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Alle Rezensionen zu Sugarplum Fairy
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Young & Armed
(2005, Universal 5179252)

This Is Not The Greatest Song Of The World, It's Just A Tribute: Sugarplum Fairy sehen sich in einer Traditionslinie mit den Beatles, Stones und Oasis – und machen daraus auch musikalisch keinen Hehl. Leidlich überzeugend zollen sie dabei der halben Musikwelt Anerkennung und geizen mit Eigenem.

Der Opener »Sail Beyond Doubt« bietet gleich mit Trompetensounds so etwas wie Abwechslung; danach flattert »Far Away From Man« so vehement auf den Wahnsinn zu, dass es irgendwann von den eigenen Radkappen überholt wird. So weit man hört: klassisch geschulte, rockig angelegte Popsongs mit Retro-Flaum. Und weil eh schon alle gähnen, nun der Versuch, mit der obligatorischen Schunkel-Taktik zu überzeugen: Feuerzeuge raus zur Säusel-Ballade! Nur Sekunden darauf klatscht die Band gleich schon mit im Takt. Hier passt wirklich alles, ohne zu zwicken. Wäre da nur nicht ein großer Bruder, der Songs ohne Umschweife und knackig auf den Punkt bringen kann. Der nicht nur den kehligeren und ausdrucksstärkeren Gesang, sondern auch gleich die besseren Melodien hat. (maw)


Zum Artikel über Sugarplum Fairy

 Sugarplum Fairy: Young & Armed

Offizielle Website

Offizielle Website      www.sugarplumfairy.nu

   

The Wild One
(2008, Universal UNI748809)

Musik ist Image – diese alte Weisheit verkauft seit jeher im Jugendbereich dutzende Platten. »THE WILD ONE« suggeriert in Lederkluft gehüllt das rebellische Rockstarleben, an dem der Hörer seine Teilhabe finden kann. Aber natürlich sind die Schwedenboys nicht etwa zu Anti-Helden entwachsen (die auch eher ein Phänomen der männlichen Jugend sind), sondern weiterhin die netten Posterboys aus dem kleinen Dorf, die vor allem die Sehnsüchte der weiblichen Kundschaft einfordern.

Wildheit als Möglichkeit kam schon deswegen nicht in Frage und deswegen klingt dieses Album sogar noch gradliniger, poppiger und gezähmter als seine Vorgänger. Die Produktion orientiert sich nun näher am aktuellen Geschehen und klopft den rauen 60er-Muff aus den Songs und spendiert gleichzeitig noch ein bisschen mehr Beliebigkeit als sonst. (maw)

   

First Round, First Minute
(2006, Vertigo/Universal 0602517037786)

Wenn man die Hamburger-Braterei seines Vertrauens aufsucht, dann in der Erwartungshaltung, dass es schmeckt. So wie immer. Auf Gourmetkitzel wird Verzicht geübt, aber auch vor bösen Überraschungen ist man gefeit. Ähnlich gelagert erfüllen sich die selbstgesteckten Prophezeiungen auch beim Sugarplum-Zweitling wie von Zauberhand.

Natürlich sind die Gitarren in der Zwischenzeit nicht morsch geworden und riffrocken weiter freundlich vor sich hin – mit gedoppelten Singalong-Parts huckepack. Das Risiko einer Neuerfindung wird selbstredend gescheut und dafür lieber ein paar saubere Hits mehr geschrieben, die dieses 14-Track-Album zu tragen wissen. Die Emanzipation von den großen Schatten geschieht in kleinsten Schritten. Aber schon das ist mehr, als man erwarten durfte. (maw)

   

Stay Young
(EP, 2004, Vertigo/Universal 060249869510)

Das kommt davon, wenn Papa zu viele Beatles und Stones-Platten im Schrank hat: Jetzt will schon die zweite Band aus dem Hause Norén die Welt erobern. Aber während der große Bruder Gustav bei Mando Diao das Geflecht zwischen Musik und Attitüde sehr dicht verknüpft, lassen Carl und Victor es bodenständiger angehen. Hemdsärmlig schmachtend, Britpop-Chöre jubilierend und mit offensichtlichem Hang zum Abgucken beim Tischnachbarn.

Die Riffe schnurren untrügerisch, die Sounds scheuen das Risiko der Eigenart und den Hang zum Mackertum. Sugarplum Fairy spielen sich durch eine Werkschau der Alt- und Neuvorderen und klingen dabei zwar sympathisch, gleichwohl restringiert und bemüht. (maw)



Siehe auch:
Mando Diao



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