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Alle Rezensionen zu Euroboys
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Soft Focus
(2004, Virgin/EMI 0724357875622)

Einen Sommer der Liebe versprechen die Euroboys. Deren euphorisch vertonter Optimismus könnte direkt aus dem Blütenkelch des 90er Britpop entsprungen sein. Dem gleichen, woraus sich auch Teenage Fanclub kiloschwer bedienen. Und sobald Melancholie ein paar Stirnfalten formiert, legt sich gleich ein solides Bündel beachboyesker Sonnenstrahlen in die kleinen Sorgengräben. Graue Wolken ziehen nur bei den ausladenden und höchst überflüssigen Instrumentals am makellosen Himmel auf – natürlich nur beim Hörer.

Die Boys umschmeicheln weiter in »Good Vibrations«-Manier mit leicht verzerrten Gitarren und einem zielsicheren Gespür für elaborierte Melodien die offenkundig referenzlastigen Popsongs. Hübsch gestriegelt gibt es hier keinen bitteren Nachgeschmack – es bleibt an dieser makellosen Oberfläche einfach nichts kleben. Da hilft es auch nicht, dass zwei der Euroboys bei Turbonegro und Gluecifer spielen. Harte Kerle, federweicher Kern. Langweiliges Album. (maw)



Siehe auch:
Turbonegro
Gluecifer

 Euroboys: Soft Focus

   

Getting Out Of Nowhere
(2000, Virgin/EMI 8.50150.2)

Auch wenn man in Norwegen noch am Sinn der EU-Mitgliedschaft zweifelt – die Euroboys schreiten derweil auf ihrem dritten Album mit kratzbürstig-frechem Garagenrock forsch Richtung Kontinent voran.

No-Future-Songtitel wie »Dirty Hole«, »Smash It To Pieces« oder »Needle Park« sagen eigentlich schon alles: Die Wurzeln des Quintetts liegen bei frühen Punk-Rabauken wie Iggy Pop und den Stooges oder MC5, können diesen aber – da zu stark gezähmt – nicht das Wasser reichen. Unerwartet und durchaus hörenswert kommt allerdings das als psychedelische Schnulze getarnte »Scarborough Fair« daher – wer erinnert sich noch an das Original von Simon & Garfunkel? (peb)



Siehe auch:
Jaga Jazzist

   

Long Day's Flight 'Till Tomorrow
(1999, Man's Ruin MR 197)

Hier sind sie wieder, die Jungs der schwulen Jugendgruppe Ibbenbüren. 'Tschuldigung: die Easy-Listening-Barden aus Oslo mit dem gleichen, leicht homoerotischen Bandnamen. Sie sind wieder unterwegs im Namen von leichtfüßiger und psychedelisch ausgewalzter Popmusik.

Wobei diese vorwiegend instrumental gehaltenen 70 Minuten durch ihre Twangle-Rock-Gitarren noch deutlich intensiver und assoziativer arbeiten als ihre Nachfolger. Bilder von Strand, Meer und Cabriofahrten durch die 60er werden reminisziert. In einem sehr schmeichelnden Duktus. Und bitte immer schön in den Sonnenuntergang reiten! (maw)



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