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Alle Rezensionen zu Suden Aika
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Suden Aika
(2004, Laika/Rough Trade 3510193.2)

Welche finnischen Volksmusiker sind eigentlich NICHT von der Kalevala beeinflusst? Diese vier Frauen zumindest nutzen traditionelle Texte und formen daraus mit eigenen musikalischen Ideen kraftvolle Vokal-Stücke in der Tradition der Runensänger – mal aufgekratzt und lebenslustig wie Värttinä ujd Hedningarna, mal sakral und introvertiert wie die stimmungsvollen Naturbilder auf dem Cover.

Hedningarna war ein gutes Stichwort: Tellu Turkka (geborene Virkkala) war eine der quirligen Sängerinnen dieser Grupe. Die andere Komponistin – Liisa Matveinen – sang nicht nur auf dem Album »MATELI« mit Turkka zusammen, sondern auch bei Hedningarna und Tallari. Ihr traumhaft sicheres Aufeinander-Eingehen (ergänzt durch Katariina Airas und Nora Vaura) hat mystische Qualität: »Man kann beim Singen den Moment erleben, wo die Zeit stehenbleibt und man miteinander im Einklang ist«, bestätigt Turkka. Prädikat »unbedingt empfehlenswert«, weil dieses Meisterwerk finnischer Sangeskunst mit seiner eher scheuen, repetativen Zugänglichkeit auch Folk-Einsteiger begeistern wird. (peb)



Siehe auch:
Tellu
Liisa Matveinen
Hedningarna
Tallari

 Suden Aika: Suden Aika

Offizielle Website

Offizielle Website      www.sudenaika.com

   

Laiturilla
(2013, Laika 3510298.2)

Zehn Jahre Suden Aika, das muss gefeiert werden: am besten mit einer Live-CD und den besten Liedern der bisherigen fünf Veröffentlichungen. Liisa Matveinen, Veera Voima, Katariina Airas und Nora Vaura sind nach wie vor bestens eingespielt und bei Stimme.

Selbstverständlich erfinden sie sich hier nicht neu, das kann auch gar nicht der Anspruch sein bei einer solchen Aufnahme. Aber Suden Aika gehören zu den herausragenden Vokalensembles, sie bestechen auch hier durch mystische Qualität und sehr direkte Performance. (tjk)

   

Ilokivi
(2011, Laika 3510275.2)

Ein »ILOKIVI« ist ein großer Stein, auf dem die Sänger zusammensitzen – genau davon erzählen Suden Aika im Titelstück. Selbstverständlich geht es ähnlich naturverbunden weiter, sie singen über Stricken und Weben, über den Wind, die Waldgöttin Mielikki und Pellervo, den Gott der Ernte.

Suden Aika bleiben sich treu, musikalisch wie das Niveau betreffend. Die Texte basieren auf alter finnischer Volkslyrik, die Kompositionen besorgen Liisa Matveinen, Nora Vaura und Veera Voima. Katariina Airas spielt die schwedische Moraharpa, ansonsten begleiten sich die vier Sängerinnen mit Kantele sowie diversen Flöten und Trommeln. »Ikävä«ist ein Klagelied der Mutter am Hafen, in »Emon Tuomat« erkennt man von Värttinä bekannte Melodien. Der vierstimmige Gesang wandelt traumhaft sicher durch alle Kon- und Dissonanzen – nach wie vor beeindruckend! (tjk)



Siehe auch:
Ketsurat
Tallari
Liisa Matveinen

   

Armas
(2009, Laika 3510249.2)

Tellu Turkka hat Ende 2008 Suden Aika verlassen, für sie kam Veera Voima. Der Qualität des Quartetts hat der Wechsel nicht geschadet, Veera Voima passt gesanglich ausgezeichnet und spielt zudem Kantele und bringt mit der schwedischen Moraharpa neue klangliche Elemente.

Diese werden natürlich nach wie vor vom vierstimmigen Gesang dominiert, welcher wiederum auf finno-ugrischen Vokaltraditionen basiert. Die Stücke schreiben und arrangieren Suden Aika selbst, sie handeln von großen Gefühlen: »Armas«, dt. »Geliebter«, ist ein sanftes Liebeslied; in »Telkkä« nähern sie sich europäischem Pop. Doch sie haben ihre Kratzbürstigkeit auch nicht abgelegt: »Häkärä« ist A-cappella-Chorakrobatik par excellence, »Noitia Norolla« entfacht ein vokales Gewitter mit disharmonischem Juchzen und Kreischen. (tjk)

   

Unta
(2006, Laika/Rough Trade 3510222.2)

Was war das 2004 für ein Debüt! Zwei Jahre später haben die vier Frauen, allen voran die ehemalige Värttinä-Sängerin Liisa Matveinen und die früher bei Hedningarna sowie Tallari wirkende Tellu Turkka, natürlich das Singen noch nicht verlernt, im Gegenteil. Wieder gibt es überwiegend a cappella, aber manchmal auch von Kantele, Percussion oder Flöten begleitete Folklore.

Doch die Songs, alles Eigenkompositionen mit gelegentlich traditionellen Texten, wirken diesmal leichtlebiger und unbeschwerter – selbst ein wenig Bossa mischt sich kurz in die Rhythmen –, aber dadurch leider auch ein Stück weniger eindringlich. Das eher Mystische, Scheue und Tiefgründige liegt den vier Frauen eindeutig mehr als leichte Gesänge über davonfliegende Vögel und Sommerseen. (peb)



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