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Alle Rezensionen zu Lena Willemark & Ale Möller
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Nordan
(1994, ECM/Universal 523.161-2)

Das Repertoire von »NORDAN« – dem grimmigen Nordwind – schöpft aus dem volksmusikalischen Reichtum des schwedischen Mittelalters. Die Liedersammlung von Lena Willemark und Ale Möller beruht auf jahrhundertealten Balladen und Hirtengesängen, die sie mit archaischer Strenge, überwältigender Klarheit und dezenten Jazz-Klangfarben inszenierten. Und das auch noch mit einer atemberaubenden Klangqualität, die der Wirkung dieser Musik ungeahnte Horizonte öffnet.

Willemark lernte das Geigenspiel und den traditionellen Gesang noch bei den Alten in ihrer mittelschwedischen Heimat, und Möller wirft sein phantastisches Können auf Mandola, Dulcimer, Harfe, Akkordeon und Flöten in die Waagschale. Bestimmend wirken auch der perfekt stützende Kontrabass von Palle Danielsson und das schneidende Saxofon Jonas Knutssons. Ein meisterhaftes und tief ergreifendes Folk-Panoptikum ohne jeglichen Makel, das wegeisend für Gruppen wie Hedningarna und Garmarna wirkte. (peb)



Siehe auch:
Stemmenes Skygge
Lena Willemark
Garmarna
Jonas Knutsson

Lena Willemark: Nordan

   

Agram
(1996, ECM/Universal 533.099-2)

Auch mit dem zwei Jahre später erschienenen Album erreichte das in seiner Besetzung nahezu unveränderte Willemark-Ensemble wieder die gleiche eindringlich-karge Schönheit nordischer Musizier-Tradition. Wie sch die Instrumente umspielen, suchen und finden, um dann wieder ihrer eigenen Wege zu gehen, setzt Maßstäbe. Und abermals schuf Jan-Erik Kongshaud ein makelloses Klangbild und untermauert damit seinen Ruf, einer der weltbeste Toningenieure zu sein.

Textlich behandeln die harschen Songs ein blaues Moor, den mit der Kraft von zwölf Männern ausgestatteten Bären, Elfentänze oder den wilden Hafer, der sich nach der Sonne sehnt – Themen eben, mit denen sich die Menschen im Mittelalter beschäftigt hatten. Ob sie damals auch schon zu solch betörender Musik in der Lage waren? Sicher nicht! (peb)



Siehe auch:
Knut Reiersrud, Ale Möller, Tuva Syvertsen u.a.
Willemark Knutsson Öberg
Anders Jormin, Lena Willemark, Karin Nakagawa

   

Suède * Norvège – Musique des vallées scandinaves
(1993, Ocora/Radio France OCORA C 560008)

Hier handelt es sich mitnichten um einen Sampler, aber Radio France suchte wohl einen ansprechenden Titel für diese 1992 in Paris entstandenen Aufnahmen – dafür ist das Nachbar-Radio nämlich sehr zu loben. Ein informatives Booklet erklärt Allgemeines zur schwedisch/norwegischen Volksmusik, erläutert die Stücke und stellt die Musiker vor, in französisch, englisch und deutsch.

Lena Willemark (Gesang und Geige), Per Gudmundson (Geige und Dudelsack), Ale Möller (Mandole und Flöten), Kirsten Bråten Berg (Gesang und Maultrommel) und Gunnar Stubseid (Hardingfele) sind aus verschiedenen Gruppen bekannt (z.B. Frifot) und über jeden Zweifel erhaben. In unterschiedlichen Besetzungen spielen sie tatsächlich Musik aus Tälern – Dalarna, Setesdal, Härjedalen oder Älvdalen. Anders ausgedrückt: traditionelle Melodien und Tänze, von Polska bis zu sehr alten, überlieferten Stücken und Liedern. (tjk)



Siehe auch:
Frifot
Hedningarna
Jonas Knutsson & Thomas Tidholm
Kirsten Bråten Berg



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