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Alle Rezensionen zu Pellarin
(Genre »Avantgarde«, Land »Dänemark«)

 

Athen
(2004, Statler & Waldorf/Alive S&W 03CD)

Sie kommt ins Wohnzimmer, schaut sich um, fragt: »Ist noch irgend ein Gerät an?« Er: »Nöö.« Sie: »Aber da summt und brummt doch was!« Er: »Ach, das ist Musik.« Wieder sie: »Musik?« »Ja«, sagt er, »Pellarin.« Sie: »Aha, Pellarin.« »Hmh«, meint er, »Lars Pellarin.« Sie hören einen Moment lang schweigend zu. »Komische Musik«, sagt sie, »welche Richtung?« Er atmet einmal tief aus: »Elektronische Musik; Soundcluster, Wellen, Schleifen, Vibrationen, Herzschläge, Batterieströme und so.« Sie: »Singt da irgendwann noch jemand?« »Nee, da singt niemand; ist auch nicht nötig.«

Sie hören weiter zu, wie sich langsam die Sequenzen steigern, an Eindringlichkeit gewinnen, kleine Knistereien und kurze atmosphärische Störungen im Hintergrund werkeln und in allem einem pumpenden, minimal variierenden Beat folgen. Sechs Tracks je um die acht Minuten, die sich alle Zeit der Welt nehmen, um sich zu entfalten. »Eigentlich ganz schön«, sagt sie, »nahezu meditativ, aber auch ein bißchen unheimlich.« »Ja«, sagt er, »angenehm beunruhigend. Oder auch beunruhigend angenehm.« Dann schweigen sie wieder und hören zu. (frk)



Siehe auch:
Pellarin & Lenler
Verschiedene: Copenhagen Label Collaboration
Verschiedene: Teeth

 Pellarin: Athen

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.pellarin.couchblip.com

   

Tangible Abstractions
(2002, Couchblip/PIAS blip004)

Er sitzt im Wohnzimmer, lauscht, schaut gedankenverloren nach draußen, wo sich die letzten Autos stauen. Sie kommt hinzu: »Das ist doch dieser Däne oder?« – »Ja«, sagt er, »Pellarin; Lars Pellarin.« Unschlüssig bleibt sie neben ihm stehen, hört zu. »Vielleicht würde der Toaster sehr langsam zu dieser Musik tanzen, würden wir jetzt rausgehen«, sagt sie kichernd. »Vielleicht«, sagt er ernst, »vielleicht aber auch nicht.« Sie weiß jetzt, dass er besser allein sein will mit dieser allerersten Pellarin-CD, die sehr ruhige vierzehn Stücke umfasst: Schnipsel, die umstandslos beginnen, sich zu Wellen, Schleifen, Vibrationen addieren, minimal ihre Struktur ändern, zuweilen mit einem Herzschlagbass unterlegt.

Sie räuspert sich: »Und singt diesmal jemand?« »Ganz am Ende«, sagt er, »ein gewisser Mads Hein, er singt einen Printer Song und bedient dort auch den Laptop.« Er tippt kurz auf die CD-Hülle. »Na dann«, sagt sie und geht in die Küche. Später hört er aus der Ferne, wie sie zu Norah Jones singt und mit den Tellern klappert. (frk)



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