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Alle Rezensionen zu Underwater Sleeping Society
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

The Dead Vegas
(2008, Backstage Alliance/Nordic Notes KOOL-001)

Dass gegen mausgraue Melancholie oder fiese Verluste nur eine gewisse trotzige Leichtigkeit und ein gepflegtes Pathos helfen, haben Underwater Sleeping Society sehr schön verstanden. Die Welt ist auf »DEAD VEGAS« ein unwirtlicher Ort, wo man von Kalamität zu Kalamität taumelt. Einsam verbluten nach einem missglückten Schuss (»Accident«) oder das Zuhause abbrennen sehen (»This Might Have Happened«) sind vordergründig kaum fröhlich stimmende Songs. Aber halt! Dieser finnische Retro-Prog-Pop ist absolut nicht düster. Sogar Indiepopdisco-kompatibel. Dieser Weltschmerz wärmt!

Mit ihrer dritten Veröffentlichung streben die Unterwasserschläfer hörbar nach Höherem: Dass ihr musikalisches Gefühlskino es auf die großen Leinwände schaffen möge. Der Anspruch ist da. Vor allem die Balladen tragen, vorangetrieben von der unbedingten Dringlicheit von Sänger Okko Nieminen. Das Handwerk stimmt: Das Mischen hat Kalle Gustafsson Jerneholm von The Soundtracks of Our Lives besorgt, das Mastering der New Yorker Guru Fred Kevorkian. Jetzt muss die Welt nur noch Richtung Helsinki blicken. (emv)



Siehe auch:
The Soundtrack Of Our Lives

 Underwater Sleeping Society: The Dead Vegas

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.uwssoc.net

   

All Other Lights Go Out
(2007, New Music Society NMC-013)

Post-psychedelisch, aber nicht peinlich, sondern poppig: Underwater Sleeping Society schicken auf ihrem zweiten Longplayer cooles Dandytum und unbändige Spielfreude in die Flitterwochen und fahren mit ihrem unorthodoxen Stilmix Richtung Sonnenaufgang. Auf »ALL OTHER LIGHTS GO OUT« agiert Asko Keränanen von 22 Pistepirkko als Co-Produzent. Der Schuss Kantigkeit hat nicht geschadet.

Sänger Okko ist bestens aufgelegt, aber in Songs wie dem atememlosen »Madwheels« und dem angefolkten »Ending Roger's Dream« sind Keyboarder Olli und Klarinettist Olavi die eigentlichen Helden. Die Unterwasserschläfer sind Jäger und Sammler, die Fundstücke sehr sinnlich für sich reklamieren und etwas Eigenes daraus schaffen. Viel versprechend. (emv)



Siehe auch:
22 Pistepirkko

   

Lotus
(EP, 2006, New Music Society NMC011)

Leichtfüssig. Urban. Cool. Wenn Duran Duran nicht so dumm und eitel wären, könnten sie heute so klingen wie das Sextett aus Helsinki, das auf seiner »LOTUS«-EP mit Riesenschritten in Richtung Grand Pop strebt. Underwater Sleeping Society lassen den Gitarrenpop intelligent und naseweis funkeln. Bloss nicht blöde dröge sein! Die Klarinette schmiegt sich an die vier Songs und spielt sich unspektakulär in den Vordergrund.

Die 70er und ihre Lust am Psychedelischen bleiben der feste Boden unter den Füßen der Unterwasserschläfer. Hinzugekommen sind eine souveräne Flockigkeit und die selbstbewusste Eigenständigkeit von Sänger Okko Nieminen. »Unicorn Shades» ist ein unverschämt tanzbares Glanzlicht. Da geht noch mehr! (emv)

   

Future On A Plate
(2004, New Music Society NMC-005)

Ein Tag mit extremen Stimmungsschwankungen könnte ungefähr so ausfallen wie das Debütalbum von Underwater Sleeping Society: Energiegeladener Beginn, gefolgt von kleinmütiger Nabelschau, Erinnerung an die Zeit kindlicher Unschuld, dann zur Ruhe kommen und endlich schlafen, schlafen. Interessante Mischung. Auf »FUTURE ON A PLATE« spielen die fünf Finnen mit Versatzstücken der psychedelischen frühen Siebziger. Dick aufgetragene Keyboards, abrupte Tempowechsel, aufblitzende Morsezeichen und eine Prise Hippie-Folk. Und wenn es etwas theatralisch wird, klingt Sänger Okko Nieminen zwischendurch wie Tom Chaplin von den Britpoppern Keane.

Diese Tour de Force durch die Asservatenkammer der Popgeschichte macht trotzdem Spass. Wie die cool-elegante Gitarrenhymne »Madrid«, die relaxte Klavierpop-Perle »Lost« oder »My Piano«, das fast wie ein verschleppter Walzer daherkommt. Und ein Extra-Goodie fürs Auge gibt's dazu: Den Preis für das schönste Prilblumen-Cover des Jahres hat das Quintett schon jetzt gewonnen. (emv)



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