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Alle Rezensionen zu Morild
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Nordic Landscapes
(2018, Gvito Records GVR 001)

Hinter Morild verbergen sich Dag Einar Eilertsen und Marius Noss Gundersen, also ein norwegisches Duo. Mit einer ungewöhnlichen Instrumentierung setzen sie sich von vielen anderen Duos ab: Gundersen spielt klassische Gitarre und ist auch als Solo- oder im Gitarrenduo unterwegs, sein Partner Eilertsen hat sich auf die Altposaune spezialisiert: Diese ist kleiner als die »normale« Tenor- oder Bassposaune, klingt höher und klarer und ist aufgrund der Zuglänge und anderer Notation nicht ohne weiteres von Posaunisten spielbar. Diese Kombination klingt, das kann man uneingeschränkt sagen, sehr apart.

Eilertsen und Gundersen möchten mit »NORDIC LANDSCAPES« ebensolche zum Klingen bringen – also nordischen Jazz mit langen Melodielinien und angenehmer Atmosphäre, mit nicht allzu viel Improvisation, aber viel Stimmung. Das gelingt ihnen über weite Strecken auch gut, allerdings merkt man schnell, dass Eilertsen (der auch schon bei Oslo 13 aktiv war) dem Jazz näher ist als Gundersen: Der fühlt sich in auskomponierten Passagen offensichtlich wohler, ein Übermaß an Swing kann man ihm auch nicht attestieren – muss ja auch nicht sein, im nordischen Jazz. Schöne Ansätze, aber ab der Hälfte gehen ihnen ein wenig die Ideen und die Variationen aus. Da hätte mehr draus werden können: In der Ruhe liegt nicht immer die Kraft. (tjk)



Siehe auch:
Oslo 13

 Morild: Nordic Landscapes

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.morild-music.com

   

Drømte Mig En Døm
(2005, Gofolk GO0205)

Es muss an den persönlichen Beziehungen der MusikerInnen liegen, dass die Musik so traumhaft ausgewogen und selbstverständlich daherschwebt. Anne (Saxofon, Gesang, Keyboards) und Christine Dueholm (Drums) sind Schwestern; Bassist Henrik Kunz ist außerdem mit Anne verheiratet. Alle drei musizieren schon seit zehn Jahren in unterschiedlichen Besetzungen, aber auch mit anderen dänischen Jazzern wie Bo Stief – der hier produzierte – oder Uffe Steen.

Das Trio interpertiert Traditionals ihrer Heimat, aber in einem so jazzig-neuen, schwerelosen Kontext, dass man jeder Note gebannt zuhört und sich oft an Jan Garbarek erinnert fühlt. Die wahren Stärken aber sind die luftig reduzierten Arrangements und die bezaubernde Vertrautheit: Ja, das muss eine wahrhaft gute Ehe und ein innig liebendes Schwesternverhältnis sein. Aufnahmequalität, Komposition, Ausführung – alles nahezu makellos und ansprechend. Billig amateurhaft wirkt nur das gesamte CD-Cover. (peb)



Siehe auch:
Bo Stief
Uffe Steen
Jan Garbarek



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