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Alle Rezensionen zu Audrey Horne
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Youngblood
(2013, Napalm NPR468)

Audrey Horne zeigen uns 2013, was eine Steigerung ist: Classic Rock, mehr Classic Rock, Audrey Horne! Die Norweger um Sänger Toschie klingen auf ihrem vierten Album »YOUNGBLOOD« klassischer als die Originale von Led Zeppelin bis Thin Lizzy – und umschiffen damit gekonnt sämtliche Plagiatsklippen. Wenn »Straight Into Your Grave« nicht so nach Audrey Horne klänge, könnte es auch aus den (späten) Siebzigern stammen; grandiose Gitarren, großer Refrain … nur, was soll das nervige, wie ein Wecker klingende Piepsen?

Die zehn Songs Minuten klingen mal bluesig, mal hardrockig, aber glänzen immer mit viel Groove, satt blubbernden Bassläufen, überragenden Melodien, tollen Arrangements, plus kleinen Extras wie Orgel oder Perkussion und sind perfekt, warm produziert. Der Fünfer aus Bergen ehrt mit diesem 43-Minüter seine Vorbilder – und befördert sie mit einer spielerischen Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht, ins Jahr 2013. PS: Einzig das etwas simpel gestrickte »There Goes a Lady« fällt als Hymnen-Anwärter weg. (nat)

 Audrey Horne: Youngblood

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.audreyhornemusic.com/

   

Pure Heavy
(2014, Napalm -)

Für »PURE HEAVY« nehmen Audrey Horne sehr viele klassische Riffs und Melodien, eine Prise Thin Lizzy (»Gravity«), etwas Judas Priest (»Holy Roller«) sowie eine Würdigung an »David Lee back in '83« (»Tales From The Crypt«). Die Norweger verbeugen sich mit ihrer fünften Studioscheibe vor klassischem Rock, Hardrock und Metal – und rasen dann gemeinsam mit Amon Amarth-Fronter Johan Hegg ins Jahr 2014.

Der Schwede spielt im durchgeknallten Video zum Gute-Laune-Stück »Out Of The City« die Hauptrolle, allerdings erinnert es musikalisch ebenfalls eher an Thin Lizzy als an Metal. Nach Iron Maiden klingt dagegen der Anfang von »High And Dry«. Inmitten dieser ganzen Reminiszenzen vermisse ich die Eigenständigkeit, die besondere Atmosphäre der frühen Audrey Horne – und irgendwie kopieren sie sich nun (fast) selbst. Oder anders ausgedrückt: »führen nahtlos fort, was sie auf dem Vorgänger angefangen haben«. (nat)



Siehe auch:
Amon Amarth

   

Audrey Horne
(2010, Indie Recordings/Soulfood INDIE032CD)

Eine knapp zweiminütige, gesang- und gitarrenbetonte Einführung namens »These Vultures« geleitet den Hörer in das Reich von »AUDREY HORNE«. Das erste richtige Stück »Charon« klingt schon eine ganze Ecke härter: Mehr Groove, härtere Rhythmen, fast hardrockartige Gitarren.

Gut 50 Minuten hüllen Audrey Horne klassischen Rock in düstere Gewänder, die Texte blicken häufig in Abgründe der menschlichen Seele. Auch das dritte, bittersüße Album der Bergener ist alles andere als eingängige oder leichte Kost. Komplex, melodisch, bedrückend, intelligent sind sie, die elf Stücke von Sänger Toschie, Gitarrist/Komponist Arve »Ice Dale« Isdal (Ov Hell, Enslaved), Gitarrist Thomas Tofthagen, Schlagzeuger Kjetil sowie den Gästen Herbrand Larsen (Keyboard) und Espen Lien (Bass). (nat)



Siehe auch:
Ov Hell

   

Le Fol
(2008, Indie Recordings/Soulfood INDIE00-7CD)

Bereits Ende August 2007 erschien der »NO HAY BANDA«-Nachfolger in Norwegen, erst knapp sieben Monate später erreicht Audrey Hornes »LE FOL« den deutschen Markt. Die zweite Scheibe der Bergener – nebenbei Mitglieder bei (Ex-)Black Metal-Bands wie Enslaved und Gorgoroth – beißt sich nicht auf Anhieb in den Ohren fest, dafür hat sie zuviel Ecken und Kanten.

Sie punktet aber nach mehrmaligem Hören. Die Gewinner des Spellemannsprisen (»Beste Metalband«) haben ein Dutzend spannend und abwechslungsreich arrangierte Alternativ-Stücke im Gepäck. Die Palette reicht von Heavy-Rock-Grunge (»I Wish You Hell«) über Hippie-Hammondorgel-Sound (»Threshold«) bis zur Akustikgitarren-Streicher-Ballade (»Monster«). Reinhören. (nat)



Siehe auch:
Enslaved
Gorgoroth

   

No Hay Banda
(2005, Dog Job/Tuba DOG 003)

Rockiger Metal oder metallener Rock mit einer Prise Foo Fighters, möglicherweise einer Idee Clawfinger, straighten Gitarrenriffs und dem variablen Gesang des Frontmanns Toschie bringt Abwexlung auf den Plattenteller. Mit Alice In Chains und Faith No More vergleichen die Sympathisanten in ihrer Heimat das Sextett aus Bergen – den amerikanisch angehauchten Sound könnten sie dem Koproduzenten Joe Baressi verdanken, welcher das Debüt »NO HAY BANDA« in L.A. abgemischt hat.

Die 2002 gegründete, nach einer Figur aus dem David Lynch Kultstreifen Twin Peaks benannte, norwegische Combo hat auch einige bekannte Gesichter vorzuweisen: Keyboarder Herbrand hämmerte bereits bei Enslaved in die Tasten wo auch Arve klampfte, Kjetil trommelte bei Deride und Toschie aka Torkjell sang bei Sylvia Wane. Neben dem packenden Opener »Dead« sei « dem bereitwilligen Hörer als Kontrastprogramm das gedämpftere »Confessions & Alcohol ans Herz gelegt. (nat)



Siehe auch:
Enslaved
Clawfinger



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