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Alle Rezensionen zu The Skreppers
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Call Of The Trash
(2004, Udai Records UDCD-001)

Die Skreppers finden sich toll. Denn sie sind: »The Ultimate Psychobilly Band With Hardcore Pornosex Attitude«. Und wirklich, musikalisch rumpeln sie seit zehn Jahren und drei Alben recht anständig zwischen Rock'n'Roll, Psychobilly und Farfisa-Pop. Schräg sind hier nicht nur die Melodien, die sich permanent verkrümmen. Stimmlich liegt man sowieso nur knapp neben Eläkeläiset. Im volltrunkenen Zustand versteht sich. »Ultimate« ist hier natürlich nichts, aber das hatte sich ja mit dem Albumtitel schon angedeutet.

Müllig geht es dann vollends auf lyrischer Seite zu, denn die Texte erreichen im Grunde nichts, was man mit Niveau verwechseln könnte: sexistisches Geprotze (»Close Your Eyes And Kiss What You Despise« / »Last Time: Strip Them Off«) neben belanglosen Angebereien. Weitaus ärgerlicher wird es bei aufgesetzten Provokationen wie in »Make Love Muslim Girl« oder »Jesus Saved My Sexlife«. Schnell verwechselt man da Trash und Ironie mit Unfähig- und Geschmacklosigkeit. Dabei ist Frontmann Special K einer, der es besser können sollte. Schließlich sitzt er an den Reglern von etablierten Bands wie Waltari, HIM oder den 69 Eyes. Auch wenn dort die musikalische Messlatte oftmals nur knapp über dem Boden schleift, traut man ihm nicht diesen unnötig blöden Silberling zu. Ein Album, das konsequent alle selbst gesteckten Humor-Ziele verfehlt. Man folge dem Ruf des Mülleimers. (maw)



Siehe auch:
Eläkeläiset
Waltari
HIM
The 69 Eyes

The Skreppers: Call Of The Trash

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.skreppers.com

   

Pain In The Right Place
(2006, Udai Records UDCD 003)

Eine Vagina mit Reißverschluss auf dem Album-Cover, eine Vagina garniert mit einer leicht bekleideten Dame auf der Rückseite der CD – das wirft ein wenig vorteilhaftes Bild auf die spätpubertierenden Männerphantasien der Skreppers. Ähnlich grob gestrickt sind die Songs der vierten Veröffentlichung des Quintetts um Frontmann Special K., der irrigerweise annimmt, dass Frauen auf dumpfbackiges sexuelles Angebertum stehen. Auf die Textanalyse von Gruppenvergewaltigungssongs wie »Gangbang-Shang-A-Lang« verzichte ich hier. Wäre zu viel der Ehre.

Die Skreppers liefern eine wenig originelle Mischung aus tumben Rockakkorden, wie sie nachts um vier in der Stammkneipe von Charles Bukowski heruntergedroschen werden könnten, rotzigem Frühpunk und ein bisschen Psychobilly. Alles klebrig eingetaucht in penetrantes Farfisa-Orgel-Gewimmer und die gebrüllten Vocals des Mannes, der so gern ein Sex-Dämon sein möchte. Träum weiter, Junge, richtig guter Trash sieht anders aus. (emv)



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