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Alle Rezensionen zu Instinkt
(Genre »Folk«, Land »Dänemark«)

 

Hur
(2002, Gofolk GO0402)

2003 war ein erfolgreiches Jahr für das dänische Quintett: Vier Folk-Awards gingen (zu Recht) an Instinkt – bestes Folkalbum, bester »Artist Contemporaray«, bestes Folk-Debüt und bester Folk-Instrumentalist (hier an die Trommlerin Vivi de Bap). Anlass für diese Auszeichnungs-Flut gab die CD »HUR« – ein Debüt, das wegen seiner explosiven Spielfreude Maßstäbe setzt.

Zunächst fällt der oft wuchtige Groove auf, mit dem Vivi de Bap und Bassistin Malene D. Beck den Strafraum sichern und die selbstkomponierten Instinkt-Lieder voran peitschen. Im Mittelfeld tummeln sich die Geigen von Søren Korshøj und Louise Vangsgaard, die mal mit sommerlicher Folk-Leichtigkeit tänzeln, dann wieder kräftig zupackend das Spiel bestimmen. Als Libero an Flöten, Hurdy-Gurdy, ebenfalls Geige und Maultrommel prägt besonders Martin Seeberg das Klangbild, und da alle fünf Musiker singen, ist jeder mal in der Sturmspitze zu finden. Ähnlich farbenreichen und meisterhaft ausgeführten Modern Folk findet man selten. (peb)

 Instinkt: Hur

Offizielle Website

Offizielle Website      www.instinkt-dk.dk

   

Grum
(2006, Gofolk GO 0406)

Die drei Weiber und zwei Kerle von Instinkt müssen eine ordentliche Wut im Bauch haben. Während »HUR« vor allem durch den Kontrast von wuchtiger Härte und Abwechslungsreichtum überzeugte – locker beschwingte Grooves reihten sich dort neben Funk und etliche stille Momente –, kommt »GRUM« wie ein Fausthieb in den Bauch daher. Die Drums prügeln derb, der Bass grummelt bedrohlich, und die Geigen sägen und raspeln wie Holzfäller bei der Arbeit.

Auch die Songs wirken – passend zu den düsteren Winterbäumen vor bedrohlichen Sturmwolken im Booklet – roher und ungeschlachter: gerade so, als seien sie als Partymusik für ein böses Hexenfest gedacht. Selbst die wenigen Lieder, die sich etwas zurücknehmen. So faszinierend der Hardcore Folk zunächst auch wirkt – durch die Haudrauf-Mentalität kann sich das volle Potenzial der Band nicht entfalten, und die Klangqualität erreicht diesmal auch nicht den Höchststand des Vorgängers. (peb)



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