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Alle Rezensionen zu Ultra Bra
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Sinä Päivänä Kun Synnyin
(2 CDs, 2001, Pyramid 1000 231212)

Ultra Bra ist unvergleichlich! Die finnische Band wirft von allem so viel in den Ring, dass es in jeder Beziehung für zwei, wenn nicht drei Bands reichen würde. Mit drei Sängerinnen und zwei Sängern entfachen sie ein vokales Feuerwerk mit Chören, Kanons und geradezu himmlischen Arrangement – kein Wunder bei Könnern wie Vuokko Hovatta, Terhi Kokkonen oder Anna Tulusto. Dazu kommt eine knackig groovende Band, die auch noch mit Bläsersätzen sämtliche Farben des Regenbogens aus den Boxen sprüht.

Kerkko Koskinen ist das Mastermind, zumindest was saftige Kompositionen und opulenteste Arrangements betrifft. Was hat dieser Mann Ideen! Er verteilt traumhaft schöne und griffige Melodielinien geradezu inflationär auf die Songs, er nimmt sich stilistisch aus Pop, Latin, Rock und sogar Schlager oder Jazz, was er eben gebrauchen kann – was Songwriting angeht, braucht er sich vor Lennon/McCartney oder ABBA keineswegs verstecken. Textlich beschränkten sich Ultra Bra nicht auf Liebe und Triebe: »Ken Saro-Wiwa On Kuollut« (Dt.: Ken Saro-Wiwa ist tot) verdeutlicht, dass die Band politisch Stellung bezog und mehrere Mitglieder später sogar sich politisch betätigten. Vier CDs nur hat die Band von 1994 bis 2001 veröffentlicht, daraus stammen die 39 Songs dieses Doppel-Samplers.

Ultra Bra war unvergleichlich – fast: Kerkko Koskinen hat nach dem Ende und ein paar Solo-CDs sein Kollektiivi gegründet, das – mit geringfügig weniger Stimmen v auf mindestens gleichem Niveau das Konzept weiterentwickelt. In jedem Fall ist dieser Sampler absolut unverzichtbar! (tjk)



Siehe auch:
Kerkko Koskinen
Vuokko Hovatta
Scandinavian Music Group
Kerkko Koskinen Kollektiivi

 Ultra Bra: Sinä Päivänä Kun Synnyin

Offizielle Website

Offizielle Website      www.musicfinland.com/ultrabra

   

Vesireittijä
(2000, Pyramid 1000.231162)

Nix Wonderbra – Ultra Bra! Interesse an einem »altmodischen« Revue-Ensemble? Mit finnischen Texten? Dann sind Ultra Bra genau das Richtige. Die Urheber der Kapelle, Kerkko Koskinen, seines Zeichens Pianist/Komponist und Olli Virtaperko ernteten zwar nur Spott, als sie Mitte der Neunziger drei weibliche Stimmen mit zwei Männlichen um ein achtköpfiges Orchester – vollständiger Bläsersatz inbegriffen – gruppierten. Doch bald blieb den Spöttern das Lachen im Halse stecken: Die Lokalmatadoren garantier(t)en gefüllte Clubs und gut besuchte Festivals in ganz Finnland, jeder scheint sie zu mögen, unabhängig von Alter, Herkunft und (Aus)Bildung.

Ob dabei die ausgefeilten Arrangements oder die phantasievollen, rockinspirierten, Bläser-betonten Melodien den Ausschlag geben bleibt ungewiss. Die Texte freilich wandelten sich im Laufe der Zeit; schwankte das Debüt aus dem Jahre 1996 noch zwischen politischen und absurden Lyrics, überwiegt auf dem Viertling »VESIREITTIJÄ« die Romantik, gespickt mit einer Portion gesunden Humors. (nat)

   

Kalifornia
(1999, Johanna Kustannus Oy 1000 231002)

»KALIFORNIA« ist das erste Album Ultra Bras ohne die Sängerin Anna Tulusto, die im Vorjahr bei der Band aus- und ins finnische Parlament einzog. Sie wurde nicht ersetzt, so verminderte sich die Mitgliederzahl auf zwölf. Doch davon lässt sich die Truppe ebenso wenig schwächen, wie von dem Ausscheiden im Finnischen Vorentscheid zum Ex-Grand Prix (Eurovision Song Contest) anno 1998.

Immer noch dominieren mehrstimmiger Gesang mit teils kanonartigen Passagen die manchmal nahezu musicalähnlichen Stücke. Die Nordlichter treten auf ihrem Drittling immer noch unglaublich kraftvoll auf – und katapultieren die Scheibe nonchalant auf Platz Eins der heimischen Verkaufscharts. (nat)

   

Kroketti
(1997, Johanna Kustannus Oy 1000 230842)

Perfekt komponiert, arrangiert und von dem gleichen dreizehnköpfigen Ensemble wie auf dem Vorgänger umgesetzt, so wurde »KROKETTI« zum größten Publikumserfolg: Das zweite Album der »Super Guten« biss sich 34 Wochen in den heimischen Top Ten fest, blieb insgesamt 90(!) Wochen in den Top 40.

Die größten Ultra Bra-Hits stammen ebenfalls von dem Zweitling: Neben dem Kultklassiker »Sinä Lähdit Pois«, der ein Beziehungsende beschreibt und quasi zur Bandhymne wurde, finden sich hier auch »Savanni Nukahtaa« plus »Minä Suojelen Sinua Kaikelta«. Wer dies Band mit ihren exzellenten Musikern noch nicht kennt, der sollte sich diese Dreiviertelstunde (Spiel)Zeit nehmen, um sie kennen zu lernen. (nat)

   

Vapaaherran Elämää
(1996, Johanna Kustannus Oy 1000 230782)

Dem Debüt »VAPAAHERRAN ELÄMÄÄ« ging ein Wettbewerb für politische Lieder anno 1994 voraus, den die Gruppe um Virtaperko/ Koskinen gewann. Das Stück »Ampukaa Komissaarit, Nuo Hullut Koirat« (»Erschießt die Kommissare, diese verrückten Hunde«) bezog sich dabei auf die Europäische Kommission. Während den Aufnahmen zur ersten Single im Folgejahr, fand die Kapelle ihren Namen – wobei Ultra Bra ebenso einen BH benennen, wie »super gut« auf Schwedisch bedeuten kann.

Nachdem sich das Besetzungskarussell fleißig drehte, fand für das 1996er Werk »EINES JUNGGESELLEN LEBEN« endlich eine Truppe zusammen. Die opulente Instrumentierung sowie fünf Sänger(innen) plus mehrere Hintergrundgesänge der Instrumentalisten charakterisieren den typischen Ultra Bra Sound. Hier sind die Texte noch oft politisch, wie »Ken Saro-Wiwa On Kuollut« (»Ken Saro-Wiwa ist tot«), der sich gegen Shell richtet. (nat)



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