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Alle Rezensionen zu Svanevit
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Gryning
(2005, Westpark/Indigo 87123)

Sven Schwaneweiß ist ein wohlbekannter Gesell, der nicht nur durch etliche mittelalterliche Lieder geistert. Er lieferte auch den Namen für dieses schwedische Quartett, das mit Geige, Harfe, Nyckelharpa und Mandola (und weiteren Instrumenten) traditionelle Musik authentisch aufbereitet. Kompetenz ist reichlich vorhanden – was sich nicht nur daran festmachen lässt, dass zwei der Mitglieder, nämlich Anna Rynefors und Erik-Ask Upmark, den akademischen Grad »Riksspelman« tragen.

Svanevit geleiten vielmehr die oft so derb daher rumpelnde Folklore ihres Landes von den schwieligen Heubodenbrettern und setzen sich mit ihr ein wenig ins Freie; sie zeigen ihr trotz der bäuerlichen Herkunft die zarten Seiten der Liebe und die in sich gekehrte Form der Freude. Svanevit trinken Tee statt Met und putzen sich die Nase mit dem Taschentuch; sie singen von der Wehmut statt der Trauer und zeigen, dass eigentlich jeder Morgen aufs Neue schön ist (»Din Klara Sol«). Die MusikerInnen, die ihre Spuren bereits bei Gruppen wie B.A.R.K., Faust, Dråm oder Plommon hinterlassen haben, stellen endlich einmal die Eleganz der schwedischen Volksmusik in den Vordergrund und wirken so nachhaltiger als manch bräsig polternde Fiedelkollegen. (peb)



Siehe auch:
Alban Faust
Dråm

 Svanevit: Gryning

Offizielle Website

Die CD »Gryning« war »CD des Monats« im Monat 11 / 2005.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Wer sagt denn, dass Folkmusik, die sich ans Traditionelle hängt, immer gleich den Tanzboden zertrampeln muss? Es geht auch leiser, melancholischer, auf Dauer eindringlicher. Und so ist diese Musik exzellent geeignet, will man fernab des Trubels von magischen Klängen sachte angeweht werden.
Frank Keil

Mein erster Eindruck: Das soll unsere Monats-CD sein? So müde, so unspektakulär, so wenig den Hörer direkt angreifend? Doch ehe man es sich versieht, kommt die Musik durchs Hintertürchen in den Kopf und zieht gerade durch ihre Unaufdringlichkeit die volle Aufmerksamkeit an sich. Respekt!
Leif Haugjord

Da fühlt man sich tatsächlich in eine längst vergangene Epoche zurückversetzt. Das gemischte Doppel nimmt uns mit in eine Zeit, als man alles noch ruhiger und langsamer angehen ließ, das Lebenstempo nicht so hektisch war wie heute. Hörbalsam für stressgeplagte Ohren. Ach, tut das gut!
Harald Kepler

In der Tat: Anders Larsons schlichter, aber umso berückenderer Bariton ist die ideale Stimme für diese Musik, die manchmal eine gar poppige Eingängigkeit verströmt. In allem liegt aber dennoch einge große Ruhe. Man spürt: Svanevit ruhen in sich selbst. Eine feine Musik für alle, die das ebenso tun.
Tim Jonathan Kleinecke

Offizielle Website      http://www.svanevit.com

   

Rikedom Och Gåvor
(2008, Nordic Tradition/Westpark 87156 / NTCD 11)

Inzwischen sind es sogar drei »Riksspelmän« bei Svanevit, doch auch ohne diese Titel wären Anna Rynefors (Nyckelharpa, Sackpfeife und Percussion), Maria Persson (Violine, Blockflöten), Anders Larsson (Gesang, Mandola und Mandoline) und Erik Ask-Upmark (Harfe und Dudelsack) absolute Meister ihrer Instrumente und in der schwedischen Volksmusik. Diese renoviert das Quartett sozusagen von innen heraus.

Auf »RIKEDOM OG GÅVOR« (dt. Reichtum und Gaben) haben sie sich mit südschwedischer traditioneller Musik auseinandergesetzt und präsentieren Lieder des großen Fiedlers und unermüdlichen Liedersammlers John Enninger (1844-1908). Dessen musikalischer Nachlass entpuppte sich als wahrer Schatz, und das Quartett tauchte tief in die Notenberge. Daraus die besten Stücke herauszufiltern und diese dann für die Band neu zu arrangieren, war viel Arbeit, die hörbar Spaß machte. Das Ergebnis ist brillant: Die Stücke sind sehr abwechslungsreich gestaltet und präzise gespielt – Svanevit agieren erneut sehr filigran. Anders Larssons klarer und kräftiger Bariton ist auf mehreren Songs zu hören, auch das sit ein Genuss. Svanevit gehören in der schwedischen Volksmusik ganz weit nach oben! (tjk)



Siehe auch:
Erik Ask-Upmark
Anders och Patrik



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