sich auch deren alte Plattenfirma, die Ende 2004 »TALES FROM THE ELVENPATH« veröffentlichte. Im Gegensatz dazu enthält »HIGHEST HOPES« allerdings Stücke von »ONCE«, wie »Wish I Had An Angel« oder »Nemo«, abgesehen von den hinlänglich bekannten Hits. Warum also kaufen?

Als Köder lockt eine Neuaufnahme von »Sleeping Sun« sowie das Pink Floyd-Cover »High Hopes« als Livezugabe. Wem das nicht genügt, den reizt vielleicht der limitierte Doppelpack mit Bonus-DVD: Nightwish geben auf dem M'Era Luna-Festival »She is my Sin«, »The Kinslayer« und »Dead to the World« zum Besten. Übrigens: Kurz nach Veröffentlichung dieser CD setzten Nightwish ihre Sängerin vor die Tür. (nat)



Siehe auch:
Embraze

   

Bestwishes
(2005, Toy's Factory TFCK-87383)

... und täglich grüßt die Best-Of. Nach »TALES FROM THE ELVENPATH« oder »HIGHEST HOPES« schreit auch Japan nach einer Zusammenstellung der Nightwish-Hits. Statt 6 aus 49 spielt die Plattenfirma hier 11 aus 17. Doch elf Songs erschallten schon auf erwähntem »TALES ...«-Album. Bei dem hohen Importpreis sollte der Fan außerdem eines bedenken: Die so genannten »Neuen« hat er möglicherweise schon.

»Ever Dream« findet er auf »HIGHEST HOPES«, »Come Cover Me« zumindest als Live-Mitschnitt auf »FROM WISHES TO ETERNTIY«, »Know Why The Nightingale Sings« auf dem Debüt und »The Riddler« stammt von »OCEANBORN«. Es verbleiben also gerade mal »Crownless« sowie »Beauty & The Beast«. Wer nicht weiß, wohin mit seinem Geld, der ... (nat)



Siehe auch:
Tarot

   

Once
(2004, Nuclear Blast NB 1291-2)

Nach zweijähriger Studioalben-Abstinenz kehren die Opern-Metaller Nightwish zurück: Auf ein erstes Erschrecken – wer ist diese Cowboyhut-Frau, die aussieht wie Cristina Aguilera in ihren besten Zeiten? – folgt die Erlösung: Nightwish bleiben Nightwish. Songwriter Tuomas Holopainen scheint die majestätisch-bombastischen Stücke nur so aus dem Ärmel zu schütteln, denen Tarja Turunen das vertraut theatralische Sahnehäubchen aufsetzt.

Harte Metalriffs zwischen Rammstein und Megadeth sowie der Gesang des Bassisten Marco Hietala im Kontrast zu den herzzereißenden Klängen des London Session Orchestras – bekannt durch z.B. den »Herr der Ringe«-Soundtrack – verleihen »ONCE« unglaubliche Kraft und Spannung. Exemplarisch: »Nemo«, »I Wish I Had An Angel«, »Ghost Love Score«. Und sogar ein Stück mit finnischem Text (»Kuolema Tekee Taiteilijan«) findet sich auf dem sechsten Longplayer der Karalier. (nat)



Siehe auch:
Northern Kings

   

Tales From The Elvenpath
(2004, Drakkar/BMG 82876654782)

Diese »Best Of«-Zusammenstellung könnte auch den Untertitel »The Drakkar Years« tragen, denn elf der fünfzehn Stücke kommen von den Alben »OCEANBORN«, »WISHMASTER«, »OVER THE HILLS AND FAR AWAY« und »CENTURY CHILD«. Vom Debüt »ANGELS FALL FIRST« ist leider kein Song enthalten. Auch hat man die Songs etwas lieblos aneinandergereiht – »Bless The Child« etwa würde eigentlich fließend in »End Of All Hope« übergehen.

Als Trostpflaster entschädigen die seltenen Bonustracks: »Sleepwalker« und »Lagoon« stammen von der »WISHMASTER«-Japan-Pressung; »Nightquest« und »Wayfarer« sind auf der japanischen Ausgabe von »OMCE« enthalten. Fazit: Interessant wohl in erster Linie für neuen Nightwish-Fans, doch die müssen hier auf einige der Hits verzichten. (chd)

   

Live at Summer Breeze 2002 (Bonus-CD zur Limited Edition-DVD »END OF INNOCENCE«)
(2003, Drakkar/BMG 82876571779.3)

Klein aber fein, ergänzt die Bonus-CD die limitierte Auflage DVD »END OF INNOCENCE«. »Over The Hills And Far Away« und »Tenth Man Down« stammen hier live vom Summer Breeze Festival anno 2002, ebenso wie die restlichen vier Tracks.

Man höre etwa die Hit-Single »Sleeping Sun«, die zur Sonnenfinsternis in Deutschland aufgenommen wurde – und sich allein hier 15.000-mal (!) in einem Monat verkaufte. Marco Hietala darf gleichfalls an den Mikroständer und singt mit Tarja im Duett »Dead To The World« oder »Slaying The Dreamer« – na denn: »Hello Summerbreeze, how are you doing?« (nat)



Siehe auch:
Machine Men

   

Century Child
(2002, Spinefarm/BMG DRAKKAR 031)

»CENTURY CHILD« überrascht beim ersten Durchhören ganz gewaltig – leider nicht nur in positivem Sinne. Auch wenn einige der Songs mit einem Orchester aufgenommen wurden, kommen sie bei weitem nicht so bombastisch rüber, wie jene der vorangehenden Silberscheibe »WISHMASTER«.

Die Gitarren klingen um einiges härter, und neben Tarja, die ihre Stimme diesmal leider nur in eher gemäßigten Tonlagen einsetzt, singt auch der neue Bassist Marco Hietala (Ex-Sinergy) im ein oder anderen Lied mit. Trotzdem kommt gelegentlich Langeweile auf. (hog)



Siehe auch:
Kotiteollisuus

   

Over The Hills And Far Away
(2001, Drakkar/BMG 74321.86443.2)

Das übliche Spielchen: Eine Band hat ein paar Live-Mitschnitte, packt ein paar Studio-Songs dazu, fertig ist die Scheibe – und die Kasse klingelt. So auch bei Nightwish. Zweifelsohne klingen die Finnen live genauso stark wie im Studio, allein deswegen sollte man »OVER THE HILLS ...« zumindest gehört haben.

Ihre großen Hits – mit zuweilen etwas ruppigen Übergängen – ergänzen sie um zwei neue Stücke (»Tenth Man Down« und »Away«), um das »Astral Romance«-Remake von »Angels Fall First« sowie um den Titeltrack (Gary Moore-Cover). Übrigens existieren mehrere Ausgaben: Die in Deutschland erschienene von Drakkar enthält als letzten Track »Deep Silent Complete«, die aus Kanada stattdessen »Beauty & The Beast«. (nat)

   

From Wishes To Eternity
(2001, Spinefarm SPI100)

Wirklich vom Feinsten, die Live-Aufnahme des letzten Nightwish-Konzertes der Wishmaster-Tour im finnischen Tampere – diese Qualität schreit förmlich nach Nachbearbeitung, doch egal. Das Quintett vermittelt einen Überblick über die Höhepunkte der vorhergehenden drei Alben: Da dürfen weder »The Kinslayer« noch »She Is Mine« oder »Wishmaster« vom gleichnamigen Album fehlen. Ans Debüt erinnern »Elvenpath« und »Beauty And The Beast«; vom Nachfolger schmeichelt etwa »Sacrament Of Wilderness«.

Als Extra-Leckerbissen mundet die instrumentale Interpretation der Soundtracks von Trevor Rabins »Deep Blue Sea« und Hans Zimmers »Crimson Tide«. Die limitierte CD erschien leider nur in Finnland; parallel dazu veröffentlichten die Finnen eine gleichnamige VHS-Kassette sowie DVD mit Konzertausschnitten, Musik-Videos und Interviews. (nat)

   

Wishmaster
(2000, Spinefarm/Indigo SPI87CD)

Immer wieder mal verkündet Sängerin Tarja Turunen, dass sie einer Karriere als klassische Opernsängerin den Vorzug geben würde. Es wäre wirklich schade um Nightwish – eine der besten Metal-Bands, die mit klassischen Elementen arbeiten.

Auf dem dritten Album »WISHMASTER« findet man eine gut ausgewogene Mischung von langsamen Titeln und flotteren Nummern, allen voran der wirklich geniale und enorm druckvolle Titel-Track, der sich exzellent als würdiger Konzert-Abschluss eignet. Selten gelang die Verschmelzung von kräftig zupackenden Rockgitarren, Keyboardpomp und wirklich begnadetem Operngesang schlüssiger. (hog)

   

Wishmaster
(2000)

Hier bündeln sich allerlei Singles, die der geneigte Fan sonst mühsam zusammen tragen müsste: Den Ohrwurm »Wishmaster« vom gleichnamigen Album besitzen sicherlich die meisten, doch nur wenige nennen »Sleepwalker (Heavy Version)« ihr eigen. »Passion And Opera« – so könnte Frontfrau Tarjas Lebensmotto lauten – schmeichelt den Ohren, doch schon starten die Nightwish-Instrumentalisten extrem heavy mit »Nightguest« durch.

Noch einmal gehen die Finnen mit »A Return To The Sea« beschaulich zu Werke, bevor der letzte Song »Once Upon A Troubadour« mit Akustikgitarre und ergänzendem männlichen Gesangspart leise verklingt. Wer noch nicht genug hat, der betrachte die Video-Extras: »Sleeping Sun« plus »Sacrament Of Wilderness (Live)«. (nat)

   

Sleeping Sun
(EP, 1999, Drakkar/Sony BMG 111-2)

Das von Mastermind Tuomas Holopainen geschaffene und von Tarja perfekt intonierte »SLEEPING SUN« avanciert hierzulande zu einer Art inoffiziellem Soundtrack zur Sonnenfinsternis in Deutschland.

Neben dieser Originalaufnahme, die Nightwish später für ihre Best-Of »HIGHEST HOPES« neu aufnehmen, verleihen drei weitere Stücke der Maxi fast den Rang einer EP: »Angels Fall First« vom gleichnamigen Erstling, sowie »Walking In The Air« und »Swanheart« vom Nachfolger »OCEANBORN« vervollständigen die Balladensammlung der Finnen. (nat)



Siehe auch:
Gothic Romance 3

   

Oceanborn
(1998, Spinefarm SPI67SP)

Volltreffer in Suomi: Wochenlange »Pole Position« für den Keyboard-dominierten Song »Sacrament Of Wilderness« sowie Platz fünf für das zugehörige zweites Album. Das war keine Zauberei, sondern harte Arbeit im wahrsten Sinne: Bereits »Stargazers« imponiert durch druckvolles Schlagzeugspiel, wieselflinke Gitarren und die vertraut pompöse Frontfrauen-Stimme: Tarja belegt auf »OCEANBORN«, dass sie die uneingeschränkte Herrscherin über tausendundeine Stimmlage ist.

Eher Nightwish-untypisch, aber nicht minder heavy präsentiert sich das Duett von Tarja und Tapio Wilska namens »Devil & The Deep Dark Ocean« unter Dauerbeschuss von Jukkas Double-Bass. Im Kontrast dazu kommen allerdings auch zwei Killerballaden daher sowie ein Instrumentalstück - einfach gigantisch! (nat)

   

Angels Fall First
(1997, Spinefarm SPI47CD)

Mitten in der Experimentierphase stecken sie, die kreativen Finnen: »ANGELS FALL FIRST« pendelt zwischen ägyptisch-orientalischen (Flöten)Klängen bei »Tutankhamen«, fast akustisch-lieblichen Melodien, einer finnischsprachigen Ode an Lappland in »Lappi« und auffallend Heavy-orientierten Songs, teils mit hohem männlichem Gesangsanteil.

Tonangebend jedoch bleibt immer Opernröhre Tarja, deren schlimmster Alptraum es wäre, »morgens aufzuwachen und stumm zu sein« – welch ein Verlust für die Musikwelt! Nightwishs musikalischer Auftakt verhallt abseits Finnlands allerdings nahezu ungehört, doch in ihrer Heimat erreicht die vorab veröffentlichte Single »The Carpenter« immerhin Platz acht. (nat)



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