Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Markku Peltola
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Buster Keatonin Ratsutilalla
(2004, Klangbad/Broken Silence 25)

Manchmal sieht man schon am Cover, dass der Inhalt außergewöhnlich ist – umso ärgerlicher, dass Markku Peltola auf CD wie für Konzerte als der Hauptdarsteller aus Aki Kaurismäkis freilich sehr gutem Film »Mann ohne Vergangenheit« angekündigt, wird bzw. werden muss. Und wenn es im Leben oder in der Musik Gerechtigkeit gibt, wird sich das schnell ändern.

Was Markku Peltola (g, b, comp) auf Buster Keatons Ranch nämlich treibt, klingt schlicht, ergreifend und großartig. Über einfachen Harmonien webt er ein Geflecht von ebensolchen, aber ungemein schlüssigen Melodien, sodass man sich fragt, wieso das noch niemand vor ihm so gemacht hat. Melodiebestimmend die Violine von Pirkko »Pike« Kontkanen, von Posaunen (Kusti Vuorinen, auch acc) konterkariert: Das gab es so noch nie. Eine Slide-Gitarre (Tommi Laine) heult; mehrschichtige Percussion (Juppo Paavola) sorgt für Spannung hinter öfters aufscheinender Melancholie und schrägem Humor. Völlig unspektakulär das alles – ohne virtuose Soli, fast ohne jeden Gesang, und trotzdem sind die Musiker formidabel in ihrer Zurückhaltung und Präzision. Vielleicht Folklore ohne Heimat, sicherlich aber große zeitgenössische, zeitlose akustische Musik. (tjk)



Siehe auch:
So Called Plan


Zum Artikel über Markku Peltola


Zur Konzertkritik über Markku Peltola

Markku Peltola: Buster Keatonin Ratsutilalla

   

Markku Peltola & Buster Keaton Tarkistaa Lännen Ja Idän
(2006, Klangbad/Broken Silence 32)

Ein richtig toller Traum – plötzlich wird man wach, schläft wieder ein und, tatsächlich, träumt genau an der Anschlussstelle weiter! Exakt so verhält es sich mit Markku Peltolas erster und dieser CD. Mit nahezu unveränderter Mannschaft und gleichem Konzept begibt sich der große finnische Melodiker auf Erkundungstrip durch die Seele der Musik.

Wobei der Titel »... erforscht den Westen und den Osten« eher trügerisch erscheint: Das 13-minütige »Juuri Näin!« klingt wie ein Aufenthalt in Niafunke bei Ali Farka Touré, und »Keskeltä Läpi Ja ...« könnte bei einem Zwischenstop in Haindling entstanden sein. Eine einzige Schatztruhe, diese entwaffnend einfachen, Melodien (ob Charlie Parker und Peltola sich was zu sagen hätten?), getragen von Pirkko Kontkanens Violine und Janne Tuomis Posaune, die so federleicht über die stoischen Rhythmen gleiten. Das ist der Stoff, der Melancholie in Glückseligkeit verwandelt! Jammerschade nur, dass es ein Gipfeltreffen von Touré, Buchner und Peltola nicht mehr geben kann. Wenigstens ist Buster Keaton allgegenwärtig. (tjk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel