Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Logh
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

A Sunset Panorama
(2005, Bad Taste Records BTR87)

Ernsthaftigkeit ist derzeit ungefähr so uncool wie eine Plastiktüte von Woolworth, um die Einkäufe nach Hause zu tragen. Tut nichts zur Sache. Logh haben mit »A SUNSET PANORAMA« ein im besten Sinne ernsthaftes, konzentriertes und puristisches Album geschaffen. Es geht hier darum, dem eigenen Klang so nahe wie möglich zu kommen. Bei Logh sind dies sehr verhaltene, sehr zurückgenommene, sehr klare, von klirrendkalt-trockenen, zärtlichen Gitarren geprägte Songs. Voller Erinnungsfetzen, Assoziationen und dahingeworfener Gedichtzeilen. Dazu die sensible, wandlungsfähige Stimme von Mattias Friberg, der man stundenlang zu pladderndem Regen zuhören könnte.

Ernsthaftigkeit hat nichts mit Humorlosigkeit oder Angespanntsein zu tun. Im Gegenteil. Die Grundstimmung hier ist positiv. Trotz aller erlittenen Verletzungen. Stärkend. Mut machend. »A SUNSET PANORAMA« geht still, aber zielgerichtet mitten ins Herz. Ohne einen einzigen Akkord zu viel. Oder zu wenig. (emv)


Zum Artikel über Logh

 Logh: A Sunset Panorama

Offizielle Website

Offizielle Website      https://open.spotify.com/artist/3GaPCgO5Bpa8hbTuEVCo38

   

North
(2007, Bad Taste Records BTR-107)

»Everything, everything will change« singt Mattias Friberg im Song »Weather Island«. Logh, die bislang spröde keinen überflüssigen Akkord spielten, entdecken auf »NORTH« die Leichtigkeit und machen einen entschiedenen Schritt in Richtung Pop. Das wird manchen Alt-Fan frustrieren: Die weiße Wut ist weg und hat sanfter Melancholie Platz gemacht. Das Grand Piano von Neu-Mitglied Karl Arvidson spielt sich selbstbewusst nach vorne.

Synthies und behutsam eingesetzte Vokalharmonien schaffen eine friedlich-zurückgenommene Stimmung – für Logh-Verhältnisse Kuschelpop. Friberg singt über Bäume und Waldaugen. Und »Death To My Hometown« ist eigentlich eine einzige Liebeserklärung an die Heimatstadt. Was ist hier passiert? Logh müssen das Glück gefunden haben. Veränderungsbereite Hörer werden verstehen, dass sie Logh nur offen zuhören müssen, um es ihnen gleichzutun. (emv)

   

The Raging Sun
(2003, Bad Taste Records/Soulfood BTR66)

Ein Debüt mit dem Titel »EVERY TIME A BELL RINGS AN ANGEL GETS HIS WINGS« muss einfach ätherisch und zerbrechlich sein. Zwei Jahre sind seither vergangen, und die Engel haben sich in der rauen Welt die Flügel blutig gestoßen.

Logh werden nun also auch mal laut und gehen mit verzerrten Gitarren zum Angriff über. Doch schon kurz darauf ziehen sie sich wieder zurück in ihr Schneckenhaus aus herzergreifender Melancholie und Tagträumerei. Dabei wirken ihre Songs trotz angenehmer Melodien wenig zugänglich und schlüssig. Doch gerade diese Zerrissenheit, mit der sich die vier Schweden selbst das Leben schwer machen, zieht den Hörer unaufhaltsam in einen faszinierenden Strudel aus scharfkantigen Gitarren und Klagestimme. (peb)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel