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Alle Rezensionen zu Lodger
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Hi-Fi High Lights Down Low
(2005, Popup Records)

Ein Billardkugel-Männchen vergewaltigt ein Mädchen, ein Hund stirbt durch Zigarettenrauch, ein Sprayer flüchtet Super Mario-like vor der Polizei: Die animierten Flashfilmchen zu Lodger-Songs sind nicht nur weltweit bekannt und prämiert, sondern in ihrer Schonungslosigkeit, ihrem Sarkasmus und Chauvinismus auch außerordentlich provokant. Geschicktes Marketing also, um den Bandnamen publikumswirksam in Szene zu setzen. Allerdings laufen die vier Finnen Gefahr, dass so ihr musikalischer Output ins zweite Glied rückt.

Und tatsächlich scheint die Band mehr Ideen in die visuelle Umsetzung zu stecken, als in ihren Sound. Ihr Debüt, das in ihrer Heimat schon 2004 erschien, strotzt von lakonischen Melodien, verhaltenen Gitarrenklängen und poppigen Synthies. Etwas mehr plakative Symbolkraft und Dringlichkeit, hätte jedoch manchen Songs auf die Beine geholfen. Außen den gelungenen Singleauskopplungen bleibt so nur halbseidene Rebellion zurück – und wenig im Ohr hängen. Ein durchaus ehrenwerter und eigener Entwurf, aber dennoch ausbaufähig. (maw)

 Lodger: Hi-Fi High Lights Down Low

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.lodger.tv

   

How Vulgar
(2008, Ondine/Musikkoperatørene)

Nach dem beständigen Straucheln im Vorgänger geht es den Protagonisten auf dem im Original 2007 veröffentlichten »HOW VULGAR« nicht viel besser. Die Kollisionen und Irrititationen gehen ein und aus, nur tropft vielleicht ein Streifen mehr Licht von den immer noch sehr souveränen Songs. Mit dem Vertikutierer war hier niemand am Werk, und so halten sich Versiertheit, Güte und Unaufgeregtheit die Waage.

Ein bisschen mehr innere Spannung, ein bisschen Drive in den Melodien wäre aber vielleicht der weisere Weg geworden. Songs wie »Escape Plan« scheinen in ihrem undeutbaren Zwielicht voran, geraten aber schnell ins Hintertreffen, wenn das Liedgut ohne richtige Zündfunken nur aus der Hocke gespielt wird. Ein bisschen mehr Aufstand gegen das Abfinden hätte dem Album gut gestanden. (maw)



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