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Alle Rezensionen zu Egotrippi
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Maailmanloppua Odotellessa
(2008, Sony BMG 88697 385362)

Dreizehn Jahre nach ihrem Debüt befinden sich Egotrippi laut Opener und Titelstück in Erwartung des Weltuntergangs – allerdings in äußerst fröhlicher musikalischer Laune. Zeilen wie »schau raus, da ist ein Meteorit« singt Knipi zu Händeklatschen und groovender Akustikgitarre. Ausnahmsweise intoniert er solo »MAAILMANLOPPUA ODOTELLESSA«, meist teilt er sich den Gesangsposten mit Mikki, manchmal schwingt zusätzlich Bassist Anssi das Mikro. Und noch liegt die Apokalypse zwölf weitere Lieder entfernt: Das Quintett nähert sich ihr öfter gemächlich melancholisch, wie im Klavier-Dominierten »Hyvästi Naiset«, spielt aber ebenso Schunkelrhythmen wie im anschließenden »Kaikenlaista Harmia«.

Außer Schlagzeug, Bass und Gitarren bedienen die Finnen auf dem 47-Minüter verstärkt Klavier- und Orgeltasten, setzen ferner immer wieder Akzente durch Glockenspiel, Tamburin oder Flügelhorn. Doch die Nordlichter können auch ganz anders: Äußerst puristisch inszenieren sie »Mies Räjähtää«. Trotz gewisser Konstanten (meist höher gelagerter Gesang, keine großen Geschwindigkeitsausbrüche) bringen Egotrippi die größtmögliche Vielfalt auf das Album – und räumen damit gleich drei »Emmas« ab: Sie gewinnen in den prestigeträchtigen Kategorien »Gruppe des Jahres« und »Album des Jahres«, sowie »Popalbum des Jahres«. (nat)

 Egotrippi: Maailmanloppua Odotellessa

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.egotrippi.com/

   

Helsinki-Hollola
(2000, Zen Garden GAR28)

Wer die poppigen Egotripper heute hört, mag nicht glauben, dass deren Ursprung in der Thrash Metal-Band(!) »Vibration« liegt – in den Achtzigern von Sänger Mikki, Gitarrist Knipi und Ex-Schlagzeuger Osku gegründet. Diese Art der Tonerzeugung langweilte die Finnen jedoch bald, sie schrieben finnische Texte, erweiterten ihre Musik in die Pop-Rock-Richtung, stellten ein neues Line-Up zusammen und veröffentlichten ihr Debüt 1995.

Auf »HELSINKI HOLLOLA« schmachtet Mikki schnulzig ins Mikro, zuweilen mehr schaurig als schön, etwa bei »Käytettyä Ilmaa«. Den rockigen Anteil vertreten gerade noch so »Umpikujassa« (In der Sackgasse) oder »Täytyy Mennä«. Der Rest plätschert leise vor sich hin, tut keinem weh und lenkt nicht allzusehr von der gerade ausgeübten Beschäftigung ab. Wer soliden, schmerzfreien Giterrenpop mag, Hintergrundmusik sucht oder von einem entfernten Verwandten der Simpsons verzierte Booklets mag, ist hier bestens aufgehoben. Willkommen im »Trippers-Club« – bestmöglicher Name des Shops auf der bandeigenen Website? (nat)



Siehe auch:
Tehosekoitin
Ultramariini
Von Hertzen Brothers
Latebird



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