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Alle Rezensionen zu The Black League
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Ghost Brothel
(2009, Brainbomber/Edel B001)

Eigentlich gehört »GHOST BROTHEL« in die Rubrik Rock: Mit dem »ICHOR«-Sound anno 2000 haben The Black League neun Jahre später nichts mehr zu tun. Stattdessen stapft das Quintett durch staubige Stonnerrockwüsten – und Taneli Jarva überrascht in so mancher Passage mit Gesängen à la (Glenn) Danzig. Kennen wir das nicht schon von Landsmännern Boner oder partiell Reverend Bizarre? Vielfach klingt Tanelis Stimme aber auch nach jahrelangem Whiskeykonsum, dazu walzen dreckige, teils tiefer gestimmte Gitarren und schwere Rhythmen im Midtempo aus den Boxen.

Doch liefern die Finnen viel mehr als eine 08/15 Stoner-Scheibe ab: In »Misfortune« schummeln sie Jazz-Blues-Elemente, in »Until We Sail« packen sie Klavier und Frauengesang Dazu kommt, dass die Gitarristen Maike Valanne und Kimmi Hiltunen stoner-atypisch agieren, häufig Blues über die Saiten wehen lassen und ein paar mustergültige Solos unterbringen. Ein gut produzierter, groovender 52-Minüter, auf dem sich diverse hübsche Melodien finden. Genrefreunde: reingehört. (nat)



Siehe auch:
Boner
Reverend Bizarre

The Black League: Ghost Brothel

   

The Doomsday Sun
(EP, 2001, Spinefarm SPI19CD)

Die möglichen Überbleibsel der »ICHOR«-Produktion hauen über ihre 25 Minuten Gesamtlänge nicht derart um, wie es das Debüt konnte. Die Texte passen zu dem blues-rockigen »Schlechte Zeiten«-Sound: »Many A Good Man« erzählt von einem einsamen Selbstmörder, draußen in den Wäldern (… wo auch sonst), und in »Sanguinary Blues« taucht mal wieder das gute Alte »Some were born to win and some they live to lose« auf.

Tarvelas Stimme brilliert natürlich bei Nick Caves »City of Refuge« ebenso wie bei den restlichen fünf Songs, aber was die instrumentale Umsetzung betrifft, klang der Vorgänger einfach facettenreicher. (nat)

   

Ichor
(2000, Spinefarm SPI96CD)

Neues vom einstigen Sentenced-Bassisten/Sänger Taneli Jarva, der anno 1992 bis 1996 auf den Kultscheiben »AMOK« oder »NORTH FROM HERE« mitwerkelte. Vier Jahre nach seinem Ausstieg meldet er sich als Frontmann seiner neuen Truppe zurück: The Black League, bei denen auch Ex-Impaled Nazarenes Sir Luttinen trommelt, nennt ihr Debüt »dunkel« und kleidet sich schwarz.

Die genauere Rezeptur: Je eine Messerspitze Sisters Of Mercy, Fields Of The Nephilim sowie Sentenced, eine Prise Rockgitarren, ein Schuss Melancholie, viel Gefühl mit ein paar Körnchen Frustration samt Aggression zusammenschütten. Anschließend mit spannungsvoller Instrumentierung plus Jarvas Düsterstimme verquirlen. Kühl lagern, hoch dosieren und laut servieren. Warnung: Suchtgefahr bei wiederholter Einnahme der »ICHOR«-Bestandteile »Avalon«, »We Die Alone«, »The Everlasting Pt.II« oder dem weitschweifigen Ausklang »Night On Earth«. (nat)



Siehe auch:
Sentenced
Chaosbreed
Impaled Nazarene



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