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Alle Rezensionen zu 200
(Genre »Rock«, Land »Färöer«)

 

Viva La Republica
(2005, Tutl HJF 121)

Ups! Hier flötet nicht der Basstölpel sein Hochzeitslied. Hier brandet nicht das Meer an die felsigen Küste. Hier ist keine scheue Einheimische dabei, ein altes Volkslied zum Besten zu hauchen. Statt dessen bratzt die Gitarre, röhrt der Bass und werden die Trommelfelle recht arg beansprucht. Der klassische Dreier also, getragen von Uni Arting (dr), Niels Arge Galán (g) und Mikael Blak (b), den man als Musiker von diversen fähringischen Produktionen her kennt, wie etwa bei Eivör Pálsdottir.

Und wo heftiger Rock am Wirken ist, artikuliert sich sogleich offene Wut. »Es lebe die Republik« ist in diesem Sinne ein flammender Aufruf zur Unabhängigkeit des Inselstaates vom Hausherren Dänemark, ein Plädoyer gegen religiösen Fundamentalismus und Homophobie, gebannt in 16 Songs, die ohne viel Federlesens zur Sache gehen: Schnell sein, wild sein, keine Kompromisse eingehen – das ist Motor wie Lebensgefühl für die drei Jungs. Zuweilen fühlt man sich zurück versetzt in die Anfangsjahre des Punk, dann wieder wird fast klassischer Rock'n Roll geboten, und zwischendurch macht man gar echten Krach. Eine Platte also, die man besser nicht dem Harmonie-orientierten Feingeist schenken sollte. (frk)



Siehe auch:
Eivør Pálsdóttir

 200: Viva La Republica

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.tveyhundrad.net

   

Graceland
(2006, Tutl HJF 141)

Mehr Stoff als auf einer EP und weniger als auf einer CD bietet die dritte Produktion, die nach Auskunft ihres Sängers und Gitarristen Niels Arge Gálan direkt aus der Hölle kommen soll. Wieder ackern die drei 200er, dass die Erde bebt und der Himmel schwankt. Doch es sind auch zunehmend melodiöse und fast harmonische Schnipsel zu hören, womit alle widerlegt werden, die meinen, dass Punk nichts als Krach sein kann.

Auch diesmal will man das Album als klares Statement für die Unabhängigkeit von Dänemark gehört wissen, und Songs wie »Taliban« und »Homofobia« protestieren energisch gegen die färöische Regierung, die im Rückgriff auf christliche Hardliner Homosexuellen Schutz vor Diskriminierung verweigert. Und dieser Protest mündet in 14 handfesten Songs, die man sehr, sehr laut hören muss. Darauf ein dreifaches Ha-Ha-Halleluja! (frk)



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