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Alle Rezensionen zu Mew
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Frengers
(2003, Epic/Sony Music 51102322)

Anschnallen! Ausatmen! Trotzdem festhalten. Denn was Mew mit ihrem Opener »Am I Wry? No« bieten, ist schon große Klasse. Und kraftvoll und energisch und energetisch auf höchstem Niveau. Hier werden nicht mal eben ein paar Gitarren geschrammelt – hier verbünden sich exakte Gitarrenriffs mit einem ebenso unbestechlichen Synthieteppich, während die Drums vor Kraft strotzen und sich des Sängers helle Stimme darüber erhebt. Und so geht es weiter. Wer Weltschmerzmusik satt hat: Mew. Wer keine Halbheiten mehr mag: Mew. Wer Mut zum Risiko verspürt: Mew.

Dabei spielen Mew durchaus Antisongs. Halten durch von A bis Z. Ohne das übliche Einknicken und Abfedern ist der Refrain fällig. Recht ironisch teilweise, fühlen sie sich im Zwischenreich des ambitionierten Pop mehr als zu Hause. Elegisch sind sie und hart. Einschmeichelnd und ruppig. Sensibel und wagemutig. Kein Wunder, dass die Vorderseite des Booklets ein junger Stierkämpfer ziert. (frk)

 Mew: Frengers

Offizielle Website

Offizielle Website      www.mewsite.com

   

And The Glass Handed Kites
(2006, Evil Office/Sony BMG 82876722942)

Es ist die Frage der Perspektive. Bedeuten die herzzerreißenden Melodien auf schaumig geschlagenen Synthie-Wolken Kontinuität oder Mangel an Mut zur Veränderung? Mew setzen auf Bewährtes und ziehen dafür sämtliche Musikpreise des Heimatlandes ein. Denn bei allem Indietum ist das Quartett mit ihrem Schwebe-Pop, ihrer Soft-Federung auch immer kompatibel für die großen Formatradios. Einzig einige psychedelische Ausläufer sträuben sich hartnäckig dem Diktat der Perfektion.

Bis in die Spitzen ist hier alles sauber harmonisiert. Der ungewöhnlich hohe Gesang von Jonas Bjerre, das spannungsgeladene Intro der Zuckerhymne »The Zookeeper's Boy« und die jederzeit weihnachtlich überbordende Opulenz. Oftmals wunderschön, aber ob so viel Perfektion nicht auf die Dauer langweilt, ist wohl auch eine Frage der Perspektive. (maw)



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