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Alle Rezensionen zu Old Man's Child
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Slaves Of The World
(2009, Century Media 9978822)

Das Black Metal-Projekt Old Man’s Child meldet sich nach vier langen Jahren zurück: »SLAVES OF THE WORLD« ist die nunmehr siebte Scheibe des Dimmu Borgir Gitarristen Galder, hier zugange mit Session-Schlagwerker Peter Wildoer (Darkane, Pestilence, ex-Arch Enemy) – und er klingt kein Stück gezähmt: Bissig, bösartig, aber detailverliebt trümmert der Komponist, Gitarrist, Keyboarder und Sänger neun pechschwarze Songs auf den 42-Minüter. Wütende Blast-Beats durchbrechen gewaltige Midtempo-Hymnen, giftige Schreie erschüttern die atmosphärischen, aber niemals aufdringlichen Keyboard-Passagen.

Schroffe Elemente zerhacken immer wieder die eingängigen Melodien, Drums poltern, Deathgrunzer durchdringen aufheulende Gitarren. Bombastisch, technisch, diabolisch, brachial – und äußerst abwechslungsreich. Freunde melodischen Black Metals sollten zugreifen. Die limitierte Digipak-Version des Albums enthält zudem eine Neuaufnahme des Songs »Born Of The Flickering« aus den »VERMIN«-Sessions, der bisher nur in Japan veröffentlicht wurde. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir
Arch Enemy

 Old Man

   

Vermin
(2005, Century Media/SPV 77558-2)

Diese Band kann in ihrer Studioalben-Besetzung unmöglich touren. Leider. Zu gerne sähe man Multi-Instrumentalist Galder Gitarre samt Bass um den Hals hängend hinterm Keyboard stehen und ins Mikro grunzen. Alle Hände frei hätte nur der dänische Drummer Reno Kiilerich. Der Geschwindigkeitsrekordhalter, mit mehr als 800 Double-Bass Anschlägen pro Minute, rumpelt brachial über das komplette Album.

Melodische Momente blitzen flüchtig auf, wenn Galder akustisch klampft oder in Keyboardpassagen schwelgt wie bei »Lord Of Command (Bringer Of Hate)«, doch meist packt der dämonische Sechstling den Schwarzmetaler herzlos im Genick und schüttelt ihn gehörig durch. Verziert mit einem Solo des Gitarristen Eric Peterson (Testament/Dragonlord) liefern des alten Mannes Kinder hochwertige Black Metal-Ware, die den Hörer nicht auf Anhieb überwältigt, wie etwa Dimmu Borgirs »PURITANICAL EUPHORIC MISANTHROPIA«. »VERMIN« kommt zwar langsam – aber gewaltig. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir
Dimmu Borgir & Old Man's Child
Emperor
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.3

   

In Defiance Of Existence
(2003, Century Media/SPV 77458-2)

Galder werkelt seit dem Millennium bei Dimmu Borgir – folglich dauert es drei Jahre, bis »IN DEFIANCE OF EXISTENCE« in den Läden steht. Leider entwickelten sich OMC seit dem Vorgänger nicht bedeutend weiter; statt eines krossen Black Metal-Baguettes servieren sie aufgebackene Brötchen, massentauglich verpackt. Doch wer noch nie beim Bäckermeister kaufte, der des Nachts noch eigenhändig seine Brötchen zubereitet, dem schmeckt's beim Discount-Bäcker.

Ein paar verspielte Melodien hier, eine Handvoll Blast-Körnchen da, das Ganze gefüllt mit ansprechenden Vocals und in den Dimmu Borgir-Ofen geschoben – ruckzuck steht das dampfende Ergebnis da. Schnell verzehrt und ohne größere Nebenwirkungen verdaut. (nat)

   

Revelation 666 - The Curse Of Damnation
(2000, Century Media/SPV 77258-2)

Den Viertling nehmen OMC wieder als Band auf: Zu den Überresten, aka Gitarrist Jardar plus Galder, gesellt sich der neue Bassist Memnoch; Tjodalv kehrt zurück und teilt sich die Drumarbeit mit Grimar. Produziert im Abyss Studio von Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) knüppelt das brachiale Soundmonster den Hörer nieder. Fast explodieren die Boxen, so energiegeladen beuteln die Musiker ihre Instrumente durch.

Manko: Die Keyboards sind ständig präsent, teils eine Spur zu penetrant, und die Tracks erinnern stark an Dimmu Borgir. Mit »REVELATION 666« schaffen die Norwegen ihr bis dato bombastischstes und kommerziellstes Produkt. Ein gefundenes Fressen für Dimmu Borgir Fans; den alten Fans schlägt es unter Umständen auf den Magen. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir

   

Ill-Natured Spiritual Invasion
(1998, Century Media/SPV 77219-2)

Nach dem Zweitling »THE PAGAN PROSPERITY« kollabiert die Band. Nur Galder und Jardar bleiben übrig - und Jardar hat keine Zeit. So beschließt Galder kurzerhand den Nachfolger allein einzuspielen, er verpflichtet lediglich Gene Hoglan (Death, Dark Angel, Testament) als Studio-Schlagzeuger.

Die Ein-Mann-Band nimmt den Gesang, ohne vorherige Probe, direkt im Sunlight Studio (Entombed, Dismember) auf. Galder modernisiert den bisherigen Black Metal im Old Man's Child-Stil mit einem Tick thrashigen Klang à la In Flames. »ILL-NATURED SPIRITUAL INVASION« ist ein brutales, schnelles aber dennoch melodisches Stück Schwarzmetall.
(nat)



Siehe auch:
Entombed
Dismember
In Flames

   

The Pagan Prosperity
(1997, Century Media/SPV 771183-2)

Wer mit dem Gedanken spielt, sich als Extrem Metal-Fronter zu versuchen, sollte sich erstmal »THE PAGAN PROSPERITY« zu Gemüte führen. Falls er nicht in Grusoms alias Galders Nähe kommt, sollte er sich besser eine Stelle als Kopfschlachter im Akkord o.ä. suchen.

Das gilt ebenso für zwar ambitionierte, aber leider grottenschlechte schwarzmetallene Instrumentalisten, die Old Man's Child hier nicht das Wasser reichen können: Vielmehr als nur Hintergrundrhythmus kann ein Basser leisten, wie Gonde (Tulus) in »Doommaker« eindrucksvoll bekundet, und die Gitarren- sowie Schlagzeugarbeit ist ebenfalls exzellent. Die Norweger setzen die Keyboards nur sparsam ein; sie akzentuieren die Songs angemessen, anstatt sie zu beherrschen. Vivat! (nat)



Siehe auch:
Tulus

   

Born Of The Flickering
(1996, Century Media/SPV 77147-2)

Oslo, 1989. Thomas Rune Andersen alias Grusom gründet gemeinsam mit Drummer Kenneth »Tjodalv« Åkesson eine Truppe namens »Requiem«, die Metallica und Slayer covert. 1993 bringt Tjodalv den Namen »Old Man's Child« ins Spiel; nach etlichen Wechseln am Bass steht das Line-Up für den ersten Longplayer mit Gitarrist Jon Øyvind »Jardar« Andersen sowie Basser Gonde (Minas Tirith).

Sie debütieren in Skandinavien 1995, und ein Jahr später stellt Century Media »BORN OF THE FLICKERING« europaweit in die Läden. Ganz ohne Keyboard-Orgien kreiert das Black Metal-Quartett höchst eigenständige Songs verschiedenster Couleur: Das instrumentale »Wounds From The Night Of Magic« beruhigt; »Demons Of The Thorn Castle« peitscht auf. (nat)



Siehe auch:
Susperia



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