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Alle Rezensionen zu Callisto
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Providence
(2009, Fullsteam Records FS121)

Callisto machen mit »PROVIDENCE« musikalisch genau da weiter, wo sie mit »NOIR« aufgehört haben: Die Finnen schaffen eine düstere, melancholische Klangwelt mit viel Atmosphäre, eine, in der sich der Hörer völlig verlieren kann. Am Mikro gibt es allerdings eine Neuerung: Markus Myllykangas konzentriert sich (fast) ganz aufs Gitarrenspiel, nur gelegentlich unterstützt er im Hintergrund Jani Ala-Hukkala, den neuen Fronter. Janis Stimme schiebt sich leider manchmal hinter die Instrumente, wie in »Rule The Blood«. Auch wirkt sein Gesang im Mittelteil der Scheibe etwas zu eintönig.

Doch meist beweist das frischgebackene Sextett ein gutes Händchen für feine Arrangements und Stimmungen: Sanfte (Gitarren)Melodien treffen auf teils hitzige (Schlagzeug- oder Gesangs-)Ausbrüche. Jazz (»New Canaan«) vermischt sich mit Hardcore oder progressiven Parts, ein paar orientalische Sprenkel hier, ein paar Countrytupfen dort. Gesangspassagen werden immer wieder durch lange, besinnliche, rein instrumentale Phasen abgelöst. Wer es gerne 70 Minuten vielfältig aber konsequent trübsinnig mag, ist hiermit bestens bedient. (nat)

 Callisto: Providence

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.callistochaos.com/

   

Noir
(2007, Fullsteam Records FS044)

Der Nachfolger von »TRUE NATURE UNFOLDS« der Jazz Metaler Callisto hat einen ganz anderen Charakter: »NOIR« wirkt, als bestünde es nur aus instrumentalen Liedern. Nur beiläufig taucht der tiefe, raue Gesang auf. Auf mehr als der Hälfte des Albums hüllt sich Fronter Markus Myllykangas gänzlich in Schweigen.

Der Opener »Woodworm« dehnt sich auf über sieben Minuten aus, mit feinen Jazz-Parts, inklusive eines Gastes am Solo-Saxophon und spärlich dosiertem Growl-Gesang. Callisto bleiben auf dem ganzen Album trotz vereinzelter aggressiver Ausbrüche stets ruhig und atmosphärisch; sie agieren sehr düster mit progressiven Einlagen – aber zu monoton, um in einer Liga mit den Düsterrockern Tiamat zu spielen. (nat)



Siehe auch:
Tiamat

   

True Nature Unfolds
(2004, Fullsteam Records FS-017)

Die finnischen Jungs mit den Tocotronic-Frisuren brüllen auf ihrem Debüt aber mächtig böse ins Mikro. Genauer gesagt: Sänger/Gitarrist Markus Myllykangas sowie Backgroundsänger Juho Niemelä, der nebenher noch schleppende, deprimierende Basslinien produziert. Schlagzeuger Ariel Björklund schlurft gemächlich hinterher, während Johannes Nygård seine Klampfe wimmern lässt. Trotz aufjaulendem weiblichen Gesang in »Storm« – allenfalls ein Sturm im Wasserglas – oder Saxophon-Fragmenten die »Cold Stare« höchstens dekorieren, statt harmonieren, hapert's an Eigenständigkeit und Originalität.

Gefühlsarm und gesichtslos dümpeln Songfetzen streckenweise ohne rechten Fluss vor sich hin, beliebig aneinandergepappt. Viel bleibt nicht beim Hörer hängen. Das Emotionalste an »TRUE NATURE UNFOLDS«: Der Produzent der Platte, Miezsko Talarczyk von Nasum, gilt inzwischen offiziell als bei der Flutkatastrophe in Asien umgekommen. (nat)



Siehe auch:
Nasum



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