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Alle Rezensionen zu Jon Balke | Batagraf
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Say And Play
(2011, ECM/Universal 2245)

Ganz klar - das zweite Album wird ähnlich polarisieren wie das erste: Die einen werden fasziniert sein von dem impressionistisch hingetupften Reichtum perkussiver Instrumente, die anderen werden Batagraf als belanglose Freizeitgruppe abtun. Wie bereits auf »Statements« verbinden Jon Balke und Helge Norbakken die Vielzahl ihrer beider Instrumente mit (männlichen) Gedichten und (weiblichen) Gesängen. Diesmal trägt der norwegische Autor Torgeir R. Pedersen seine eigenen Gedichte vor, und Jon Christensens Tochter Emilie, die bereits in einigen Bands und als Theaterschauspielerin aktiv ist, singt Balkes englische Stream-Of-Consciousness-Texte. Das Kernduo hat darüber hinaus diesmal nur Schlagzeuger Erland Dahlen als Ergänzung ins Studio geholt, den wir bereits bei Madrugada, Eivind Aarset und jüngst im Trio von Nils Petter Molvær genießen durften.

Sicher ist Batagraf nach wie vor keines von Jon Balkes besten oder denkwürdigsten Projekten, sondern erweckt vielmehr den Eindruck eines kleinen Labors für perkussiv-poetische Entwürfe, die manchmal etwas Rundes ergeben, manchmal aber auch skizzenhaft stehen gelassen wurden, möglicherweise um später darauf zurückzukommen. Der Rezensent empfiehlt als Einstieg allerdings das erste Album »STATEMENTS« gegenüber »SAY AND PLAY«. (ijb)



Siehe auch:
Erland Dahlen im Trio mit Nils Petter Molvær
Jon Balke
Helge Norbakken mit Kari Bremnes
Helge Norbakken mit Karl Seglem

Jon Balke: Say And Play

   

Statements
(2005, ECM/Universal 987.146.1)

Mit vielen verschiedenen Formationen hat Jon Balke schon seit den 70ern überzeugt, von Arild Andersen über Oslo 13 bis zum Magnetic North Orchestra – als Percussionist trat er bisher aber kaum in Erscheinung. Mit Batagraf schließt er nun auch diese Lücke – was nicht zwingend nötig gewesen wäre.

Batagraf gründete sich 2002 eher als »Forschungsgruppe« der Percussionisten Ingar Zach, Harald Skullerud, Helge A. Norbakken und Kenneth Ekornes; auch Balke trommelte mit. Und eben dieser hatte dann auch die Idee, um die Trommelrhythmen herum Gedichte, Gebete, Gesänge zu etablieren und so westafrikanische und kubanische Kulturen, anders gesagt: literarische und rhythmische, oder noch besser: die Musikalität der Trommel und der Sprache zusammenzuführen. Und darum rezitieren Miki N'Doye und Sidsel Endresen Gedichte, bläst Frode Nymo ein schönes Altsax. Nur was das eigentlich alles soll, erklärt uns Balke nicht. Und so bleibt Batagraf eine belanglose Trommeltruppe, bei der ein paar Gedichte gelesen werden.

Merke: wo gesungen wird, da lass dich nieder – wo nur getrommelt wird, da weiche lieber! (tjk)



Siehe auch:
Jon Balke / Magnetic North Orchestra
Arild Andersen
Sidsel Endresen
Solveig Slettahjell



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