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Alle Rezensionen zu Tarja Turunen
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Colours In The Dark
(2013, earmusic 0208723ERE)

Tarjas drittes Solowerk, nach »MY WINTERSTORM« (2007) und »WHAT LIES BENEATH« (2010), beginnt mit dem rockigen »Victim Of Ritual«, das in einem Heavy-Klanggewand steckt. Sehr viel düsterer klingt das nachfolgende »500 Letters«, doch immer wieder schimmern in den zehn Songs die im Albumtitel angekündigten »COLOURS IN THE DARK« durch, garniert mit viel mystisch-träumerischen Passagen: »Lucid Dreamer« wäre der perfekte Soundtrack zu einem Fantasy-Märchen.

Dramatisch, orchestral ist dagegen der Anfang von »Deliverance« inszeniert, passte gut zu einem James Bond-Film – und zum Finale erhält sie nach der Hälfte von »Medusa« Unterstützung durch einen männlichen Gegenpart, der etwas an die Duette mit Marco Hietala zu Nightwish-Zeiten erinnert. Eine Stunde präsentiert sich die finnische Sopranistin auf einem ausgefeilten, facettenreichen Album als gewachsene Solistin – und unglaublich stimmgewaltig. Sorry, Female Fronted Bands von Epica bis Leaves' Eyes, eure Sängerinnen werden immer in Tarjas Schatten stehen. (nat)



Siehe auch:
Leaves' Eyes

Tarja Turunen: Colours In The Dark

Offizielle Website

Offizielle Website      www.tarjaturunen.com

   

Ave Maria En Plein Air
(2015, earmusic)

Sehr edel und feiertäglich. Voll des süßen Wohlklangs. Tarja Turunen hat bei ihrem ersten echten Klassik-Album offenkundig auf all die Gabentische geblickt, die im Jahresverlauf liebevoll gerichtet werden. »AVE MARIA EN PLEIN AIR« ist ein Geschenk, mit dem man nichts falsch machen kann: Lobpreisungen auf die Gottesmutter. Kompositionen von Johann Sebastian Bach bis zu Astor Piazolla (unter gnädiger Auslassung des überstrapazierten Schubert-Aves). Interpretiert von einer ausgebildeten Opernsängerin. Diesen kultivierten Klängen kann man in der ruhigen Stunde nach dem Festtagsmahl entspannt lauschen, behaglich auf dem Sofa ausgestreckt. Als besonderes Schmankerl gibt es ein Marienlob aus der Feder der Diva selbst.

Ach, die feierliche Orgel! Eingespielt wurden die Aufnahmen in der eindrucksvollen Lakeuden-Risti-Kirche, die von keinem Geringerem als Alvar Aalto entworfen wurde. Tarja Turunen besetzt hier selbstbewusst die Nische zwischen U- und E- Musik. Sind doch Klassik- und Metallfans psychologisch eng verwandt, wie uns der Pressetext verrät. Zu diesen hochkulturigen Klängen lässt sich der Festtagsbraten bestens verdauen. (emv)

   

My Winter Storm
(2007, Universal 0602517510517)

Der Titel der erste Single Tarja Turunens ist bezeichnend: Nach einem kurzen Intro eröffnet »I Walk Alone« – bekannt geworden als Abschiedskampfs-Hyme der Boxweltmeisterin Regina Halmich – das Soloalbum der ehemaligen Nightwish-Stimme. Der orchestrale Song gibt die Marschrichtung für »MY WINTER STORM« vor: Bombastisch und theatralisch erklingt er, doch vom ehemals symphonischen Metal ihrer Ex-Combo bleibt nur ersteres. Die wenigen, härteren Stücke fallen allenfalls in die Rock-Kategorie. Die Lieder sind insgesamt ruhiger, sehr melodisch, harmonisch, tendieren bisweilen Richtung Klassik. In (Streicher)Balladen wie »The Reign« kann Tarja ihr beispielloses Stimmvolumen perfekt präsentieren.

Die eigentlichen Stücke lockern immer wieder Intermezzi auf, mal pure Geigenmelodien, mal atmosphärische Synthies. Doch so wie Tarja mit den Balladen punkten kann, so schwächeln die rockigeren Stücke/Passagen. Auch in Sachen Arrangements bleibt gehörig Luft nach oben: Mal tänzelt die Finnen gefährlich am Kitsch-Abgrund (»Our Great Divide«), mal wirken Drums oder Gitarre seltsam deplatziert – und »Poison« schlägt Alice Coopers Original-Version um Längen. Fazit: Schade, dass die Sängerin nicht mehr aus dem Album herausgeholt hat. (nat)



Siehe auch:
Nightwish

   

Yhden Enkelin Unelma
(EP, 2004, Universal 986943-6)

Tarja kennen und lieben wir alle als Frontfrau der finnischen Symphony-Metaller Nightwish. Recht überraschend kommt mit »YHDEN ENKELIN UNELMA / ONE ANGEL'S DREAM« eine Weihnachtssingle im Alleingang. »En Etsi Valtaa Loistoa« (I Seek Not For Power Nor For Glory) und »Kun Joulu On« (Now That It's Christmas) sind finnische Weihnachtslieder, sanft und ergreifend von der Sopranistin intoniert.

Beide Stücke liegen in einer klassisch instrumentierten und in einer etwas poppigeren Form vor. Den klassischen Versionen ist auf jeden Fall der Vorzug zu geben, denn das Schlagzeug klingt etwas deplaziert und stört schlicht. Diese Single sollte man aber ernsthaft als Alternative zu Wham's »Last Christmas« oder anderen Kitsch-Entgleisungen in Betracht ziehen, und: Es gefällt ganz bestimmt sogar der Oma! (chd)



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