Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Moon Fog Prophet
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Dim Dum Sing The Sun
(1998, Metamorphos META-014CD)

Glam-Prog? Triumphale Keyboards, zu denen Vangelis wohlwollend lächeln würde. Wo gibt es denn so etwas? Im Küstenstädtchen Pori natürlich, Finnlands kleiner Hochburg des Progressive Rock. Das Quartett um Mastermind Mika Rättö entfernt sich auf seinem ersten Longplayer zwar nie weiter als einen mittelweiten Steinwurf von den Grundkoordinaten des Genres. Aber diesen Zwischenraum nutzen die Propheten als Spielwiese für Experimente in Richtung Jazz, Walzer oder Klangcollage. Und verbeugen sich immer wieder vor David Bowie zu seinen Glanzzeiten Ende der 70er.

Temperamentvoll und abwechslungsreich, und vor allem für Prog-Verhältnisse: Kurz und auf den Punkt! So kommen die Propheten zur Sache. Abzüge in der B-Note gibt es für die schmalbrüstigen Vocals von Rättö. Dafür entschädigen Stücke wie »Dance Of The Emerald Knights«, ein geradezu rotzfreches Manifest für mehr Glamour im Stoner Rock. Zum Verständnis des weiteren Werdegangs der Band gehört übrigens unbedingt dazu, dass sich die Pori-Prog-Szene immer mehr verästelt: Aus Moon Fog Prophet werden zu Beginn des neuen Jahrhunderts Kuusumun Profeetta, die von Stund an nur noch finnisch singen. Einzelne Bandmitglieder musizieren auch bei Circle, Ektroverde oder bei der neuesten Formation Lowlife Rock'n'Roll Philosophers. (emv)



Siehe auch:
Kuusumun Profeetta
Circle
Ektroverde

 Moon Fog Prophet: Dim Dum Sing The Sun

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.moonfogprophet.com

   

Taunting Tin Bells Through The Mammal Void
(2002, Melos Records MMP 420)

Schauermärchen. Epos. Melodram. Ohne große Gemütsbewegungen geht auf der fünften CD der Musiker aus Pori rein gar nichts. Die theatralische Attitüde hat ihre Berechtigung: Grundlage des Albums ist ein Bühnenstück von Bandgründer Mika Rättö. Die Musiker erschaffen hier ein sehr eigenwilliges Klanguniversum, das sich noch am ehesten mit »Gothic Grusel Prog« beschreiben lässt. Kathedralengleiche Keyboards kontrastiert mit Hippieseligkeit. Mittelaltermarkt trifft Kiffermusik.

Allzusehr huldigen die Mondnebelpropheten hier dem Pathos. Was an Seelenpein und Gewissensqual so richtig dolle Schmerzen bereitet – immer feste auf den Sack gehauen, dann ist es richtig! Schwachpunkt sind weiter die sehr dünnen Vocals. Irgendwie hat diese abstruse Melange aber durchaus ihre Faszination, die Neugier weckt. Warnung: Das sind Genüsse für den fortgeschrittenen Fan! (emv)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel