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Alle Rezensionen zu Washington
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

A New Order Rising
(2005, Glitterhouse/Indigo GRCD 637)

Wieso nennt sich eine Band aus Tromsø Washington? Wieso streuen Pressetexte immer das – völlig falsche – Klischee von sieben Monate absoluter Dunkelheit in Nordnorwegen aus, sobald Musik so melancholisch und mollig daherkommt? Und wieso fabulieren Journalisten dann sofort von verschneiten Wäldern und zerbrechenden Herzen im Morgennebel (Logo Magazine)? Zugegeben: Die Musik des 2004 erschienenen Debüt-Albums, das ein Jahr später über einen deutschen Vertrieb auch hierzulande alle morbide veranlagten Romantiker umschmeichelt, brandet wie eine Welle aus Schwermut heran, in Farben aus schwarzer Seide und dunkelrotem Brokat.

Der Geist von Midnight Choir erscheint dazu im Hintergrund und der von Madrugada in ihren träumerischsten Momenten. Gast-VIPs wie Ane Brun, Håkon Gebhard (ehemals bei Motorpsycho) oder Lars Lien (immer noch Motorpsycho) streuen ebenfalls Ton gewordene Düsternis aus, und das alles könnte recht entzücken, wenn es nicht zeitweilig ziemlich langweilig wäre. (peb)



Siehe auch:
Midnight Choir
Madrugada
Ane Brun
Motorpsycho

 Washington: A New Order Rising

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.washington.no

   

Rouge/Noir
(2008, Glitterhouse/Indigo GRCD 691)

2005 haben wir beim Debüt »A NEW ORDER RISING« noch ein wenig die ausgegossenen Klischees und die in einer Welle aus Schwermut anbrandende Langweile geklagt. Die Band aus Tromsø hat jedoch seither kontinuierlich an Reife und Ausdruckskraft zugelegt: Nach dem schon deutlicher konturierten Album »ASTRAL SKY« treten auf dem eindringlichen Nachfolger die Kontraste noch deutlicher hervor.

Einerseits wagen Washington harsche Rock-Ausbrüche, ohne deswegen den melancholischen Grundtenor abzulegen. Und gut gelaunte, an A-ha erinnernde Pop-Launen wie »Something On A Voyage« oder »Guerre de Rue« beweisen, dass auch in Tromsø mal die Sonne scheint. Andererseits hat das Trio um Sänger und Gitarrist Rune Simonsen mit »Andante« oder »As Waves Shapte The Sea« den langen Atem gefunden für herbstlich-epische Rock-Epen, für elegische Halb-Balladen zwischen Midnight Choir und Madrugada – beides bekanntlich Bands, die nicht mehr existieren. Möge Washington noch ein langes Leben beschieden sein ... (peb)

   

Astral Sky
(2007, Glitterhouse/Indigo GRCD665)

Ob die drei noch recht jungen Norweger sich Gedanken über ihre Zukunft machen? Es scheint nicht so, denn auch ihr zweites Album ist eine bedächtige Angelegenheit für vorwiegend gesetzteres Zielpublikum. Und Bedenken über deren Ableben zu haben, wäre wohl eine allzu makabere Sache. Traumwandlerisch sicher wandeln sie auf den Pfaden der Ruhe, dort, wo man sich gerne fallen lässt, sich zurücklehnt und entspannt.

Harmonisch und gar mit tröstlicher Tristesse erwarten zehn recht zugängliche Songs mit ausgestreckten Armen die Hörer. Zwischen Folk, und Pop trägt dabei Rune Simonsens Stimme die Geschichten im Alleingang, während der Rest sich hinter Klavier und Gitarre einfühlt. (maw)



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