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Alle Rezensionen zu Oh No Ono
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Yes
(2007, Morningside Records)

Rückblickend waren die Achtziger das Jahrzehnt mit dem musikalisch wüstesten Geschmack. Käsige Elektronik, falsettierter, affektierter Gesang, dazu Hairspray-Frisuren außerhalb jeglicher Form. Oh No Ono scheinen geburtstagsbedingt Nachholbedarf zu haben, fressen sich in dreißig Minuten quer durch Papas Plattenschrank und feiern auf ihrem Debüt eine hemmungslose »Bad Taste«-Party. Alles, was du jemals gehasst hast, ist hier drauf versammelt. Und mehr. Nicht nur die Glam-Ästhetik von Bowie feiert ihre Wiederkehr, auch Devo, XTC, Duran Duran zeigen bereitwillig ihren Schauladen.

Das alles verquickt in kompakte Dreiminüter einer flamboyanten Parade. Verschwenderisch reißen sich die Instrumente alle Stile unter die lila lackierten Nägel. Währenddessen springt ein nostalgisch schmalziger Discobeat wüst umher und verschwindet in einer imposanten Glitterwolke. Das mag zwar selbstironisch und derzeit einzigartig sein, dennoch leidet dieses Album unter permanenter Hemmungslosigkeit. Das Grauen hat einen Namen: Oh No Ono. (maw)

 Oh No Ono: Yes

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.ohnoono.com

   

Now You Know
(EP, 2005, Morningside Records/Glitterhouse moreep 008)

Der Klassenclown ist eine zwiespältige Figur. Einerseits freut man sich, dass da einer respektlos den Unterricht aufmischt; andererseits erschöpfen sich dessen Witze schnell in Wiederholungen, die am Ende nur noch nerven. Oh No Ono vereinen nun gleich vier Clowns, die entschlossen zur Spaßparade aufrufen, weshalb sich auf ihrer Debüt-EP Titel wie »Hurrah Hurrah« oder gleich »Ba Ba Baba Ba Ba Well Away« versammeln.

Ein bisschen hat man beim Gimmick-Duo The Sparks abgeguckt, mehr aber noch sich am nimmermüden Spaßpunk der 80er und 90er angelehnt. Dabei können die Burschen durchaus ruppig Gitarre spielen und ein hübsches Tempo vorlegen – wenn sie nur nicht so affektiert singen würden! Und wer mit Geräuschen von Polizeisirenen rumspielt, darf ohnehin eine Ehrenrunde drehen. Aber vielleicht lernt das Quartet um Malte Fischer ja noch, dass witzige Musik dann am ehesten entsteht, wenn man es sehr ernst meint. (frk)



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