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Alle Rezensionen zu Ibrahim Electric
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Rumours from Outer Space
(2014, ILK/VME ILK230CD, ILK230LP)

Schlagzeuger Stefan Pasborg wird nicht müde; rund zwanzig Platten hat der Däne bereits unter seiner Federführung veröffentlicht, daneben zahlreiche weitere als Sideman; seit Jahren werden ihm Preise und Stipendien zugeworfen... Mit »RUMOURS FROM OUTER SPACE« legt sein Trio nun Album Nummer 8 vor, und entwaffnend wird vorausgeschickt: »Ibrahim Electrics Stil war nie einer für Pedanten.« Nun soll damit keinesfalls der Kollege, der manch eine Platte der Band mit wenig Begeisterung quittierte, abgeurteilt werden. Immerhin möchten Musiker und Label verkünden, dass das Album den Beginn einer neuen Ära markiere, in der die Band das weite Universum durchquert, um außerirdische Wesen zu finden. Das heitere Coverdesign macht deutlich, dass Pasborg, Knudsen, Tuxen und auf der Hälfte der Stücke Rune Olesen als Percussion-Gast viel Spaß haben — und sie uns ebensolchen wünschen.

Wenn uns bedauerlicherweise nicht vergönnt ist, mit dem Trio mehr als 30 Länder auf fünf Kontinenten zu bereisen, von São Paulo über Vancouver, nach Shanghai, Monte-Carlo, über Casablanca bis ins hohe Varanger, so nehmen wir zumindest die Einladung auf eine Reise durchs All an. Während »Moondogs on the Run« den Hund der Band als Gastsänger verbucht, brummt Nicolai Elsberg in »Jag vill leva«, als wäre er aus einer anderen Zeit herübergesprungen. Kann schon mal passieren, wenn »Space Invaders« und »Sneaky Galaxy Golddiggers« aus der Ferne zurückkehren. Rock-Soul-Jazz mit polyrhythmischen (»The Afribians are coming«) Flower-Power-Orgelkaskaden. (ijb)



Siehe auch:
Stefan Pasborg
Delirium
Mark Solborg
Pasborg / Dahl

 Ibrahim Electric: Rumours from Outer Space

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ibrahimelectric.dk

   

Absinthe
(2007, Stunt/Sunny Moon STUCD 06152)

Geneigter Leser, anmutige Leserin, bitte fügen Sie je nach Geschmack und/oder Tagesform in die Klammern die Adjektive »gut« oder »schlecht« ein.

Die (…) Nachricht zuerst: Die Doors sind schon wieder da, diesmal heißen sie aber Niclas Knudsen (g), Jeppe Tuxen (org) und Stefan Pasborg (dr), und statt dem (…) geilen Sänger in der schwarzen Lederhose haben sie einen Percussion-Mann namens Rune Olesen dabei, ist sicher billiger. Für den wurde nämlich offensichtlich auch das Mikro eingespart. Diese dänischen Doors dudeln Doors-Stücke, die es bisher noch nicht gab, das ist auch (…) so. Gelegentlich mit ziemlich (…) Anklängen an 60er-Soul-Jazz, 90er-Acid-Jazz und auch mal hemmungslosem Krach, aber selten mit allzu viel Sinn, Ziel und Melodien. Wo sonst der Sänger knödelte, gniedelt jetzt der Gitarrist, und die Orgel orgelt dazu. Ganz besonders (…) Stück 7: ein abgespeckter Rote-Armee-Chor meets Village People, dirigiert von Giorgio Moroder. (tjk)



Siehe auch:
Dawda Jobarteh & Stefan Pasborg

   

Ibrahim Electric meets Ray Anderson
(2005, Stunt/Sundance STUCD 04172)

Orgel-Trios gibt es einige in der internationalen Jazz-Szene, aber wohl kaum eines, das so konsequent nach vorne spielt, dem der Spaß der Zuhörer so wichtig ist: Have fun! Drummer Stefan Pasborg, Jeppe Tuxen an der Hammond-B3 und der Gitarren-Wizard Niclas Knudsen (der immer öfter da auftaucht, wo es spannend werden kann – oder umgekehrt?) machen tanzbaren Power-Jazz-Blues-Rock-Afro-Funk-Jazz. Und Pasborg hatte eine Idee: Warum nicht mal Ray Anderson fragen; der würde sicher zu uns passen!

Und Ray Anderson passt auch tatsächlich prima zu dem High-Energy-Trio: selbst dem Power-Play verfallen, ohne technische Grenzen und mit viel Spaß an Grooves, Soli über mehrere Oktaven und den einfach-eingängig-tanzbaren Stücken von Ibrahim Electric fühlt sich der Posaunen-Superstar hörbar wohl. Ohne Proben auf die Bühne, den Turbo anwerfen und die tobende Masse im Copenhagen Jazzhouse zum Tanzen bringen: kein Problem. Okay, die Stücke sind nicht der Brüller, aber egal: geile Party!
P.S.: gleiche Instrumentierung, aber viel bessere Besetzung und Stücke: Barbara Dennerleins beste CD »Straight ahead«, mit M. Watkins-g, R. Burrage-dr und eben Ray Anderson (1988, enja rec. 50772). (tjk)



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